Seit 2002 produziert der Sportwagenbauer Porsche auch in Leipzig. Die nächste Ausbaustufe des Standorts zeigt: Die Erfolgsgeschichte geht weiter.

Hunderte gelbe Roboter folgen dem Takt der Produktion. So weit das Auge reicht, vollführen sie ihr immergleiches Ballett: Sie bewegen, formen und verbinden blanke Bleche. Schweißblitze zucken und im Finale des Tanzes entsteht einen Tiger, in Indonesien „Macan“ genannt. Bei Porsche steht der Name für einen kompakten Geländewagen, dessen Produktionslinie das Werk in Leipzig 2013 zum Vollwerk adelte. Seit 2002 wurden am Standort der „Cayenne“-Geländewagen montiert, 2009 kam mit dem „Panamera“ die erste viertürige Sportlimousine des Hauses hinzu. 165.000 Fahrzeuge dieser drei Baureihen liefen allein im Jahr 2015 vom Band, Tendenz weiter steigend.

Rasanter Ausbau

Denn der Ausbau in Leipzig geht weiter. Bereits in das Upgrade vom Montagestandort zum Vollwerk hatte das Unternehmen rund 500 Millionen Euro investiert und dabei auf den nachhaltigen Einsatz von Energie geachtet. So wird die Lackiererei mit der Abwärme eines benachbarten Biomassekraftwerks geheizt, was mehr als 8.000 Tonnen CO2-Emissionen vermeidet und auf dem Dach liefert eine Fotovoltaikanlage rund 800.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr.

In der nächsten Ausbaustufe kommt jetzt noch einmal die gleiche Summe hinzu. Damit entstehen derzeit ein erweitertes Logistikzentrum und ein neues Qualitätszentrum, das auf mehr als 6.000 Quadratmetern alle Bereiche der Fahrzeugoptimierung zentral bündelt. Außerdem wird der Standort weiter ausgebaut, denn ab 2016 wird auch der „Panamera“ komplett in Leipzig gefertigt. „Wir stellen bei Porsche die richtigen Weichen für die Zukunft“, sagt der neue Vorstandschef Oliver Blume dazu. Dass Sachsen bei dieser Weichenstellung eine große Rolle spielt, spricht für den Erfolg des Standorts in den vergangenen 14 Jahren.

Sachsen auf der Überholspur

Längst ist Porsche zu einem Taktgeber für die Wirtschaft in der Region geworden. Das belegt die Einwicklung der Beschäftigtenzahl besonders eindrucksvoll: Seit dem Produktionsbeginn 2002 ist sie um den Faktor 15 gestiegen, 3.800 Mitarbeiter sind es derzeit. Die meisten von ihnen kommen aus der Region und der Altersdurchschnitt von 34 Jahren zeigt, dass die Jobs attraktiv genug sind, um junge Leute auch im Osten Deutschlands zu halten. „Unsere aktuellen Erweiterungsmaßnahmen stärken weiter die enge Verbundenheit des Unternehmens zu Leipzig, Sachsen und den Menschen, die hier leben“, betont Siegfried Bülow, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH.