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Sachsen
hat Zukunft
in der DNA

Der Freistaat macht Ernst mit den Zukunftstechnologien: Wirtschaft und Forschung arbeiten in Sachsen seit Jahrzehnten im Team. Darum ist die  Mission Sachsen 2038", die Zukunftsstrategie des Freistaates Sachsen, weit mehr als eine Vision. Hier hat die Zukunft längst begonnen.

Sachsen ist #Ready4Wasserstoff! Tatenkraft bündelt sich zum Beispiel im nationalen Wasserstofftechnologiezentrum Chemnitz. Foto: HZwo e.V. / Thomas Höppner (VideoVision)

Einmal mehr hat sich Sachsen in Position gebracht. Dieses Mal beim Mega-Thema Wasserstoff: Mit dem ehrgeizigen Konzept des „Hydrogen and Mobility Innovation Center“ (HIC) sicherte sich Chemnitz gerade den Status als „nationales Wasserstofftechnologiezentrum“ – und 60 Millionen Euro Fördergeld vom Bund. Ein gewaltiger Technologie-Campus wird hier künftig die gesamte Wertschöpfungskette von der Brennstoffzelle bis zu Gesamtfahrzeugen abdecken und Sachsen zum Taktgeber für viele Industriebranchen machen. Mehr als 25 Projektpartner aus Industrie und Forschung forcieren teils schon viele Jahre das Potenzial des „Zukunftsmoleküls H2“. Die Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz sind dabei ebenso von der Partie wie zwei Fraunhofer-Institute und Industrieunternehmen wie BMW oder Siemens.

Der HIC-Erfolg ist nur die jüngste Erfolgsgeschichte, doch sie zeigt exemplarisch, wie im Freistaat an der Zukunft gearbeitet wird: gemeinsam.

Denn der enge Schulterschluss von Wirtschaft und Forschung sorgt für eine Innovationskraft, die europaweit ausstrahlt. Das „Regional Innovation Scoreboard“ der EU-Kommission stufte die Regionen Leipzig und Chemnitz 2019 als „Strong Innovators“ ein und adelte den Raum Dresden mit der Bestnote „Innovation Leader“. Hier werden fast vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung gesteckt, und die Forschungslandschaft ist vielfältig wie kaum irgendwo sonst. Allein die Fraunhofer-Gesellschaft unterhält 13 Institute in Dresden. Mit insgesamt 27 Hochschulen, rund 50 außeruniversitären Forschungseinrichtungen und einer lebendigen Start-up-Szene steht das traditionelle Erfinderland Sachsen heute mehr denn je für weltbewegende Innovationen.

Forschen und fördern

Das hat viel mit der Fokussierung Sachsens auf exportstarke Hochtechnologiebranchen zu tun – und der konzertierten Nachwuchsforderung. Auf 100 angestellte Ingenieurinnen und Ingenieure kommen in Sachsen rund 8,7 neue Absolventinnen und Absolventen pro Jahr. Das liegt ebenso über dem Bundesdurchschnitt wie der Anteil an Abschlüssen in den Ingenieurwissenschaften: Mit 28,8 Prozent ist Sachsen hier Spitzenreiter.

Die hohe Ingenieursdichte macht den Freistaat denn auch zu einem Hotspot für globale Technologieunternehmen. Die Chip-Hersteller Globalfoundries oder Infineon profitieren seit Jahrzehnten vom hohen Fachkräfteniveau im Freistaat. Gleiches gilt für den Auto-Riesen BMW, der in Leipzig seine ersten Elektromodelle fertigen ließ, oder die Bosch-Gruppe, die nach einer Milliardeninvestition 2021 eine der weltweit modernsten Chipfabriken am Dresdner Stadtrand eröffnete.

Doch Sachsen hat bei seiner Standortpolitik nicht allein die großen Unternehmen im Blick. Auch für Start-ups schafft der Freistaat ideale Bedingungen, wie die enorme Vielfalt junger Technologie-Unternehmen zeigt.

