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Die Fragen der Zukunft

Wie können wir neue Technologien für das Wohl aller nutzen? In welcher Weise möchten wir in Zukunft zusammenleben? Und welche Chancen ergeben sich aus den Innovationen von morgen? 

Diesen und vielen weiteren Fragen zu den Themen Industrie, Innovation und Gesellschaft gehen die „Zukunftsmacher“ in der Landesausstellung Boom.Sachsen im Jubiläumsjahr der Industriekultur auf den Grund.

In unserer Videoreihe beantworten sie in Kurzform einige dieser Fragen und geben Einblicke in ihre Vorstellung von der Zukunft. 

Zukunftsmacher

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1. Wie kann Technik unseren  Alltag bereichern, Herr Meyer?

Fünf Motoren, einen für jeden Finger, bewegen die künstliche Hand von Bertolt Meyer: Von Geburt an fehlt dem Professor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der linke Unterarm. Eine myoelektrische Prothese übersetzt Muskelimpulse in Bewegungen. Die Programmierung erfolgt per App über sein Handy. Wie solche neuen Technologien das Bild von Menschen mit Behinderung verändern, erforscht Meyer an der TU Chemnitz.

Hier geht's zur Website der Professur für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der TU Chemnitz

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2. Wie können Ideen am besten wachsen, Frau Weber?

Loslegen! Selbermachen! Konglomerat e. V. unterstützt handwerkliche, künstlerische und soziokulturelle Projekte. Mit dem #Rosenwerk in Dresden betreibt der Verein einen Co-Making-Space mit Werkstätten von Low- bis Hightech, von der Nähmaschine bis zur CNC-Fräse. Mitgründerin Bettina Weber ist überzeugt: Mit einer „Kultur der Marke Eigenbau“ können wir die Probleme unserer Gesellschaft gemeinsam lösen.
Hier geht's zur Website vom konglomerat e.V.

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3. Wie können wir die Digitalisierung für uns nutzen?

Als Mitgründerin des Start-ups Packwise hat Gesche Weger ein Ziel: Das Internet der Dinge für kluge Logistik zu nutzen. Die eigens entwickelte Packwise Smart Cap, ein nachrüstbarer Verschlussdeckel, überwacht weltweit Flüssigkeitscontainer aus der Chemie- und Lebensmittelindustrie. Sie kontrolliert Standort, Füllstand und Bewegung. Die Digitalisierung soll Logistik auf diese Weise noch effizienter machen.
Hier geht's zur Website der Packwise GmbH.

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4. Warum ist Wandel eigentlich so wichtig, Herr Fitzek?

5G-Netz, Internet der Dinge, Industrie 4.0. Wer über diese Schlagworte nachdenkt, kommt an ihm nicht vorbei: Frank Fitzek, Inhaber des Deutsche Telekom-Lehrstuhls für Kommunikationsnetze. Er forscht an der elektronischen Kommunikation der Zukunft und ist Mitbegründer zahlreicher Start-ups. Er findet, Spitzenforschung muss sichtbar sein, denn nur so lässt sich Innovationskraft in die Gesellschaft tragen.
Hier geht's zur Website des Dt. Telekom-Lehrstuhl für Kommunikationsnetze an der TU Dresden

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5. Wo ist man eigentlich zu Hause, Herr Ikoma?

Von Japan ins Vogtland: Für seinen Traumberuf verlässt Sumito Ikoma die japanische Großstadt Nara und erlernt in Markneukirchen den Bau von Blechblasinstrumenten. Dort hat der Musikinstrumentenbau seit Jahrhunderten Tradition. Die Musik verbindet: Schnell spielt Sumito Ikoma Posaune im Blasorchester der Stadt. Heute lebt er zwar in Bremen, doch seine deutsche Heimat bleibt die Musikstadt Markneukirchen.

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6. Wie soll die Arbeitswelt von morgen aussehen?

Mit Viren Rohstoffe aus Handys angeln: Was nach Science-Fiction klingt, untersucht Dr. Franziska Lederer am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. Bakteriophagen sind Viren, die Bakterien befallen, indem sie sich mit ihren „Füßchen“ an ihnen festklammern. Auf diesem Mechanismus aufbauend entwickelt die Forschergruppe einen Prozess, um Seltene Erden aus Elektroschrott zurückzugewinnen.

Hier geht's zur Website vom Helmholtz-Zentrum Dresden - Rossendorf 

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7. Was fällt Ihnen zum Thema Sachsen ein, Frau Piechnick?

Das Start-up Wandelbots hat eine radikale Idee: Selbst Laien sollen Industrieroboter programmieren können. Anstatt mühsam seitenlange Codes mit Anweisungen zu schreiben, werden die gewünschten Bewegungen und Handgriffe vorgezeigt. Ein sogenannter TracePen übersetzt die Bewegungen anschließend in Programmiersprache. Wandelbots will so die Robotik demokratisieren und Roboter bis in die Backstube bringen.

Hier geht's zur Website der Wandelbots GmbH

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8. Welches Handwerkszeug braucht man in der Welt von morgen?

Energiewende, aber wie? An einer Antwort arbeiten Nils Aldag und seine Mitgründer bei Sunfire. Das Unternehmen entwickelt eine Technologie, um Kohlendioxid und Wasser mithilfe von erneuerbarem Strom in einen sauberen Erdöl- oder Erdgasersatz umzuwandeln. So können Autos, Flugzeuge und Schiffe sowie Industrieanlagen klimaneutral betrieben werden, ohne die Gewohnheiten der Menschen einzuschränken.

