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Reisen & Entdecken

Fettnäpfchenführer Sachsen

Der unterhaltsame Reiseknigge

Sachsen entdecken, verstehen – und dabei möglichst nicht ins Fettnäpfchen treten: Genau darum geht es im „Fettnäpfchenführer Sachsen“ von Kristina vom Dorf.

Der Plot: Der Frankfurter Tobias macht sich auf den Weg in den „wilden Osten“, um seiner Leipzigerin Jenny näherzukommen. Was als Reise zu seiner Liebsten beginnt, entwickelt sich schnell zu einem ebenso humorvollen wie überraschenden Streifzug durch die sächsische Lebensart. Denn zwischen der hessischen Mainmetropole und Sachsen liegen nicht nur einige Kilometer, sondern auch so manche kulturelle Eigenheit, die Tobias erst einmal verstehen muss. Ob Sprache, Mentalität oder regionale Gepflogenheiten – immer wieder sorgen kulturelle Missverständnisse für skurrile Situationen und herzliche Lacher.

Doch am Ende stellt sich für Tobias eine ganz andere Frage: Könnte er sich tatsächlich vorstellen, die Freiheit und Weite Sachsens gegen die Wolkenkratzer und das hektische Leben Frankfurts einzutauschen? Oder hat ihm seine Reise in den wilden Osten gezeigt, dass Heimat manchmal dort beginnt, wo man sie zunächst gar nicht erwartet?

Die Antwort darauf findet jeder Leser selbst.

Die Autorin

Kristina vom Dorf ist ein Dorfmädchen durch und durch. Aufgewachsen in einer 750-Seelen-Gemeinde in Sachsen, zog es sie für sieben Jahre ins Ausland und anschließend mehr als zehn Jahre fernab ihrer sächsischen Heimat. Inzwischen ist sie in den „wilden Osten“ zurückgekehrt – und bringt ihre Verbundenheit mit Sachsen nicht nur als Autorin zum Ausdruck. Auf ihren Social-Media-Kanälen ist sie als „Sachsen Muddi“ unterwegs und bringt ihren Followern mit viel Humor und Leidenschaft den sächsischen Dialekt näher. Mit dem „Fettnäpfchenführer Sachsen“ verbindet sie ihre persönlichen Erfahrungen, ihre Liebe zur sächsischen Heimat und ihren besonderen Blick auf die kleinen kulturellen Unterschiede, die Sachsen so einzigartig machen.

Foto: Kai Schmidsberger

Sachsen erleben – ohne ins Fettnäpfchen zu treten

Der „Fettnäpfchenführer Sachsen“ verbindet unterhaltsame Geschichten mit interessanten Hintergrundinformationen zur sächsischen Kultur. So erfahren Leserinnen und Leser ganz nebenbei, warum die Sachsen manches anders machen, wie bestimmte Eigenheiten zu verstehen sind und weshalb es sich lohnt, genauer hinzuschauen – oder zuzuhören.

Das Buch ist damit weit mehr als ein klassischer Reiseführer: Es ist eine humorvolle Einladung, Sachsen mit anderen Augen zu entdecken und Land und Leute besser zu verstehen.

  • Kulturelle Missverständnisse humorvoll erzählt und augenzwinkernd erklärt
  • Spannende Hintergrundinformationen zur sächsischen Lebensart und Kultur
  • Unterhaltsame Einblicke in regionale Besonderheiten und kulinarische Eigenheiten
  • Ein persönliches und lebendiges Lesevergnügen für Sachsen-Kenner und Sachsen-Entdecker

4 Fragen rund ums Buch

Kurz vor Veröffentlichung des Fettnäpfchenführers Sachsen stand uns Autorin Kristina vom Dorf für vier Fragen rund um ihr neuestes Werk zur Verfügung.

Wie kam es zu dem Buchprojekt – lang gehegter Wunsch ein solches Werk zu verfassen oder spontane Eingebung?

Ich kannte die Buchreihe schon, weil sich die Fettnäpfchenfüher hauptsächlich mit dem Ausland beschäftigen und die Eigenheiten verschiediedener Kulturen aufzeigen. Es ist ein gutes Zeichen, dass Sachsen jetzt als eines der wenigen regionalen Fettnäpchenführer neben Bayern und Ostfriesland glänzen darf, das hat mich motiviert das Buch zu schreiben. Ich wusste von Anfang an, dass es viel zu berichten gibt.

