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Reisen & Entdecken

Borna. Musste erlebt ham.

Region Leipzig

Borna. Ä scheenes Fleggl!

Willkommen in Borna! Willkommen zur Borna-Woche bei „So geht Sächsisch.“! Gemeinsam entdecken wir vom 17. bis zum 23. August 2026 die Große Kreisstadt im Leipziger Neuseenland die in diesem Jahr ihr 775. Stadtjubiläum feiert. Eine Stadt voller Geschichte, Kultur und überraschender Geschichten. In sieben kurzweiligen Filmen begegnen wir einem eiszeitlichen Mammut, lernen die Kleinstadtladies kennen, werfen einen Blick ins Stadtmuseum, erfahren, warum die Emmauskirche einst komplett woanders stand, stimmen das Bornaer Zwiebellied an, genießen die Natur am Bockwitzer See und entdecken noch vieles, vieles mehr – für jeden künftigen Borna-Fan ist etwas dabei.

Lasst euch überraschen, schmunzelt mit uns und entdeckt Borna von einer Seite, die selbst viele Sachsen noch nicht kennen. Viel Freude bei der Borna-Woche – und vielleicht ist Borna das Ziel und die anstehende Festwoche zum 775-Jahr-Jubiläum der perfekte Anlass für den nächsten Ausflug! 

Alle Videos auf einen Blick!

17. August 2026

Borna – Wo alles begann

Museumsleiter Thomas weiß: Miltschus Bornas Geschichte beginnt dort, wo man es heute kaum vermuten würde. Um 1000 n. Chr. entstand neben einer Wasserburg die erste Siedlung – weit außerhalb der heutigen Innenstadt. Später entwickelte sich die Stadt weiter und wurde zu dem Borna, das wir heute kennen. Was heute unscheinbar wirkt, steckt voller Geschichte. Und bald könnt ihr noch viel mehr davon im sanierten Stadtmuseum Borna entdecken. 

18. August 2026

Die Kleinstadtladys

Die Kleinstadtladys sind absolute Power-Frauen aus Borna! Ihre Mission: Frauen sichtbar machen, stärken und ermutigen, ihre eigenen Ideen und Visionen zu verwirklichen. Female Empowerment bedeutet für sie: Bühne frei, laut sein, sich gegenseitig supporten und einfach mal den Mut haben, ein Statement zu setzen. 

19. August 2026

Das Mammut von Borna

Was heute von dem einst über 5 Meter langen und 3 Meter hohen Urzeitwesen übrig ist, sind verkohlte Knochenfragmente – Überreste der Bombennacht von 1943 – und wird heute in Leipzig aufbewahrt. Wo genau die Geschichte dieses besonderen Fundes begann zeigt uns Ronny Maik Leder, Dirketor des Naturkundemuseums Leipzig. 

20. August 2026

Der Ort der Erinnerungen

Im neuen Dokumentationszentrum für Regional- und Wirtschaftsgeschichte im Landkreis Leipzig soll genau das möglich werden: Geschichte nicht nur aus Büchern lernen, sondern sie anhand von Dokumenten, Bildern und Objekten selbst entdecken. Ein Ort zum Forschen, Lernen und miteinander ins Gespräch kommen. Denn wer verstehen möchte, was vor uns liegt, sollte wissen, was hinter uns liegt.

21. August 2026

Das Bornaer Zwiebellied

„Zwiebelborne, das bleibt“ – einmal gehört, bekommt man diesen Ohrwurm so schnell nicht mehr aus dem Kopf. Das Lied erzählt mit viel Augenzwinkern von Borna und seiner Geschichte: von den Zwiebeln, die hier einst weit und breit angebaut wurden, bis hin zum Wandel durch den Braunkohleabbau und die Vision einer neuen Seenlandschaft.

22. August 2026

Nur für sanfte Touristen!

Wo früher Braunkohle abgebaut wurde, ist heute ein besonderer Lebensraum entstanden. Am Bockwitzer See bei Borna treffen Vergangenheit und Natur aufeinander: Bis 1992 wurde hier Braunkohle abgebaut. Heute ist es ein Naturschutzgebiet. Und wer hierherkommt, weiß Tomas Brückmann (Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt) zu berichten, kann Ruhe finden, seltene Tiere und Pflanzen entdecken.

