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Leben & Arbeiten

Genuss-Welt Richter erhält Auszeichnung

Foto: Jan Görner

Interview mit Yvonne Richter, Inhaberin

Ursprünglich als Kaffeegeschäft in Zwickau gegründet, hat sich die Genuss-Welt Richter zu einem Anlaufpunkt für Liebhaber von Delikatessen entwickelt. Kürzlich erhielt das Team eine besondere Auszeichnung für die Marmeladen-Kreationen. Wir haben uns mit Inhaberin Yvonne Richter über die Ursprünge des Ladens, Röstverfahren und den Weg zum Fruchtaufstrich-Produzenten unterhalten.

Wie kam es einst zur Gründung des Geschäftes in Zwickau?

Yvonne Richter: Wir waren immer auf der Suche nach einem guten Kaffee und irgendwann der Meinung, wir müssen das Thema selbst in die Hand nehmen. Im Jahr 2004 haben wir den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und unser Hobby zum Beruf gemacht. Aus unserem kleinen Kaffee- und Delikatessengeschäft in Zwickau wurde im Jahr 2009 eine Kaffeerösterei. Wir stellen immer wieder fest: Qualität und Genuss sind gefragt – und zwar deutschlandweit!

Wodurch zeichnet sich ihr Kaffee aus?

Yvonne Richter: Wir kaufen ausschließlich hochwertige Spezialitätenkaffees ein und rösten diese im Trommelröstverfahren. Das Trommelröstverfahren ist ein sehr schonendes Röstverfahren, bei dem der Kaffee bei maximal 240°C zwischen 15 und 20 Minuten geröstet wird. Durch diese Langzeitröstung enthält der Kaffee kaum Bitterstoffe und wenig Säure. Zudem legen wir beim Einkauf unserer Rohkaffees großen Wert auf die Rückverfolgbarkeit der Proviencen.

Foto: Jan Görner
Foto: Jan Görner

Doch in der Genuss-Welt dreht sich nicht alles nur um den Kaffee. Was gehört noch zum Angebot?

Yvonne Richter: Das stimmt! Neben dem Kaffee halten wir deshalb auch weitere Leckereien wie hochwertige Schokoladen, feinste Tees, Wein sowie deutsche und italienische Delikatessen bereit. Und seit kurzer Zeit wird unser Portfolio auch durch Marmeladen ergänzt.

Wie kam es zu dieser Erweiterung?

Yvonne Richter: Wir haben unser Portfolio über die Jahre stetig erweitert, so etwa zunächst auch Marmelade von einer Manufaktur bezogen. Als die Dame uns mitteilte, ihr Geschäft aufgeben zu wollen, haben wir nicht lange überlegt. In unserem Wohnhaus wurde kurzerhand ein Raum zur Küche umgebaut und mein Mann durch die bisherige Produzentin angelernt. Seit August 2020 bieten wir unsere eigenen Fruchtaufstriche an. Wir haben einige Rezepte übernommen, aber auch viele eigene Kreationen umgesetzt.

Foto: Jan Görner
Foto: Jan Görner

Wie erfolgt die Produktion?

Yvonne Richter: Die ersten Versuche machen wir immer in einem kleinen Kochtopf. In der größeren Produktionsrunde werden es dann meist um die 50 Gläser. Es ist eine Familienproduktion, in die alle Mitglieder eingebunden sind. Unsere Kinder haben beispielsweise viel Freude dran, die Produkte mit den entsprechenden Aufklebern zu versehen.

Kürzlich wurden mehrere Marmeladen ausgezeichnet. Wie kam es dazu?

Yvonne Richter: Wir haben eher zufällig gehört, dass in England jährlich die „World Marmelade Awards“ vergeben werden. In der Szene spricht man von den Marmeladen-Oscars. Wir wollten unser Glück versuchen und haben fünf Kreationen eingeschickt. Unsere „Cedro-Gin“ ist nur einen Punkt am Gold-Prädikat vorbeigeschrammt. Auch unsere „Cedro-Limoncello“-Variante hat sich Silber gesichert. Unsere Variationen „Orange-Whiskey“, „Vanille-Zitrone-Grappa“ und die Mädelsmarmelade „Orange-Aperol“ wurden mit Bronze prämiert. Wir sind unglaublich stolz auf die Berücksichtigung unserer Marmeladen bei diesem internationalen Format.