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Aus alt mach Kunst: Die ibug geht ins 16. Jahr

Chemnitz

Flöha: Die seit vielen Jahren brachliegende Buntpapierfabrik erwacht zu neuem Leben. Künstler aus Deutschland und Europa sind dort mehrere Wochen eingezogen und haben die diesjährige ibug (Industriebrachenumgestaltung) vorbereitet und damit bereits im 16. Jahr eine Industriebache umgestaltet und wach geküsst. Auch in diesem Jahr findet das beliebte Festival für urbane Kunst in Sachsen statt. Das Street-Art-Festival ibug ist mittlerweile weit über die Landesgrenzen Sachsens hinaus bekannt und vereint in diesem Spätsommer erneut internationale Künstler verschiedener Sparten.

Der Austragungsort der diesjährigen 16. Auflage der ibug ist die seit Mitte der 1990er Jahre größtenteils brachliegende, ehemalige Buntpapierfabrik in Flöha. Diese Industrieanlage verfügt über eine lange Geschichte und wurde dank der hier hergestellten Spezialpapiere weltbekannt. Über 50 Künstler und Kreative Köpfe haben das Areal in den letzten Wochen in ein riesengroßes urbanes Outdoor-Museum verwandelt. Neben Malerei und Graffiti, Illustrationen und Installationen entdecken Besucher ebenso Projekte und Kunstwerke aus den Rubriken Upcycling und Multimedia.

Foto: @mtthswlf

Mehr als eine Ausstellung

Die Anfänge der ibug gehen auf das Jahr 2006 zurück, in dem sich der Künstler Tasso auf die Suche nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten begab. Im Handumdrehen war die Industriebrachenumgestaltung – die ibug – geboren. Über die Jahre machten sich hunderte Künstler aus der ganzen Welt auf den Weg nach Sachsen, um Teil dieses außergewöhnlichen Festivals zu sein. Der Fokus der künstlerischen Gestaltung der ibug liegt vor allem auf den Zeugen und Überresten sächsischer Industriekultur, um die Verbindung zu Geschichte, Kultur und Architektur aufzuzeigen. Die Leitidee der ibug ist es, das Verlassene zu neuem Leben zu erwecken, um an das Vergessene zu erinnern.

Die ibug steht und fällt jedes Jahr mit dem Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Helfer, die ihre Zeit und ihr Können unentgeltlich in diese besondere Veranstaltung investieren.

Kunst verbindet die Nationen - gleich hier in Flöha

Künstler und Kreative reisen aus aller Herren Länder nach Flöha: Belgien (WENC), Österreich (Adhocrates) und sogar die USA (XUAN) sind nur einige der vertretenen Nationen auf der ibug. Doch auch lokal ansässige Künstler, wie die Freizeitgruppe Gestaltung aus Glauchau oder Miezwarz aus Leipzig zeigen ihr Können. Aufgrund der pandemiebedingten verschärften Einreisebestimmungen nach Deutschland finden viele Beiträge und Exponate zudem in digitaler Form statt.

Wann und wo können Besucher die Ergebnisse der kreativen Wochen bestaunen?

An drei aufeinander folgenden Festivalwochenenden öffnen sich die Tore der ibug in Flöha. Jeweils an den Wochenenden vom 27.-29. August, 03.-05. September und 10.-12. September ist die ehemalige Buntpapierfabrik künstlerisch aufgewertet für die Öffentlichkeit zugänglich.

Foto: @mtthswlf
Foto: @mtthswlf

Ein buntes Festivalprogramm an jedem der geöffneten Wochenenden

Den Besuchern der ibug wird neben ausgefallen und zeitgenössischen urbanen Kunstwerken auch ein spannendes Rahmenprogramm geboten. Natürlich im Rahmen der aktuellen sächsischen Corona-Schutzverordnung können sich Besucher auf Führungen und Filme, Musik & Performances, Podiumsdiskussionen und Workshops für Schüler freuen. Die Ausstellung ist freitags jeweils von 15.30 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag zwischen 10 und 20 Uhr, der Biergarten der ibug jeweils bis 22 Uhr geöffnet.

Es empfiehlt sich Tickets vorzubestellen, da der Einlass nur in gestaffelten Zeitslots stattfindet.

Meet the Artists

Meet the Artists - SEÑIOR SCHNU - ibug 2021

SEÑIOR SCHNU - ibug 2021

Website iBug