23. August 2026

Ein Kirchlein auf Reisen

Superintendent Jochen Kinder erzählt wie die Emmauskirche 2007 nach Borna, weil ihr ursprünglicher Standort, der Ort Heuersdorf, dem Braunkohleabbau weichen musste. Heute steht ihre Tür offen. Für Menschen, die ihre alte Heimat verloren und eine neue gefunden haben. Für Menschen, die sich erinnern können und wollen. Und für alle, die einfach neugierig auf ein Stück Geschichte sind. Denn vielleicht bedeutet Veränderung nicht nur Abschied. Vielleicht kann daraus auch etwas Neues entstehen. Ein Ort der Hoffnung.

Trailer

Auf nach Borna!

Ab kommenden Montag geht's nach Borna - Eine Stadt die in Kürze ihr 775-jähriges Jubiläum feiert! Und wir können schon mal verraten: Die Woche vom 17. bis zum 23. August 2026 wird überraschend vielseitig. Ein Urzeitgeschöpf, eine kleine Kirche auf Reisen, ein See für sanfte Touristen, Menschen mit Herzblut, Ein Lied für eine der ältesten Kulturpflanzen und spannende Projekte, die zeigen wie lebendig Borna ist.

So schön ist Borna!

Zwiebelborne, das bleibt!

Das Bornaer Zwiebellied ist ein wunderbarer Klassiker volkstümlicher Musik aus Sachsen der nicht mehr aus dem Gehörgang herausgeht. Und weil das so ist, haben wir das Zwiebellied einmal in vier unterschiedliche musikalische Genres getaucht. Na? Welche Version ist Euer Favorit?

Rock around the Zwiebel!

God save the Zwiebel!

Kuschelige Rock-Zwiebel

Zwiebelatemlos

Borna-Fakten

Borna, kurz vorgestellt!

Borna ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Leipzig und liegt rund 30 Kilometer südlich der Messestadt in der Leipziger Tieflandsbucht. Die Stadt wird vom Fluss Wyhra durchzogen und bildet das Tor zum Leipziger Neuseenland, dessen Landschaft durch den ehemaligen Braunkohletagebau geprägt wurde. Heute verbinden sich hier Natur, Seenlandschaft und Stadtgeschichte auf besondere Weise. Rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner leben in Borna.

Die Geschichte Bornas reicht bis ins 7. Jahrhundert zurück. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handels- und Verwaltungszentrum. Später prägte vor allem der Braunkohlenbergbau die wirtschaftliche Entwicklung und veränderte die Landschaft nachhaltig. Nach dem Ende des Tagebaus entstanden zahlreiche Seen, die heute das Leipziger Neuseenland bilden und Borna zu einem attraktiven Ausgangspunkt für Erholung und Freizeit machen.

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen der historische Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus, das Reichstor als einzig erhaltenes Stadttor, die spätgotische Stadtkirche St. Marien sowie die romanische Emmauskirche, die aufgrund des Braunkohletagebaus aus dem Ort Heuersdorf nach Borna umgesetzt wurde. 

Es war einmal vor langer Zeit ...

Der Name Borna leitet sich vom mittelniederdeutschen Wort „born“ oder „borne“ ab und bedeutet Brunnen oder Quelle. Borna ist entstand also als „Siedlung am Quellwasser“ oder „Ort an einer Quelle“ was auf die natürlichen Quellen, die den ursprünglichen Siedlungskern prägten, verweist.

Die Ursprünge Bornas reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Ausgehend von den Siedlungen Altstadt Borna und Wenigborn entstand an einer bedeutenden Heer- und Salzstraße eine Kaufmannssiedlung, die sich rasch zu einem regionalen Handelszentrum entwickelte. Im Jahr 1251 wurde Borna erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Mit dem Bau der Kunigundenkirche, des Marktplatzes, des Rathauses und der Stadtkirche St. Marien erhielt die Stadt im Mittelalter ihr bis heute prägendes Gesicht.

Die Geschichte Bornas war von zahlreichen Kriegen, Stadtbränden und politischen Umbrüchen geprägt. Dennoch entwickelte sich die Stadt stetig weiter. Im 19. Jahrhundert leitete die Industrialisierung einen tiefgreifenden Wandel ein: Der Braunkohlenbergbau und der Eisenbahnanschluss machten Borna zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort. Heute verbindet die Stadt ihr historisches Erbe mit den Landschaften des Leipziger Neuseenlands und ist ein lebendiges Zentrum im Süden der Region Leipzig.

