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Handwerkskunst

Mühle Rasierer

Erzgebirge
Hochwertige Rasierstiele aufgereiht

Rasur als Prozedur

Im Durchschnitt rasiert sich ein Mann 21.000-mal in seinem Leben und verbringt damit rund 3.500 Stunden. Rasieren ist für viele ein Akt morgendlicher Selbstbeschleunigung. So als wären Wangen und Kinn eine Formel-1-Strecke. Doch nicht alle greifen auf den Akkurasierer zurück. Bei Entschleunigung und einer achtsamen Rasur hilft MÜHLE – Rasurkultur made in Sachsen.

Mühle Porträt Film

MÜHLE portrait movie

Gut geseift ist halb rasiert

Mit Liebe zum Detail produzieren die Manufakturisten Rasierpinsel, Rasierer, Rasiersets, Pflegeserien, Seifen und Cremes, ein kultiviertes Produktprogramm für die Nassrasur also. Im erzgebirgischen Stützengrün sind alle handwerklichen Schritte ohne Ausnahme Handarbeit. Seit 1945 werden hier Rasierpinsel hergestellt. Ihren Namen verdankt die Manufaktur dem Gründer des Unternehmens, Otto Johannes Müller. Eine Mühle zierte einst als Signet die schlichten Borstenpinsel, die in einer Waschküche hergestellt wurden. Die Erzeugnisse verließen das Erzgebirge auf Pferdefuhrwerken, wurden dann verschifft bis in die USA.

Familientradition und Innovation

Die Nachfahren des einstigen Bürstenmachers in Stützengrün fertigen Rasierpinsel noch immer ganz traditionell. Christian Müller lernte im Geschäft seines Vaters. Auch Bruder Andreas stieg später in das Unternehmen ein. Seit 2006 führen die Söhne die Firma unter der Dachmarke MÜHLE und einem neuen Corporate Design. Mit ihrem Hang zur Qualität und ihrer Liebe zum Handwerk setzten sie sich durch. Das Produktprogramm wurde zu einem hochwertigen Vollsortiment entwickelt. Dem Barbier-Motto „Gut geseift ist halb rasiert“ folgend, wurde 2008 die erste komplette Pflegeserie für die Nassrasur, MÜHLE SKIN CARE, vorgestellt. Seifen, Cremes und Lotions bestehen zu 99 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen, Bienenwachs und mineralischen Komponenten. Die Parfümierung entsteht aus ätherischen Ölen und naturidentischen Stoffen.  Besonderes Markenzeichen sind die handgebundenen Rasierpinsel, vom Silberspitz-Dachszupf bis zur hochwertigen veganen Kunstfaser.

Eine Reise in Vergangenheit und Gegenwart

2008 eröffnete die Manufaktur den gläsernen Schauraum. Besucher können den Meistern ihrer Zunft über die Schulter schauen und erleben, wie mit Hilfe historischer Werkzeuge handgefertigte Unikate entstehen. Das sich anschließende Museum erzählt die Geschichte des Barbierhandwerks: In einem historischen Frisörsalon der 1930er-Jahre erwarten den Besucher 1.000 Exponate, die 200 Jahre Rasurkultur illustrieren.

Das Motto in Stützengrün ist klar: Der Anspruch an eine gepflegte Rasur gleicht dem Anspruch an sich selbst. Der Mann, der Werte wie Zeit, Hingabe, Wissen und Können erkennt, begibt sich bei der Manufaktur MÜHLE in Expertenhand. Mit diesen Produkten wird Rasieren von der Last zum Ritual.

Fotos im Beitrag: Amac Garbe

Welterbe, Wunschheimat, Wirtschaftsraum

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"Die feine sächsische Art."