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Reisen & Entdecken

Zschopau. Musste erlebt ham.

Erzgebirge

Zschopau. Ä scheenes Fleggl!

Willkommen in Zschopau! Eine Woche lang, vom 21. bis zum 27. September 2026, dreht sich bei „So geht Sächsisch.“ alles um die traditionsreiche Stadt im Erzgebirge. Zwischen Fluss, Schloss und Motorsportgeschichte warten überraschende Geschichten, außergewöhnliche Menschen und jede Menge Entdeckungen darauf, erzählt zu werden.

In unseren sieben Kurzfilmen paddeln wir mit durchs Revier des Eisvogels, entdecken ein PURPLE-PATH-Kunstwerk, erklimmen den „Dicken Heinrich“, tauchen ein in die Geschichte der Motorradstadt, gehen der spannenden Verbindung zwischen Zschopauer Bier und dem Münchner Hofbräuhaus nach, tanzen mit dem City-Ballett und lauschen schließlich einem ganz neuen musikalischen Liebesbekenntnis an die Stadt.

Mal sportlich, mal kulturell, mal überraschend – Zschopau zeigt sich in dieser Woche von seinen vielfältigsten Seiten. Begleitet uns auf eine Reise voller spannender Geschichten, echter Originale und besonderer Orte. Viel Freude bei der Zschopau-Woche – und vielleicht entdeckt ihr dabei eine Stadt, die euch noch lange im Gedächtnis bleibt.

Tipp für Menschen die es rasant mögen: Vom 29. September bis 3. Oktober 2026 findet in Zschopau die FIM Enduro Vintage Trophy statt. Ein Erlebnis für große und kleine Motorsportfans!

Alle Videos auf einen Blick!

Trailer

Willkommen in der Motorradstadt!

Eine Stadt im Zschopautal, geprägt vom Fluss, vom Erzgebirge und von den Menschen, die hier leben. Vom 21. bis zum 27. September 2026 zeigen wir euch, was Zschopau besonders macht – mal überraschend, mal traditionsreich und immer ganz nah an der Stadt. Oberbürgermeister Arne Sigmund stimmt euch schon einmal auf die Woche ein. Ab Montag findet ihr bei uns jeden Tag einen neuen Beitrag über Zschopau – über besondere Ecken, spannende Einblicke und Menschen aus der Stadt.

21. September 2026

Moin, Schloss Wildeck!

Moin aus Zschopau – und zwar direkt aus Schloss Wildeck. Schlossleiterin Hanne Franken zeigt uns, was hier alles unter einem Dach zusammenkommt: Mittelalter für die ganze Familie, Motorräder von MZ und DKW und natürlich die Sammlung rund um Jørgen Skafte Rasmussen, der die Zschopauer Motorradgeschichte entscheidend mitgeprägt hat. Was die gebürtiger Kielerin Hanne an Zschopau besonders mag? Dass hier Altstadt, Kultur und Natur so nah beieinanderliegen. Einmal aus dem Schlosshof raus – und schon ist man mitten im Zschopautal. Und ja: Genau diese Mischung mögen wir an Zschopau auch ganz besonders.

22. September 2026

Die Motorradstädter

Hier geht’s nicht nur um alte Motorräder – hier steckt richtig viel Sportgeschichte drin. Im Deutschen Enduro Museum in Zschopau haben ehemalige Geländefahrer und Motorsportler einen Ort geschaffen, an dem Erinnerungen, Maschinen und Geschichten aus Jahrzehnten Endurosport zusammenkommen. Und rund um die FIM Enduro Vintage Trophy vom 29. September bis 3. Oktober 2026 wird’s natürlich besonders spannend: Internationale Teams treten rund um Zschopau auf historischen Maschinen gegeneinander an. Gerade hier vor Ort merkt man schnell, wie tief der Motorsport in Zschopau verwurzelt ist. 

23. September 2026

Ohne Zschopauer Bier, ...

… kein Hofbräuhaus! Ganz so einfach ist die Geschichte natürlich nicht – aber die Legende dahinter ist ziemlich gut. Sie erzählt davon, dass das Bier aus Zschopau einst bis an den Münchner Hof geliefert wurde. Irgendwann soll das auf Dauer zu teuer geworden sein – also wurde kurzerhand versucht, Rezept und Brauwissen nach Bayern zu holen. Und genau daraus, so die Überlieferung, soll später das Münchner Hofbräuhaus entstanden sein. Heute wird Zschopauer Bier bei der Privatbrauerei Specht in Ehrenfriedersdorf gebraut und damit ein Stück dieser alten Brautradition weitergeführt. 