Die Zwiebelstadt

Die Zwiebel ist untrennbar mit der Geschichte Bornas verbunden und gilt bis heute als Wahrzeichen der Stadt. Bereits seit dem 16. Jahrhundert spezialisierten sich zahlreiche Feldgärtner – insbesondere im heutigen Ortsteil Altstadt Borna – auf den Zwiebelanbau. Die fruchtbaren Böden der Wyhra-Aue und die günstigen klimatischen Bedingungen machten die Region zu einem idealen Anbaugebiet.

Schon früh erlangten die „Bornischen Zwiebeln“ überregionale Bekanntheit. Mit dem Ausbau der Eisenbahn wurden sie bis nach Bayern, Böhmen, Thüringen, Hamburg und sogar nach England gehandelt. Der Erfolg des Zwiebelanbaus brachte Borna den bis heute bekannten Beinamen „Zwibbel-Borne“ ein.

Doch die Zwiebel prägte nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das kulturelle Leben der Stadt. Sie inspirierte Bräuche, Feste und sogar kulinarische Spezialitäten wie die „Bornaer Zwiebel“, ein Gebäck mit Mokkafüllung. Auch die Bornaer Zwiebelkantate sowie das Folkloreprogramm „Bornaer Zwiebelmarkt“ erinnern an die traditionsreiche Feldgärtnerei.

Bis heute lebt dieses Erbe im Bornaer Zwiebelfest fort. Als eines der wichtigsten Stadtfeste erinnert es an die Zeit, in der der Zwiebelanbau das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Bornas maßgeblich prägte. So steht die Zwiebel bis heute als Symbol für den Fleiß, die Ausdauer und den Unternehmergeist der Bornaer Feldgärtner – und für ein Stück Stadtgeschichte, das die Identität Bornas bis heute prägt.

Hirstorische Persönlichkeiten in Borna

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Stadt Borna zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht oder geprägt. Zu ihnen zählt Wilhelm Külz (1875 – 1948), der in Borna geboren wurde und später als Reichsinnenminister sowie Mitbegründer der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDPD) zu den einflussreichsten liberalen Politikern des 20. Jahrhunderts gehörte.

Die Malerin und Grafikerin Martha Schrag (1870 – 1957) wurde ebenfalls in Borna geboren. Als Vertreterin des Expressionismus widmete sie sich vor allem dem Leben der arbeitenden Menschen und zählt zu den bedeutenden Künstlerinnen Sachsens.

Mit Clemens Thieme (1861 – 1945) stammt auch der Initiator des Leipziger Völkerschlachtdenkmals aus Borna. Sein unermüdliches Engagement machte die Errichtung des monumentalen Bauwerks erst möglich. An sein Geburtshaus erinnert heute das Thiemehaus in der Stadt.

Der Humanist, Pädagoge und neulateinische Dichter Martin Hayneccius (1544 – 1611) wurde in Borna geboren. Als Rektor der Fürstenschule Grimma gehörte er zu den bedeutendsten Gelehrten der Reformationszeit und prägte das Bildungswesen seiner Epoche nachhaltig.

Auch Martin Luther (1483 – 1546) ist eng mit Borna verbunden. Auf seiner Reise von der Wartburg nach Wittenberg machte der Reformator im März 1522 Station in der Stadt, verfasste hier seinen berühmten Aschermittwochsbrief und predigte in den folgenden Jahren mehrfach in der Stadtkirche St. Marien. Sein Wirken ist bis heute an verschiedenen Orten im Stadtbild präsent.

Ganz schön lebenswert!

Borna verbindet die Vorzüge einer lebenswerten Mittelstadt mit der Dynamik der Wirtschaftsregion Leipzig. Dank der direkten Anbindung an die Bundesautobahn A72 und der Nähe zur Messestadt Leipzig ist Borna ein attraktiver Standort für Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Logistik. Gleichzeitig prägen innovative Branchen wie Kommunikations- und Steuerungstechnik, Chemie- und Kunststoffindustrie sowie moderne Energiewirtschaft den wirtschaftlichen Wandel der Stadt.

