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Fabmatics GmbH

Interview mit Dr. Andreas Purath, Geschäftsführer

Was macht Ihr Unternehmen?

Dr. Andreas Purath: Die Fabmatics GmbH unterstützt seit 30 Jahren Halbleiterhersteller und weitere High-Tech-Branchen bei der Fabrik-Automatisierung. Unser Hauptsitz befindet sich in Dresden. Von hier aus entwickeln wir u. a. Robotik- und Automatisierungssysteme für den Einsatz im Reinraum. Als größter Halbleiterstandort Europas mit exzellenten Forschungseinrichtungen und Universitäten bietet Sachsen für uns hier beste Bedingungen für unser Geschäft. Zu unseren Kunden aus der Halbleiterindustrie zählen beispielsweise Bosch, Infineon und Globalfoundries. Hier entstehen Computerchips auf Siliziumscheiben – den sogenannten Wafern. Mit unseren Robotern sorgen wir dafür, dass diese Siliziumscheiben in einen automatisierten Materialfluss eingebunden werden. Das heißt, die Roboter transportieren die Wafer von einer Bearbeitungsstation zur nächsten. Zudem entwickeln wir spezielle Software, mit der die Roboter problemlos in die Software-Umgebung des Kunden eingebunden werden können.

Wie funktionieren diese mobilen Roboter genau?

Dr. Andreas Purath: Wir bieten für die mobilen Roboter zwei Systeme an: Unser HERO Fab ist sehr robust, kann viel Gewicht tragen und erledigt seine Aufgaben ganz ohne manuelles Eingreifen. Der Roboter navigiert dazu auf einer virtuellen Linie und orientiert sich an Reflektormarken im Raum. Für Spezialaufgaben kommt unser SCOUT zum Einsatz, der sich komplett autonom bewegen kann. Er findet sich mittels 3D-Kamera im Raum zurecht, sucht sich seine passende Route und umfährt Hindernisse.

Fabmatics GmbH / Sven Claus, FotograFisch
Fabmatics GmbH / Sven Claus, FotograFisch

Was macht Fabmatics einzigartig?

Dr. Andreas Purath: Seit 30 Jahren sind wir bereits dabei. In dieser Zeit haben wir uns für die anspruchsvollen Aufgaben in der Halbleiterindustrie spezielles Wissen und Kompetenzen aufgebaut, die in unsere Automatisierungssysteme einfließen. Mit diesen ermöglichen wir es unseren Kunden, hochwertige Wafer präzise und partikelfrei zu produzieren. Und wir erkennen schnell, wo der Schuh beim Kunden drückt. Das ermöglicht uns nah am Markt zu agieren.

Ihr bezeichnet euch als „typischer Mittelstand“: Was zeichnet euer Team aus?  

Dr. Andreas Purath: Unser 200-köpfiges Team setzt sich aus unterschiedlichsten Persönlichkeiten zusammen. Wir beschäftigen Mitarbeiter in der Produktion, im Einkauf/Verkauf, im Service und in der Logistik. Zu unserem bunten Haufen gehören auch Projektmanager, Hard- und Softwareentwickler und unsere Administratoren. Jeder ist ein essentieller Puzzlestein für das große Ganze. Wir sind typischer Mittelstand und das meine ich aus voller Überzeugung positiv: Unsere kreativen, hochtalentierten Köpfe können sich bei uns als individuelle Persönlichkeiten frei entfalten und sind Teil echten Miteinanders. Wir sind sehr stolz auf die familiäre, offene und vertrauensvolle Atmosphäre, die sich seit der Gründung der Firma halten konnte und sich wie ein roter Faden durch unsere Unternehmensgeschichte zieht.

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Fabmatics GmbH / Sven Claus, FotograFisch

Wieso habt ihr euch für den Standort Sachsen entschieden?

Dr. Andreas Purath: Fabmatics ist sächsisches Urgestein und wurde kurz nach der Wende 1991 gegründet. Die Gründungsväter stammen aus einer Carl-Zeiss-Entwicklungsabteilung für Halbleiterequipment und haben sich dann selbständig gemacht. Wir profitieren von einem hervorragend funktionierenden Mikroelektronik-Ökosystem am Standort Dresden – dem Silicon Saxony. Mit unseren Partnern und sächsischen Hochschulen arbeiten wir an den nächsten Innovationen aus Sachsen für die Welt. Der Standort bringt hervorragend ausgebildeten Nachwuchs hervor und kann ihn halten. Dresden hat längst sein verstaubtes, barockes Image hinter sich gelassen und mausert sich neben seinem Halbleiterschwerpunkt zum Robotvalley.

Welche Ziele habt ihr für die Zukunft?

Dr. Andreas Purath: Wir sind am Puls der Zeit, greifen Markt- und Technologietrends auf und setzen neue Produkte oder Verfahren um, denn innovative Ideen sind nicht nur eine Sache der Start-ups. Fabmatics investiert stark in die Produktentwicklung. Wir tragen unsere Expertise in andere Branchen hinein, die ähnliche Ansprüche an Reinheit und Präzision haben. Unser Fokus bleibt die Halbleiterindustrie, die wir international weiter erschließen wollen. Großes Ziel: Automatisierung made by Fabmatics steckt in jeder Halbleiterfabrik dieser Welt.

Fabmatics GmbH / Sven Claus, FotograFisch