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Katze Q – ein Quanten-Adventure

Vor fast genau einem Jahr steckten Dresdner und Würzburger Physiker des Exzellenzclusters ct.qmat ihre Köpfe zusammen und überlegten gemeinsam, wie Kindern Quantenphysik spielerisch vermittelt werden kann. Zugegeben, das klingt selbst für Quantenphysiker nach einer beinahe utopischen Leistung – aber eben nur beinahe: Mit der neuen App Katze Q – ein Quanten-Adventure ist ihnen das Unmögliche gelungen.

Katze Q – Ein Quanten-Adventure

Katze Q – Ein Quanten-Adventure (Trailer)

In der App findet Anna, die Urenkelin des österreichischen Physikers Erwin Schrödinger (1887 – 1961), auf dem Dachboden eine Kiste. Handelt es sich hierbei etwa um die berühmte Kiste, in der Schrödingers Katze steckt? Anna ist verunsichert und übergibt die Kiste dem Spieler. Mithilfe der Katze Q begibt sich der User nun durch eine spannende Welt der Physik und löst Rätsel. Werden alle Rätsel erfolgreich entknobelt, kann die Katze aus der Box befreit werden.

Grundlage der App Katze Q ist das Gedankenexperiment „Schrödingers Katze“ des gleichnamigen Nobelpreisträgers: In einer Kiste steckt eine Apparatur und eine Katze. Wird die Box geöffnet, zerfällt ein radioaktives Atom und öffnet eine Giftampulle – die Katze stirbt. Was zunächst makaber klingt, macht das Grundprinzip der Quantenmechanik für den gesunden Menschenverstand greifbar: Solange die Kiste verschlossen bleibt, ist die Katze gleichzeitig lebendig und tot. In der Quantenphysik können sich demnach Objekte zur gleichen Zeit in widersprüchlichen Zuständen befinden.

Katze Q – spielerisch lernen

Katze Q - ein Quanten-Adventure (2. Trailer)

Die niedliche halbtote Katze führt durch eine bunte Welt mit spannenden und modernen Rätseln. Hintergrundwissen erhalten interessierte Kinder und Jugendliche über aufbereitete appinterne Beiträge. Ziel ist es, Spaß zu haben und gleichzeitig die Physik als spannendes Thema zu verstehen. „Die App öffnet den Alltag der Kinder auf unterhaltsame Weise für unser oft schwer verständliches Forschungsgebiet, die Quantenphysik“, erläutert Prof. Matthias Vojta, Professor für Theoretische Festkörperphysik an der Technischen Universität (TU) Dresden und Dresdner Sprecher der Forschungsallianz ct.qmat. „Unsere Realität ist tatsächlich voller quantenphysikalischer Phänomene, die sich aber in einem so kleinen Maßstab abspielen, dass wir sie nicht wahrnehmen können. Im Spiel lassen sie sich aber ganz wunderbar erleben.

Die Schirmherrschaft über das Projekt haben Schrödingers Enkel Leonhardt Braunizer und die Ur-Enkelin Anna Braunizer übernommen. „Wir waren von der ersten Sekunde an begeistert von der Idee und von dieser App. Vor allem, weil sie ein ganz wichtiges Anliegen meines Großvaters Erwin Schrödinger umsetzt: den Menschen sein Spezialgebiet Quantenphysik zu vermitteln. Nicht zuletzt steckte diese Idee hinter seinem Gedankenexperiment. Mit Schrödingers Katze wollte er veranschaulichen, was die Quantenphysik im Kern ausmacht. Die App Katze Q greift einen großen Wunsch von Schrödinger auf. Ich bin sicher, dass er es geliebt hätte“, sagt Leonhardt Braunizer.

v.r.n.l: Prof. Matthias Vojta (Professor für Theoretische Festkörperphysik an der Technischen Universität (TU) Dresden, Dresdner Sprecher der Forschungsallianz ct.qmat) Prof. Ralph Claessen (Würzburger Clustersprecher, Professor für Experimentelle Physik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg) mit App-Designer Philipp Stollenmayer. Foto: Tobias Ritz/ct.qmat

Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Researching Germany Initiative wird die App kostenlos, ohne Werbung und In-App-Käufe weltweit angeboten.