Riesengroß und miniklein liegen bei Globalfoundries in Dresden eng beieinander. Das US-amerikanische Unternehmen betreibt in Dresden eine der größten und modernsten Chipfabriken in Europa. Auf einer Gesamtnutzfläche von 308.000 Quadratmetern, davon 52.000 Quadratmeter Reinraum, arbeiten rund 3.700 Menschen. Sie produzieren ein Grundnahrungsmittel unserer modernen Welt: Computerchips, versehen mit kleinsten elektronischen Bauteilen. Diese Transistoren lassen später Handys, Computer und andere elektronische Geräte rund um den Globus funktionieren. Der winzigste Bestandteil eines solchen Hightech-Bauteils misst gerade mal 28 Nanometer. Zum Vergleich: Ein Nanometer entspricht dem Millionstel eines Millimeters. Das heißt, der Durchmesser eines menschlichen Haares ist rund fünfzigtausendmal größer als ein Nanometer. Nur ganz wenige Unternehmen weltweit beherrschen es derzeit, solche Hochtechnologie-Bauteile in großer Menge herzustellen.

Hochqualifizierte Fachkräfte: ein kostbarer Schatz

Karin Raths arbeitet seit 14 Jahren im Unternehmen und hat es wachsen sehen. Am Modell zeigt sie, wie sich der Mega-Werkskomplex seit 1996 entwickelt hat. Alles läuft vollautomatisch, die fertigen Wafer surren in kleinen Rollcontainern von A nach B. „Da liegt eine unglaubliche Logistik dahinter.“ Raths ist gebürtige Rheinländerin, die zurück zu ihren sächsischen Wurzeln gefunden hat. Sie brennt für ihr Unternehmen und die Mikroelektronik. Warum das Unternehmen in 17 Jahren rund zehn Milliarden Dollar in Sachsen investiert hat, erklärt sie so: „Wir haben hier viele hochqualifizierte Fachkräfte gefunden, die es in anderen Regionen in der Menge nicht gibt.“

Exzellentes Wissenschafts- und Forschungsumfeld

Ein weiterer Pluspunkt: die bestens aufgestellte Forschungslandschaft aus elf Fraunhofer-Instituten sowie Max-Planck- und Leibnitz-Forschungseinrichtungen. Globalfoundries nutzt das umfassende sächsische Know-how in den Materialwissenschaften. Raths: „In unseren Hochtechnologie-Produkten steckt eine enorme Forschungsleistung. Wir brauchen deshalb leistungsstarke Partner, die wir zum Großteil hier in der Nähe finden.“ Denn der Anspruch ist und bleibt, immer kleinere und leistungsfähigere Chips herzustellen. „Dafür müssen wir immer wieder die physikalischen Grenzen ausreizen“, bekräftigt Shailesh Redkar, Senior Director Customer Engineering. Der gebürtige Inder lebt seit 2011 mit seiner Familie in Sachsen.

Weltoffenes Dresden: Hier lässt es sich gut leben

Shailesh Redkar genießt die Lebensqualität, das Nebeneinander von Alt und Neu, die Kultur, die weltoffenen Dresdner. Zuvor hat der 48-jährige bei Globalfoundries in Texas Station gemacht. Er schätze es, mit so vielen hochmotivierten, leistungsbereiten und bestens ausgebildeten Kollegen zu arbeiten. Rutger Wijburg, Geschäftsführer von Globalfoundries Dresden, hat es kürzlich so ausgedrückt: „Unser Erfolg in Dresden basiert auf der zu Recht gelobten deutschen Ingenieurskunst. Gleichzeitig sind wir aber auch ein internationales Team mit Kolleginnen und Kollegen aus 54 Ländern. Durch das hohe Innovationstempo unserer Branche entwickeln sich technologische Anforderungen immer weiter.“ Diesen Herausforderungen sei ein weltweit aufgestelltes Unternehmen am besten gewachsen. Der Standort Dresden ist dafür eine wichtige Säule.

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