Die Sächsische Bläserphilharmonie in New York
Das größte Geschenk zum 75. Geburtstag macht sich die Sächsische Bläserphilharmonie selbst: ein Konzert in der weltberühmten Carnegie Hall in New York. Am Ostermontag, 6. April 2026, ist es soweit. Dann wird das Ensemble im Rahmen des New York International Music Festivals in einem der prestigeträchtigsten Konzertsäle der Welt spielen, in dem schon Musiklegenden wie Maria Callas, Judy Garland, Louis Armstrong und die Beatles auftraten. Das Konzert markiert einen Meilenstein für das Orchester, das in Bad Lausick beheimatet ist und 2023 mit dem Opus Klassik als „Ensemble des Jahres“ ausgezeichnet wurde.
Mit Liebe zur Musik auf dem Weg zur internationalen Anerkennung
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, wie Orchestermanagerin Barbara Venetikidou Treffurth betont: „Wir lieben die Musik und glauben fest an ihre verbindende Kraft.“ Das Orchester, das zu DDR-Zeiten als Rundfunk-Blasorchester Leipzig bekannt war, blicke auf eine bewegte Geschichte. Nach Zeiten der Unsicherheit, insbesondere in den Jahren nach der Wiedervereinigung, habe sich die heutige Sächsische Bläserphilharmonie mittlerweile als eines der weltweit bedeutendsten Orchester seiner Art etabliert. „Die Einladung nach New York ist nicht nur eine große Ehre, sondern auch eine Anerkennung des unermüdlichen Einsatzes und der Hingabe der Musikerinnen und Musiker“, so Barbara Venetikidou Treffurth weiter.
Vor allem aber ist diese Konzertreise ihr persönliches Herzensprojekt. Mittels Crowdfunding gelang es dem Förderverein „Freunde der Sächsischen Bläserphilharmonie“, die nötigen Spenden in Höhe von 60.000 Euro einzusammeln. Gemeinsam überzeugte man Freunde, Förderer, lokale Politiker und Unternehmer. Und Johan de Meij, den renommierten niederländischen Dirigenten und Arrangeur für Bläsermusik. Ihn hatte Barbara 2024 für zwei Konzerte in Leipzig und Bad Düben gewonnen. Bei einem Treffen später in New York sprachen sie über die Carnegie Hall. De Meij war der Türöffner. Der tatsächliche Grund, das Orchester einzuladen, aber war die Auszeichnung mit dem Opus Klassik 2023.
Dieser Preis gilt als wichtigster deutscher Musikpreis für klassische Musik, und er hat die Sächsische Bläserphilharmonie geradezu beflügelt. Im wahrsten Sinne. Nun also hebt er ab, der Flieger in Richtung New York. Beim Konzert am 6. April werden vor allem Werke sächsischer Komponisten gespielt, darunter Johann Sebastian Bach und Richard Wagner sowie „La Valse“ von Maurice Ravel.
Und dann, wenn der Applaus aufbrandet, dann weiß Barbara Venetikidou Treffurth: Die monatelangen Vorbereitungen haben sich gelohnt. Vor allem der sehr komplizierte und aufwändige Arbeitsvisumsantrag wird dann schnell in Vergessenheit geraten. Und mit Sicherheit wird dann das „Saxon Wind Philharmonic“ – der Name, unter dem das Orchester Übersee auftreten wird – über Sachsens, Deutschlands und Europas Grenzen hinweg bekannt sein und als Kulturbotschafter eine exzellente Visitenkarte für das Musikland Sachsen abgegeben haben.
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Titelbild: KI-generierte Collage auf Grundlage eines Fotos von Marco Kitzing
