Bizarre Felsformationen, endlose Wälder und malerische Ritterburgen: Die Sächsische Schweiz ist ein Naturparadies, in dem Kinder und Jugendliche vielfältige Abenteuer erleben können. Immer mehr Schulklassen entdecken die landschaftlich und kulturell interessante Region für Klassenfahrten, bei denen Outdoor-Erlebnisse im Mittelpunkt stehen. Beatrice Schlieben, Expertin von HEROLÉ berichtet über die Faszination der Sächsischen Schweiz.

Klettern, Paddeln & mehr: Aktivitäten für jeden Geschmack

„Das Geheimnis der Sächsischen Schweiz ist ihre Vielseitigkeit“, erklärt Beatrice Schlieben im Gespräch. Die abwechslungsreiche Natur biete Erlebnisse für jedes Interessengebiet. Viele Schüler lieben das feuchtfröhliche Abenteuer einer Paddeltour im Kanu auf der Elbe, andere suchen die Herausforderung an Kletterfelsen. Der Elbradweg lädt zu langen Fahrradtouren ein und bei einer Höhlenwanderung erleben die Schüler hautnah die Wunder der Natur.

„Einen großen Vorteil haben die vielen körperlich herausfordernden Aktivitäten auch für Lehrer“, schmunzelt Schlieben. „Die Schüler sind nach den ganztägigen Touren in der Natur so müde, dass sie nachts tatsächlich durchschlafen.“

Nicht nur in den Sommermonaten können Outdoor-Klassenfahrten in die Sächsische Schweiz gehen. Sehr empfehlenswert sind auch der Herbst, wenn die Wälder in prächtigen Farben leuchten und der Frühling mit seinen langen hellen Abenden.

Teamgeist und Abenteuerlust

Bei jüngeren Schülern ist das Programm bei Klassenfahrten meist weniger auf den Unterrichtsstoff und eher auf Teambuilding ausgerichtet, weiß die Expertin: „Die Schüler kommen in der 5.Klasse in einem neuen Klassenverband zusammen und müssen sich ganz neu orientieren. Hier helfen entsprechende Programmpunkte der Klassenfahrt: Am Kletterfelsen lernen sie, sich ganz aufeinander zu verlassen, wenn einer klettert und der andere das Seil hält. Bei einer kniffligen Geocaching-Tour auf der Suche nach versteckten Schätzen kommen die einzelnen Gruppen schneller ans Ziel, wenn sie zusammenarbeiten.“

Bei älteren Schülern darf es dann ruhig schon mehr Action sein: Hoch im Kurs stehen beispielsweise Mountainbike-Touren mit Leihrädern und sogenannte Stiegentouren. Stiegen werden im Elbsandsteingebirge enge steile Passagen genannt, die nur über hölzerne oder metallene Trittstufen bewältigt werden können. Sie erfordern Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. „So mancher Schüler wächst hier über sich hinaus, wenn es darum geht, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich der Herausforderung zu stellen. Das Bewältigen der Aufgabe stärkt das Selbstbewusstsein enorm“, erklärt Schlieben.

Geologie und Geografie

Ganz ohne Unterricht geht es auf der Klassenfahrt natürlich nicht. „Wir empfehlen stets einen Besuch im Nationalparkzentrum Bad Schandau“, so die Expertin. „Hier erhalten die Schüler umfangreiche Informationen zur einzigartigen Geologie des Elbsandsteingebirges und zur Geografie. Die Schüler erfahren, welchen Tieren und Pflanzen der Nationalpark Sächsische Schweiz einen Lebensraum bietet und was sie selbst zum Umweltschutz beitragen können.“ Auf Wunsch werden Projekttage zu bestimmten Themen arrangiert und auch Ausflüge in den böhmischen Teil des Nationalparks sind möglich.

Gerade für ältere Schüler ist auch ein Tagesausflug in die nahe Kulturmetropole Dresden mit ihren vielen Museen und Besucherattraktionen empfehlenswert. Je nach aktuellem Lehrplan können sie sich hier beispielsweise mit der jüngeren DDR-Geschichte auseinandersetzen, das barocke Elbflorenz besichtigen oder das naturwissenschaftlich geprägte Deutsche Hygiene-Museum besuchen. Ebenfalls beliebt ist ein Tagesausflug nach Prag.

Ein gelungener Tag in der Sächsischen Schweiz

Ein für Schulklassen gelungener Tag in der Sächsischen Schweiz würde für Beatrice Schlieben so aussehen: „Nach dem Frühstück in der Unterkunft beginnen die Schüler mit einer spannenden Geocaching-Tour, die sie zum Kletterwald Königstein führt. Hier können sie sich bei einer Runde Klettern so richtig auspowern. Nach einer Mittagspause erwartet sie die beeindruckende Festung Königstein. Die restaurierten Innenräume, die Ausstellungen und die wuchtigen Gemäuer selbst lassen Mittelalterträume wahr werden. Ein weiteres Highlight ist der einzigartige Panoramaaufzug, der 42 Meter in die Höhe führt.“

Als Alternative für ältere Schüler, die mehr Nervenkitzel brauchen, empfiehlt sie eine Kombitour aus Höhlenwanderung und Schlauchboottour: „Da fühlen sich die Schüler dann auf einmal wirklich wie in ihren Lieblingsfilmen und in Computerspielen, wenn sie echte Abenteuer in der Natur erleben und alle fünf Sinne angesprochen werden.“

Über HEROLÉ: Der Dresdner Reiseveranstalter ist einer der führenden Veranstalter von maßgeschneiderten Klassenfahrten, Studien- und Gruppenreisen für Schulformen und Träger sowie Gruppen und Vereine aus Deutschland, Österreich und weiteren Ländern.

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Fotos und Text: HEROLÉ