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PI ROPE

Chemnitz

Chemnitzer Faserspeichen-Pioniere

Federleicht & ultrastabil

Na gut, so leicht wie eine Feder ist sie nicht ganz, die innovative Kunstfaserspeiche der Chemnitzer Speichen- und Laufradmanufaktur PI ROPE, aber mit gerade mal 2,2 Gramm nah dran. Das Geheimnis: die Kunstfaser Vectran, ein absolutes Hochleistungsprodukt, ultraleicht, stabil, belastbar, witterungsbeständig.

Statt auf Stahl, Aluminium oder Carbon setzt das Team von PI ROPE aus Chemnitz auf Speichen aus hochfesten, synthetischen Fasern, die eine erhebliche Gewichtsersparnis mit sich bringen. Fünfmal leichter als eine Stahlspeiche, nahezu bruchsicher – das Versprechen der Chemnitzer Leichtbauexperten ist groß. Ob sie sich selbst als Pioniere bezeichnen würden? Ingo Berbig, Mitbegründer und Geschäftsführer der PI ROPE GmbH, schmunzelt: „Eher als Team, das abseits des Bekannten Möglichkeiten erkennt. Und natürlich sind wir leidenschaftliche Radsportfans.“

Die Passion für das Radfahren und die Suche nach passenderen Materialien für besondere Anforderungen im Radsport – seit 2006 beschäftigen sich die Gründer bereits mit den Grundlagen der verwendeten Materialien. Schon bald entwickelte sich die Idee einer Fahrradanwendung. 2014 stand dann der erste Prototyp bereit, und nach der Patentanmeldung im Jahr 2016 ging PI ROPE im November 2017 in Gründung.

Das Know-how des fünfköpfigen Teams steckt mitnichten nur im Herstellungsprozess des Fasergeflechts, sondern auch in der besonderen Verankerung der textilen Speichen in Nabe und Felge. „Wir haben die Speiche komplett neu betrachtet und auf den Prüfstand gestellt, uns nicht mit herkömmlichen Materialien zufrieden gestellt“, betont PI ROPE-Chef Ingo Berbig. „Schließlich ist es uns gelungen, eine völlig neue Anbindung des textilen Geflechts an einen metallischen Endverbinder zu entwickeln. Das ist sicherlich nicht nur für die Radbranche interessant.“ Einsatzgebiete sieht er in erster Linie im Maschinenbau, aber auch im Leichtbau - überall dort, wo Dinge zentriert oder abgespannt werden, beispielsweise in Trag- und Fachwerken.

Wie groß der Bedarf bereits jetzt ist, davon zeugt die Geschäftsentwicklung seit der Firmengründung vor fünf Jahren. „Die Umsatzzahlen sind Jahr für Jahr gestiegen, ebenso unser Kundenstamm“, erläutert Ingo Berbig. „Das liegt sicher in erster Linie an der wachsenden Bekanntheit unserer Marke und weniger am generellen Boom der Radbranche, denn der spielt sich eher im niedrigen und mittleren Preissegment ab. Unsere Produkte sind hochpreisig.“

Und wie funktioniert sie nun genau, die „Super-Speiche“? „Verglichen mit einer Stahlspeiche leitet unsere textile Speiche die Schwingungen nicht weiter, sondern absorbiert sie direkt am Entstehungsort“, erklärt der Experte. Dies sorge für einen deutlich verbesserten Bodenkontakt, eine direktere Kraftübertragung und am Ende für eine geringere Belastung für den Fahrer.

PI ROPE steht im Übrigen für PI - die Kreiszahl - und ROPE - das Seil. Auch eine Art, die eigene Passion auf den Punkt zu bringen.

PI ROPE

Die Speichen- und Laufradmanufaktur und fertigt in aufwendiger Handarbeit besonders leichte Laufräder mit textilen Speichen.

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