Besonders gereizt hat mich auch, dass die "Fettnäpfchenreihe" immer eine Geschichte erzählt, rund um die Fakten. Es führen zwei Hauptfiguren durch das Buch, das hatte ich in meinen bisherigen Büchern so nicht. Ich habe ja auch eine Zeit lang ein Studium in Richtung Romanschreiben besucht, da entwickelt man auch Figuren und haucht ihnen Leben ein. Es war ein Hochgenuss für mich, die Sächsin Jenny und den Frankfurter Tobias gemeinsam durch Sachsen zu schicken.

Wie viel Kristina steckt in der Protagonistin Jenny und wer war die Vorlage für Jenny’s Freund Tobias?

In Jenny steckt ganz viel Kristina, aber dennoch gibt es auch Unterschiede. Die Liebe zu unsere Heimat und dem Dialekt, die Mischung aus Dorfkind und Weltenbummlerin, der Job, all das haben Jenny und ich gemeinsam. Jennys Oma aus dem Erzgebirge dagegen, ist zum Beispiel frei erfunden. Ich glaube Tobias ist dagegen eine Mischungs aus meinen eigenen Vorurteilen gegenüber manchen Großstädtern und Bankern, Menschen die ich in meinem Leben getroffen habe, die durch mich ihre Liebe zu Sachsen entdeckt haben und der Wunschvorstellung, dass sich Gegensätze anziehen und zu Liebe werden können.

Welche neuen Erkenntnisse über Sachsen und die äußere Wahrnehmung darauf hast Du während des Schreibens gewonnen?

Ich hatte vor der Recherche Bedenken, dass viele Vorurteile über uns Sachsen nur noch in unseren eigenen Köpfen stattfinden und wir uns das ein Stück weit einreden. Als ich dann die ersten Interviews geführt habe wurde mir klar, dass es eigentlich sogar viel schlimmer ist, als ich dachte. Vorurteile die über Generationen weitergegben werden. Ansichten von Menschen, die nach der Wende nie im Osten waren und dennoch eine ganz klare Meinung zu unserer Region haben. Mir ist aber eben auch aufgefallen, wie schnell sich Uhießsche in unser Bundesland und die Menschen hier verlieben und gar nicht mehr zurück wollen, wenn sie einmal hier leben. Ich bin selbst letzten Monat von Bayern zurück nach Sachsen gezogen, poste regelmäßig Bilder aus Leipzig und der Umgebung. Wir hatten in den letzten Wochen ständig Besuch, weil den Nürnbergern offensichtlich nicht klar war, wie wunderschön Leipzig ist. Deshalb bin ich mir sicher, dass sich der Blick auf Sachsen und den Osten in den nächsten Jahren ändern wird. Allein durch Social Media ist da so viel möglich. Da muss selbst der letzte Zweifler irgendwann erkennen, dass wir Sachsen auch für Fortschritt und Moderne stehen, dass wir Städte haben die in deutschlandweiten Rankings beim Wohlfühlfaktor die ersten Plätze belegen und einzigartig sind, und dass wir sogar bei der Gastfreudlichkeit obenauf sind.

Gibt es schon Folgeprojekte mit Sachsen-Bezug oder widmest Du Dich gar einem anderen Bundesland?

Ich schreibe derzeit an einem sächsischen Backbuch. Vor zwei Jahren habe ich ja zusammen mit dem Leipziger Koch Jörg Färber unser Kochbuch "Sächsisches Allerlei" veröffentlicht. Dazu kommt nächstes Jahr noch das Backbuch "Die süßen Sachsen" raus. Natürlich dürfen Eierschecke, Stollen, Meißner Fummel und Pfefferkuchen nicht fehlen, aber wir kramen auch ganz tief in Omas Rezeptekiste und bringen gleichzeitig neuen Wind in die sächsische Backstube. Natürlich gehe ich auch weiterhin mit meinen Büchern auf Tour und plane zukünftig auch mehr Auftritte außerhalb Sachsens. Wir Sachsen wissen ja schließlich selbst, wie schön es bei uns ist und den anderen werde ich davon berichten.