Als Kreisstadt des Landkreises Leipzig verfügt Borna über eine hervorragend ausgebaute Bildungs- und Gesundheitsinfrastruktur. Mehrere Grundschulen, eine Oberschule, ein Gymnasium sowie zahlreiche berufsbildende Einrichtungen bieten beste Voraussetzungen für Bildung und Ausbildung. Die Nähe zu renommierten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Leipzig, Chemnitz und Halle eröffnet darüber hinaus vielfältige Perspektiven für Studium, Wissenschaft und Fachkräfte. Mit dem Klinikum Borna als akademischem Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig besitzt die Stadt zudem einen der wichtigsten Gesundheitsstandorte der Region.

Auch kulturell hat Borna viel zu bieten. Historische Bauwerke, die traditionsreiche Altstadt und das überregional bekannte Zwiebelfest prägen das Stadtleben ebenso wie Museen, Theater- und Konzertveranstaltungen sowie ein vielfältiges Vereinsleben. Als Tor zum Leipziger Neuseenland verbindet Borna urbanes Leben mit naturnaher Erholung und entwickelt sich kontinuierlich zu einem modernen, familienfreundlichen Wohn-, Arbeits- und Freizeitstandort im Süden der Metropolregion Leipzig.

10 Dinge die man über Borna wissen sollte

1. Eine ganze Kirche zog nach Borna um: Die romanische Emmauskirche wurde 2007 nicht Stein für Stein abgetragen, sondern als komplettes Gebäude vom Ort Heuersdorf nach Borna transportiert. Die rund 660 Tonnen schwere Kirche legte auf Spezialfahrzeugen etwa zwölf Kilometer zurück – eine deutschlandweit außergewöhnliche Bauleistung. 

2. Borna war als „Zwibbel-Borne“ bekannt: Die Stadt verdankte ihren Ruf jahrhundertelang dem Zwiebelanbau. Die „Bornischen Zwiebeln“ wurden bis nach Bayern, Böhmen, Hamburg und sogar nach England verkauft. 

3. Hier gab es Wettbewerbe für die größte Zwiebel: Seit 1928 wurde jährlich ein silberner Wanderpokal für die größte Bornaer Zwiebel vergeben. Das Rekordexemplar wog beeindruckende 614 Gramm

4. Es gab sogar eine süße Zwiebel: Die „Bornaer Zwiebel“ war kein Gemüse, sondern ein beliebtes Konditoreigebäck mit Mokkafüllung, das bis ins Ausland verschickt wurde. 

5. Zwiebeln als Wetterbericht: Im Mittelalter legte man in der Neujahrsnacht zwölf mit Salz bestreute Zwiebeln aus. Je nachdem, welche Zwiebel Feuchtigkeit zog, sagte man Regen oder Trockenheit für den jeweiligen Monat voraus. 

6. Zwiebeln gegen Hexen: Ebenfalls im Mittelalter hängte man in der Region drei weiße Zwiebeln in den Stall, um das Vieh vor Hexen und bösen Geistern zu schützen. 

7. Der Zwiebellauf: Beim Bornaer Zwiebellauf gibt es keine Medaillen pro Runde – stattdessen erhalten die Teilnehmer für jede gelaufene Stadionrunde eine Zwiebel. Diese ungewöhnliche Tradition besteht seit 1987. 

8. Das Bornavirus trägt den Namen der Stadt: 1885 trat in Borna eine rätselhafte Erkrankung bei Kavalleriepferden auf. Die Krankheit wurde später als Borna-Krankheit bekannt, und das verursachende Bornavirus erhielt ebenfalls den Namen der Stadt. Weltweit kennen Virologen den Namen Borna deshalb aus der medizinischen Forschung. 

9. Das größte Schulhaus Sachsens: Als die Dinterschule 1876 eröffnet wurde, galt sie als größtes Schulgebäude Sachsens

10. Borna rettete ein ganzes Stück Geschichte: Die Umsetzung der Emmauskirche bewahrte eines der ältesten Gotteshäuser Sachsens vor dem Abriss durch den Braunkohletagebau. Heute steht die Kirche auf dem Martin-Luther-Platz und gilt als Wahrzeichen des Strukturwandels.

Bildnachweis

Titelbild: Stadtverwaltung Borna
Borna-Impressionen: Manuela Buettner