Start-up … and up … and up

 

Kiwigrid zum Beispiel ist erst zehn Jahre am Markt und beschäftigt schon mehr als 160 Mitarbeiter, die neue Lösungen für intelligentes Energiemanagement für das Zeitalter der erneuerbaren Energien entwickeln und damit auch das „Internet der Dinge“ beflügeln. Das tun sie so überzeugend, dass Kiwigrid den südkoreanischen Konzern LG-Electronics und das Energieunternehmen E.ON als strategische Gesellschafter ins Boot holen konnte.

Für mehr Sonnenenergie stellt Heliatek in Dresden selbst entwickelte organische Solarfolien her, die fast jedes Gebäude zu einem kleinen Ökostrom-Kraftwerk machen können.

 

Und auch Cloud&Heat gehört in die Riege erfolgreicher sächsischer Start-ups. Selbstbewusst fasst Mitgründer Marius Feldmann die Mission der Firma zusammen: „Wir machen nichts Geringeres, als den nachhaltigsten Computer der Welt zu bauen.“ Wenn Feldmann von Computer spricht, meint er leistungsfähige Rechenzentren, wie sie für Cloud-Anwendungen auf der ganzen Welt gebraucht werden. Nur der Energiehunger dieser Anlagen passt kaum mehr in unsere Zeit, allein die Kühlung der Server ist immens aufwändig und teuer. 

Innovative Energielösungen aus Sachsen für die Welt von morgen - zum Beispiel von Cloud&Heat. Foto: Cloud&Heat

Deshalb bringt das Dresdener Start-up die Rechenzentren einfach dorthin, wo ihre Abwärme gebraucht wird. In den Frankfurter Büroturm „Eurotheum“ beispielsweise. Wo einst das Rechenzentrum der Europäischen Zentralbank werkelte, leistet heute ein hochmoderner Serverpark von Cloud&Heat einen Doppel-Job: Neben Rechenpower für die Kunden erzeugt er zugleich für Heizung und Warmwasser in dem Hochhaus. Das spart jährlich weit mehr als 100.000 Euro Energiekosten und vermeidet den Ausstoß von über 550 Tonnen CO2. Auch in Wohngebäuden hat sich die Cloud&Heat-Technologie inzwischen bewährt, und mit einer Container-Variante macht das Unternehmen seine nachhaltigen Rechenzentren sogar mobil.

Robotik trifft Industrie 4.0

Das Know-how in den Bereichen Mikroelektronik, Maschinenbau und Softwaretechnologie trifft hier in Sachsen auf einzigartige Weise zusammen. Für Uni-Ausgründungen und Robotik-Start-ups sind das exzellente Bedingungen, um neue Wege für die Zukunft der Arbeit zu finden. In Firmen wie XENON, Fabmatics und Wandelbots oder den einschlägigen sächsischen Forschungsinstituten arbeiten schon heute tausende Menschen daran, den Freistaat zum „Robot-Valley“ zu machen. 

Innovationen aus dem sächsischen Robot Valley. Wandelbots ermöglicht zum Beispiel einfachstes Programmieren von Robotern. Foto: Wandelbots

Die Wandelbots-Technologie macht es etwa möglich, mit einem Datenstift und wenigen Handbewegungen einen Industrieroboter anzulernen, beispielsweise für komplexe Schweiß- oder Montagearbeiten. Damit aus solchen Ideen auch tragfähige Geschäftsmodelle werden, vernetzt sich das Unternehmen im Smart Systems Hub. Gemeinsam mit Akteuren wie SAP oder Infineon entstehen dann beispielsweise Mietmodelle für Roboter, die auch kleineren Unternehmen in Sachsen die Ära der vollvernetzten Industrie 4.0 eröffnen können.

Diese und viele andere Beispiele zeigen, weshalb Sachsen so attraktiv ist für Menschen, die wirklichmachen und vordenken, gründen und Visionen umsetzen wollen. Hier wird nicht nur geredet, sondern auch gemacht. „Wir machen's wirklich“ bedeutet, dass die „Mission Sachsen 2038“ nicht nur voller Zukunftsmusik steckt, sondern voller Chancen, die in Sachsen fruchtbaren Boden finden und Menschen, die ihr Potenzial ausschöpfen. Und vielleicht gilt der alte Postkartenspruch im Freistaat mehr als anderswo: „Machen ist wie wollen. Nur krasser.“