Alles begann mit einem Hausbau: Während der Informatiker Christof Fetzer von der TU Dresden ein Passivhaus für seine Familie plante, ging seinem Kollegen, Jens Struckmeier, eine Frage nicht mehr aus dem Kopf: Was wäre, wenn sich die Wärme, die durch eine Reihe von Computern im Fetzer-Neubau entsteht, nutzen ließe? Zum Beispiel, um ihn zu beheizen – und analog dazu viele Gebäude in großem Stil? Der Physiker rechnete und entwarf mit Fetzer den Prototypen eines Serverschranks, der die Rechner beherbergen sollte. Konstruiert wurde er so, dass die Abwärme durch Wärmetauscher in den Heiz- und Wasserkreislauf von Gebäuden eingespeist werden kann. Falls vorhanden, sollte es auch möglich sein, die Server-Warmluft direkt in das zentrale Lüftungssystem eines Hauses zu leiten – um es zu beheizen oder die Wärme kostengünstig nach draußen zu befördern. Separate Computer-Kühlsysteme sind damit überflüssig, was Energie und Geld spart.