Hier geht's zur Website von sunfire

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9. Wie kommt man am besten ans Ziel, Frau Schipke?

Batterien gibt es seit 100 Jahren und sie werden immer wichtiger. Doch der Ladestand einer Batterie lässt sich nur schwer feststellen. Das ändert Mandy Schipke: Die smarten Ladegeräte von NOVUM sind kleine Batterielabore. Sie analysieren und laden Batterien so, dass sie mehr Reichweite schaffen und später als üblich ausgetauscht werden müssen.

Hier geht's zur Website von NOVUM

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10. Was fasziniert Sie an Technologie made in Germany?

Ob in Autokarosserien, Windrädern oder Flugzeugen ‒ überall finden sich Karbonfasern. Das Problem: Karbon wird aus Erdöl oder Pech hergestellt und ist teuer. Muhannad Al Aiti hat an einer Lösung dieses Problems geforscht. Der syrische Wissenschaftler hat eine Hightechfaser aus Lignin entwickelt. Lignin ist ein Holzbestandteil und bleibt in der Papierindustrie als Abfallprodukt übrig.

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11. Was braucht Unternehmenskultur heutzutage, Herr Mugler?

Von Oberlungwitz aus die Welt vernetzen: Genau das macht die MUGLER AG. Seit 1990 hat Prof. Dr. Albrecht Mugler aus einem Kleinstbetrieb einen führenden Dienstleister der Telekommunikationsbranche gemacht. Für die Region ist die MUGLER AG ein wichtiger Arbeitgeber. Sie verbindet regionale Herkunft mit globalem Ausblick.

Hier geht's zur Website der MUGLER AG

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12. Was braucht man, um ein Projekt erfolgreich umzusetzen?

Gesche Weger erklärt in ihrer zweiten Zukunftsmacher-Folge, was ihre Erfolgsrezepte sind. 

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13. Welche Rahmenbedingungen braucht Forschung, Herr Leo?

Von wegen Elfenbeinturm: Karl Leo, Professor für Optoelektronik an der TU Dresden, hat acht Unternehmen mitbegründet und hält über 50 Patente. Sein Steckenpferd: Organische Elektronik. Damit entwickelt Leo etwa effiziente Solarzellen oder langlebige Leuchtdioden (OLEDs). Letztere beleuchten weltweit Displays von Handys. Das von Leo mitgegründete Unternehmen Novaled gehört seit 2013 zu Samsung.

Hier geht's zur Website von Novaled. 

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14. Was sollten wir an den neuen Technologien verstehen?

Professor Meyer empfiehlt in seiner zweiten Zukunftsmacher-Folge den Grund für übermäßigen Handykonsum nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen zu suchen.

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15. Worin liegt das gesellschaftliche Potential hierzulande?

Drei Kinder und ein Berg von Wegwerfwindeln: Architektin Stephanie Oppitz macht aus ihrem Problem ein Geschäft. Sie entwickelt eine Stoffwindel, die dank eines 3-in-1-Systems so praktisch wie eine Wegwerfwindel ist. Seit 2013 produziert die Dresdner WindelManufaktur Stoffwindeln und nachhaltige Damenhygieneartikel.

Hier geht's zur Website der WindelManufaktur.

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16. Was kann uns Technologie lehren, Herr Meyer?

In seiner dritten und letzten Zukunftsmacher-Folge gibt Professor Meyer Einblicke in seine Forschung.

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17. Was unterscheidet Menschen von Maschinen, Herr Mugler?

Seine zweite Zukunftsmacher-Folge nutzt Prof. Mugler um zu erklären in welchen Bereichen wir Menschen gegenüber den Maschinen die Nase vorn haben.

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18. Was wünschen Sie sich für Leipzig, Herr Löffler?

Markus Löffler ist Professor für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie an der Universität Leipzig. Seit 2016 betreibt er zusammen mit dem Architekten Ulrich Maldinger das Kunstkraftwerk Leipzig: Die ehemalige Heizzentrale bietet kreativen Raum für multimediale immersive Kunstinstallationen, digitale Kunst, Konzerte und Events – ein Ort, wo sich Forschung und Kunst begegnen und die Neugier beflügeln.

Hier geht's zur Website vom Kunstkraftwerk Leipzig.

19. Wie muss Lehre sein, um zukunftsfähig zu bleiben?

Prof. Fitzek erklärt, warum die reine Wiedergabe von Wissen nicht die Zukunft der wissenschaftlichen Lehre sein kann. 

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20. Was wünschen Sie sich für die Unternehmenskultur?

"Bin ich gescheitert, stehe ich auf und mache etwas Neues", lautet Mandy Schipkes Plädoyer für eine andere Kultur des Scheiterns.

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Trailer

500 Jahre Industriekultur in Sachsen

Die 4. Sächsische Landesausstellung Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen wird vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden kuratiert und umfasst die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau sowie sechs Schauplatzausstellungen in der Region Südwestsachsen.

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Bilderrechte „2020“: ibug, Zwickau 2013, © Artmos4.de (Künstler), © Thomas Dietze (Foto); © Energiefabrik Knappenrode; © Sächsisches Wirtschaftsarchiv; wikimedia commons/UserJed

Jahr der Industriekultur

Ein breites Kulturprogramm und eine Übersicht aller Orte und Initiativen rund ums Jahr der Industriekultur findet ihr auf der Themenseite.

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Route der Industriekultur in Sachsen

Die Route der Industriekultur führt zu Elementen eines goldenen Zeitalters, in dem Sachsen die führende Industrieregion Deutschlands war.

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Titelbild & Videos: Avanga Filmproduktion GmbH