24. September 2026

Ballett in the City

Ballett ist für Rosmarie Huszár nicht einfach ein Hobby – es begleitet sie praktisch ihr ganzes Leben. Seit 1989 gibt sie in Zschopau Ballettunterricht und steht dabei nicht allein: Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und einer Maßschneiderin entsteht beim City-Ballett viel mehr als nur Training. Hier geht es um Disziplin, Ausdauer, Zusammenhalt – und natürlich um die Freude an Bewegung, egal ob klassisch, modern oder zeitgenössisch. Und irgendwie passt auch das ziemlich gut zu Zschopau: Wenn in der Stadt etwas los ist, ist das City-Ballett oft mittendrin. 

25. September 2026

Im Reich des Eisvogels

Direkt am Fluß Zschopau merkt man ziemlich schnell, warum das Gewässer für den Verein mehr ist als nur Trainingsstrecke. Beim Kanusportverein „Falke“ Zschopau e. V. geht’s um Wildwasser, Wettkämpfe und ordentlich Adrenalin – aber genauso um Gemeinschaft und darum, draußen unterwegs zu sein. Sebastian Schiller hat hier selbst ein neues Zuhause gefunden, und auch die jungen Kanuten erzählen davon, wie sehr der Sport sie schon seit Jahren begleitet. Und wenn es auf dem Wasser mal etwas ruhiger wird, weiß Vereinsvorsitzender Mike Dost zu berichten, lohnt sich der Blick ans Ufer: Mit etwas Glück zeigt sich hier sogar der Eisvogel.

26. September 2026

Fließgleichgewicht

Judith Hauße von der Stadtverwaltung der Motorradstadt, nimmt uns mit zum „Fließgleichgewicht“ von Michael Sailstorfer und erklärt, warum das Kunstwerk am PURPLE PATH genau hier so gut funktioniert: Der Rückspiegel greift die Motorradgeschichte der Stadt auf, während der Titel für etwas steht, das viel weiter geht – für Austausch, Bewegung und dafür, dass eine Stadt von den Menschen lebt, die sie mitgestalten. Und dass Zschopau seine Motorradgeschichte bis heute lebt, zeigt sich auch bald wieder ganz praktisch: Vom 29. September bis 3. Oktober 2026 kommt die FIM Enduro Vintage Trophy nach Zschopau. 

27. September 2026

Zschap mei Geeß – Meine Stadt

Zum Abschluss der Zschopau-Woche wird’s musikalisch. Lukas Heinig von der ArsNova Musikschule Zschopau wollte dieses Gefühl beim Cruisen durchs Erzgebirge in einen Song packen – und daraus ist ein Lied für seine Heimatstadt Zschopau geworden. Natürlich mit allem, was dazugehört: Motorradstadt, DKW und ganz viel Verbundenheit zur Region. Gesungen wird der Song von Therese Heinig und Rapper Keyvan Musienko aka MUSIO – und schöner hätte man die Woche eigentlich kaum ausklingen lassen können. Glück auf!

So schön ist Zschopau!

Zschopau-Fakten

Was bedeutet eigentlich Zschopau?

Der Name Zschopau reicht bis in die Zeit der slawischen Besiedlung zurück. Damals gaben die Menschen Flüssen und Landschaften Namen, die deren besondere Merkmale beschrieben. Der Wortstamm „skapp“ bedeutet so viel wie Fels, Klippe oder spalten und verweist auf den charakteristischen Verlauf der Zschopau, die sich tief in das Gestein des Erzgebirges eingeschnitten hat. Dass die spätere Stadt denselben Namen erhielt, ist kein Zufall. Genau hier kreuzte einer der bedeutendsten mittelalterlichen Handelswege – einer der sogenannten böhmischen Steige – den Fluss. Über diese Route verlief die historische Salzstraße, auf der Kaufleute das kostbare „weiße Gold“ zwischen Leipzig und Prag transportierten. Entlang dieser wichtigen Verbindung wurde der einst dichte Miriquidi, der sagenumwobene Urwald des Erzgebirges, nach und nach gerodet und besiedelt. So entwickelte sich an der Furt über die Zschopau ein Ort, aus dem schließlich die heutige Stadt entstand.

Zschopau, kurz vorgestellt!

