Matteo Rüger steht für den Wintersport in Sachsen

Seit seinem fünften Lebensjahr steht Matteo Rüger auf dem Snowboard und längst ist aus dem Hobby eine Leidenschaft fürs Leben geworden.

Sobald Matteo Rüger auf sein Snowboard steigt, sieht jeder: hier kommt zusammen, was zusammen gehört. Wenn er dann aus dem Pulverschnee auf ein Treppengeländer springt, kommen kurz Zweifel auf. Doch schon einen meterweiten Sprung später ist klar – hier passt alles. Im Tal nimmt der 19-jährigen aus Mulda im Erzgebirge die Skibrille ab und lacht. „Ich mache das, seit ich fünf bin – das ist mein Leben“, sagt er. Darum musste er keinen Moment nachdenken, ob er beim neuen Winter-Trailer (LINK) dabei sein will. Nun ist er mit seinen Snowboard-Tricks auf Schnee, Metall und splitterndem Eis zum Star des Film geworden.

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Matteo Rüger auf dem Weg zum Dreh.

 

Action in der Heimat

Bis zum Beginn seiner Ausbildung fuhr Matteo Rüger recht erfolgreich bei vielen europäischen Rennen der TTR World Snowboard Tour mit. „Sloplestyle“ war seine Disziplin, in der es auf Halfpipes und Rampen um die spektakulärsten Tricks geht. „Mit den ersten Preisgeldern konnte ich mir das Taschengeld aufbessern und ich habe natürlich eine Menge erlebt“, sagt er heute. Die Leidenschaft für den Wintersport ist nicht kleiner geworden bei ihm, dennoch entschied er sich gegen den Weg in den Profisport. „Als Mediengestalter suche ich gerade nach Wegen, den Sport in meine Arbeit mit einzubinden“, sagt er. Viele seiner Sponsoren sind ihm dennoch treu geblieben und unterstützen Rüger weiterhin mit Material und bei der Wettkampfvorbereitung. Auf dem Filmportal vimeo.com stellt er auf seinem Account selbstproduzierte Clips ein. Sie zeigen ihn und seine Freunde bei der Suche nach immer neuen Orten, an denen man mit dem Snowboard Spaß haben kann. Fündig werden sie an ganz überraschenden Orten. Mitten in der sächsischen Landeshauptstadt, zwischen Stahlcontainern – und natürlich immer wieder im Erzgebirge. „Wenn wir genug Schnee haben, finden wir hier im Winter wirklich alles: unberührte Pulverschneehänge und jede Menge Möglichkeiten“, erzählt er voller Begeisterung. Der Wald wird zum Abenteuerrevier für ihn und seine Freunde, Baumstämme zu bezwingbaren Hindernissen, das Bachufer zur Sprungschanze. „Dafür brauche ich kein riesengroßes Skirevier.“

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Matteo Rüger beim Dreh.

Doch dann will Matteo Rüger wieder los. Noch eine kleine Runde boarden, solange es noch hell ist. Den Winter in der Heimat genießen. Und seit es in Sachsen immer mehr Wakeboardanlagen gibt, freut sich der Sportler auch auf den Sommer im Freistaat…

Alle Fotos im Beitrag ©Martin Förster