Oschatz. Ä scheenes Fleggl!
Willkommen zur Oschatz-Woche bei „So geht Sächsisch.“! Vom 22. bis zum 28. Juni 2026 entdecken wir gemeinsam die Große Kreisstadt im Herzen Sachsens. Wir haben spannende „Oschätze“ gehoben und in kurzweilige Filme verpackt. Historische Sehenswürdigkeiten, musikalische Genüsse, gläserne Seide, knatternden Zweitakter und eine großen Portion Eisenbahnromantik – Für jeden Geschmack ist ein Highlight dabei.
In Oschatz gibt es unglaublich viel zu entdecken und zu erleben. Freut Euch auf sieben Tage voller Inspiration, spannender Geschichten und überraschender Einblicke in eine Stadt mit besonderem Charme!
Alle Videos auf einen Blick!
So schön ist Oschatz
Oschatz-Fakten
Oschatz, kurz vorgestellt!
Oschatz ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Nordsachsen und liegt im Tal der Döllnitz, etwa 55 Kilometer östlich von Leipzig. Die Stadt befindet sich in einer reizvollen Hügellandschaft zwischen der Dahlener Heide und dem Wermsdorfer Wald und bezeichnet sich selbst als „Stadt im Herzen Sachsens“.
Die Geschichte Oschatz reicht bis ins Mittelalter zurück. Begünstigt durch seine Lage an wichtigen Handelswegen entwickelte sich die Stadt früh zu einem regionalen Handels- und Handwerkszentrum. Zahlreiche historische Bauwerke in der Altstadt zeugen noch heute von dieser langen Entwicklung. Mit einer über 800-jährigen Geschichte gehört Oschatz zu den traditionsreichen Städten Sachsens.
Heute leben rund 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Oschatz. Damit ist die Stadt die größte Kommune im westlichen Teil des Landkreises Nordsachsen und übernimmt wichtige Funktionen als Wirtschafts-, Bildungs- und Verwaltungsstandort für die umliegende Region.
Ein lebendiges Geschichtsbuch!
Der Name Oschatz geht auf das altsorbische Wort osěč zurück und bedeutet so viel wie „durch einen Verhau geschützter Ort“. Er verweist auf eine frühmittelalterliche Befestigungsanlage, die den Ursprung der späteren Stadt bildete. Die volkstümliche Sage, der Name sei aus dem Ausruf „Oh Schatz!“ entstanden, gehört dagegen ins Reich der Legenden.
Die Geschichte Oschatz reicht bis in das frühe Mittelalter zurück. Begünstigt durch seine Lage an der bedeutenden Handelsstraße Via Regia entwickelte sich die Siedlung zu einem wichtigen Markt- und Handwerkszentrum. Im Jahr 1238 wurde Oschatz erstmals urkundlich erwähnt, die Stadtgründung erfolgte jedoch vermutlich bereits einige Jahrzehnte zuvor.
Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Oschatz sowohl Zeiten wirtschaftlicher Blüte als auch Rückschläge durch Kriege, Brände und Seuchen. Dennoch blieb die Stadt ein bedeutender regionaler Mittelpunkt. Zahlreiche historische Bauwerke wie das Vogtshaus, die Stadtkirche St. Aegidien und das Rathaus zeugen noch heute von dieser langen Geschichte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Oschatz als Kreisstadt weiter und wurde nach der deutschen Wiedervereinigung zur Großen Kreisstadt erhoben. Umfangreiche Sanierungen der historischen Altstadt sowie die Ausrichtung der Sächsischen Landesgartenschau im Jahr 2006 prägten die jüngere Stadtentwicklung. Heute verbindet Oschatz sein reiches historisches Erbe mit der Funktion als modernes Mittelzentrum im Herzen Sachsens.
Hopp, hopp, hopp ...
Carl Gottlieb Hering (*1766 in Schandau – †1853 in Zittau) gilt nicht nur als Begründer der deutschen Musikdidaktik sondern zählt auch zu den bedeutendsten, wenngleich auch etwas in Vergessenheit geratenen Komponisten Sachsens. Von 1795 bis 1811 wirkte er als Lehrer und später als Konrektor an der Lateinschule in Oschatz. Während dieser Zeit entstanden Kompositionen, die bis heute zum festen Bestandteil des deutschen Liedguts gehören.
Am bekanntesten sind die Melodie des Kinderliedes „Hopp, hopp, hopp, Pferdchen, lauf Galopp“. Generationen von Kindern sind mit dieser eingängigen Melodie aufgewachsen, die bis heute in Kindergärten und Familien gern und oft gesungen wird.
Neben „Hopp, hopp, hopp“ komponierte Hering auch die Melodie des Weihnachtsliedes „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ sowie weitere Kinder- und Volkslieder. Seine Arbeit als Pädagoge und Musiker machte Oschatz zu einem wichtigen Wirkungsort seines Schaffens. Noch heute erinnert eine Gedenktafel in der Stadt an den Komponisten, dessen Melodien weit über Sachsen hinaus bekannt wurden.
Sonnen-Hauptstadt Deutschlands
Oschatz darf sich mit einem Augenzwinkern als inoffizielle „Sonnen-Hauptstadt Deutschlands“ bezeichnen. Immer wieder belegt die Stadt bei den Auswertungen der Sonnenstunden Spitzenplätze im bundesweiten Vergleich. Im Jahr 2024 wurde in Oschatz sogar der höchste Wert aller deutschen Messstandorte registriert: Mehr als 2.000 Sonnenstunden machten die Stadt zum sonnigsten Ort Deutschlands.
Die besondere Lage im Herzen Sachsens sorgt häufig für freundliches Wetter und viele helle Tage. Das sonnige Klima prägt nicht nur das Lebensgefühl der Einwohnerinnen und Einwohner, sondern macht Oschatz auch für Besucher attraktiv. Ob beim Bummel durch die historische Altstadt, bei Ausflügen in die Dahlener Heide oder beim Blick vom Oschatzer Wahrzeichen, dem Südturm der St.-Aegidien-Kirche – Sonnenschein gehört hier oft zum Programm.
So ist die Bezeichnung „Sonnen-Hauptstadt Deutschlands“ zwar kein offizieller Titel, passt aber hervorragend zu einer Stadt, die regelmäßig zu den sonnigsten Orten des Landes zählt.
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Bildnachweise
→ Titelbild: Sächsische Staatskanzlei, Foto: Andreas Gosch
→ Oschatz-Impressionen: Corinna und Thomas Malik © Fotostudio Corinna Oschatz