Zwischen den sanften Höhen des Erzgebirges und dem idyllischen Flusstal der Zschopau verbindet die Große Kreisstadt Zschopau auf besondere Weise Geschichte, Natur und Technik. Rund 9.000 Menschen leben hier, wo sich seit dem 12. Jahrhundert eine Stadt rund um das imposante Schloss Wildeck entwickelte. Einst sicherte die Burg einen bedeutenden Handelsweg, später machten Bergbau, Handwerk und schließlich der Motorradbau Zschopau weit über die Region hinaus bekannt. Bis heute gilt die Stadt als Wiege legendärer Motorradmarken wie DKW und MZ.

Wer Zschopau besucht, entdeckt eine charmante Altstadt, das eindrucksvolle Schloss Wildeck mit seinen Museen, die Stadtkirche St. Martin und zahlreiche Ausblicke auf die reizvolle Erzgebirgslandschaft. Ob auf den Spuren der Motorradgeschichte, beim Wandern entlang des Flusses oder bei einer Entdeckungstour durch die historische Altstadt – Zschopau verbindet Tradition, Erfindergeist und Natur zu einem authentischen Erlebnis im Herzen Sachsens.

Mächtig viel Historie!

Die schriftlich festgehaltene Geschichte Zschopaus ist eng mit ihrer Lage am gleichnamigen Fluss verbunden. Bereits im 12. Jahrhundert entstand an einer Furt der Zschopau eine Burg, die den wichtigen Handelsweg zwischen Leipzig und Prag – die sogenannte Salzstraße – sicherte. Rund um diese Befestigungsanlage entwickelte sich eine Siedlung, die 1286 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Schon wenige Jahre später wurde Zschopau als befestigte Stadt bezeichnet und entwickelte sich zu einem bedeutenden regionalen Handelsplatz.

Im Mittelalter profitierten die Einwohner vom Fernhandel und vom aufkommenden Bergbau. Silber-, Blei- und Eisenerzfunde brachten der Stadt wirtschaftlichen Aufschwung, auch wenn Zschopau nie die Bedeutung der großen erzgebirgischen Bergstädte wie Annaberg oder Schneeberg erreichte. 1493 erhielt die Stadt dennoch die Rechte einer Freien Bergstadt. Gleichzeitig entwickelten sich Handwerk und Tuchmacherei zu wichtigen Erwerbszweigen.

Ein prägendes Bauwerk dieser Zeit ist das heutige Schloss Wildeck. Die mittelalterliche Burg wurde Mitte des 16. Jahrhunderts unter Kurfürst Moritz von Sachsen zu einem repräsentativen Jagdschloss umgestaltet. Von hier aus wurden die ausgedehnten kurfürstlichen Wälder verwaltet. Auch die Stadtkirche St. Martin und das historische Rathaus zeugen bis heute von der Blütezeit der Renaissance- und Barockstadt.

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wandelte sich Zschopau grundlegend. Textilfabriken, Baumwollspinnereien und neue Gewerbebetriebe machten die Stadt zu einem wichtigen Industriestandort im Erzgebirge. Der Eisenbahnanschluss stärkte diese Entwicklung zusätzlich und verband Zschopau mit den aufstrebenden Wirtschaftsregionen Sachsens.

Weltweite Bekanntheit erlangte Zschopau schließlich durch den Motorradbau. Anfang des 20. Jahrhunderts gründete der dänische Ingenieur Jørgen Skafte Rasmussen hier sein Unternehmen, aus dem die Marke DKW hervorging. Mit den legendären Motorrädern von DKW und später MZ wurde Zschopau zur internationalen Motorradstadt. Über Jahrzehnte entstanden hier Fahrzeuge, die den Motorsport prägten und in viele Länder exportiert wurden. Die Motorradtradition ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der Identität der Stadt und wird unter anderem im Schloss Wildeck lebendig vermittelt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Zschopau ein bedeutender Industriestandort in der DDR und war von 1952 bis 1994 Kreisstadt. Seit 1999 trägt die Stadt den Titel einer Großen Kreisstadt. Heute verbindet Zschopau seine über 800-jährige Geschichte mit einer lebendigen Gegenwart. Historische Bauwerke, die traditionsreiche Motorradgeschichte und die reizvolle Landschaft des Erzgebirges machen die Stadt zu einem attraktiven Ausflugsziel und einem Ort, an dem Geschichte, Technik und Natur auf besondere Weise zusammenfinden.

Die Motorradstadt

Kaum ein Ort ist so eng mit der Geschichte des Motorradbaus verbunden wie Zschopau. Über Jahrzehnte trugen Maschinen aus der Erzgebirgsstadt den Namen Zschopau in die ganze Welt. Marken wie DKW und später MZ machten die Stadt zu einem Synonym für technische Innovation, Zuverlässigkeit und Motorsport. Bis heute ist dieser einzigartige Teil der Stadtgeschichte an vielen Orten spürbar – und macht Zschopau zu einem echten Pilgerziel für Motorradfans.

Alles begann 1907, als der dänische Ingenieur Jørgen Skafte Rasmussen in Zschopau eine Maschinenfabrik gründete. Was zunächst als kleines Unternehmen begann, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer Erfolgsgeschichte. 1922 rollte das erste DKW-Motorrad vom Band – der Auftakt für eine beispiellose Entwicklung. Bereits Ende der 1920er-Jahre galt das Werk mit einer Jahresproduktion von bis zu 60.000 Maschinen als größte Motorradfabrik der Welt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Erfolgsgeschichte unter dem Namen Motorradwerk Zschopau (MZ) fortgeschrieben. Modelle wie die RT, ES, TS oder ETZ wurden zu Kultfahrzeugen, die in mehr als 100 Länder exportiert wurden. Gleichzeitig feierten Fahrerinnen und Fahrer auf Maschinen aus Zschopau zahlreiche Erfolge im internationalen Motorsport – insbesondere bei den Internationalen Sechstagefahrten (ISDT), der „Olympiade des Motorradsports“. Damit wurde Zschopau nicht nur zu einem bedeutenden Industriestandort, sondern auch zu einem weltweit bekannten Zentrum des Endurosports.

Auch heute lebt die Motorradtradition in der Stadt weiter. Im Schloss Wildeck lädt die Ausstellung „MotorradTräume“ zu einer Zeitreise durch mehr als ein Jahrhundert Fahrzeuggeschichte ein. Originale DKW- und MZ-Motorräder, Rennmaschinen sowie zahlreiche Exponate erzählen von den Menschen, Ideen und Erfindungen, die Zschopau weltberühmt machten. Schloss Wildeck selbst erhebt sich auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg und verbindet auf eindrucksvolle Weise die Geschichte der Stadt mit ihrer industriellen Entwicklung.

Doch Zschopau ist weit mehr als nur eine Stadt mit großer Vergangenheit. Bis heute prägt die Motorradkultur das Stadtbild: Veranstaltungen, Oldtimertreffen und Motorsportevents bringen regelmäßig Fans aus ganz Deutschland und darüber hinaus ins Erzgebirge. Zwischen historischen Gassen, dem malerischen Zschopautal und der traditionsreichen Technikgeschichte erleben Besucherinnen und Besucher eine Stadt, in der Erfindergeist, Leidenschaft und Heimatgefühl seit über 100 Jahren auf zwei Rädern unterwegs sind.

„Zschap mei Geeß“

Wer heute durch Zschopau spaziert, folgt an vielen Stellen den Spuren eines der bedeutendsten mittelalterlichen Handelswege. Die Lange Straße verläuft noch immer entlang der historischen Route, die einst Kaufleute zwischen Leipzig und Prag nutzten. Am Ende des Weges führt die 1813 errichtete Steinbogenbrücke über die Zschopau – ganz in der Nähe der einstigen Furt, an der Reisende den Fluss schon Jahrhunderte zuvor überquerten.

An der Brücke erinnert eine Gedenktafel an diese bewegte Vergangenheit. Sie zeigt einen Händler mit seinem Pferdefuhrwerk und trägt die Inschrift „Zschap mei Geeß“ – „Zschopau, mein Jesus“. Der überlieferte Ausruf verdeutlicht die Erleichterung der Kaufleute, nach den beschwerlichen Wegen durch das Erzgebirge den sicheren Schutz der Stadt erreicht zu haben. Unwegsames Gelände, dichte Wälder und zahlreiche Gefahren machten jede Reise zu einer Herausforderung. Umso größer war die Freude, endlich das Stadttor von Zschopau vor sich zu sehen.

Vom Industriestandort zur modernen Mittelstandsstadt

Auch heute ist Zschopau ein bedeutender Wirtschaftsstandort im Erzgebirge. Innovative Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Metallverarbeitung und Automobilzulieferung knüpfen an die lange Tradition der Stadt als Zentrum des technischen Fortschritts an. Gemeinsam mit einem starken Handwerk, einem vielfältigen Dienstleistungsangebot und dem wachsenden Tourismus verbindet Zschopau erfolgreich industrielle Kompetenz mit hoher Lebensqualität.

Ein Lied für Zschopau

Zschap mei Geeß – Meine Stadt

Bildnachweis

Titelbild und Zschopau-Impressionen: Michael Müller (blende_einspunktacht)