Angefangen hat alles im Jahr 1998 als Schwabs Vater – selbst Textilunternehmer – die einstige Strumpffabrik in Thum kaufte, um seine Produktionskapazitäten zu erhöhen. Vor allem Funktionswäsche für größere Sportmarken wurde hier in Lohnfertigung hergestellt, als der diplomierte Textildesigner Christian Schwab mit ersten Prototypen für Lauftrikots experimentierte. Sein Kapital sind zwölf italienische Rundstrickmaschinen, an denen er die ersten Stücke seiner Kollektion herstellte. Dass sie im Gegensatz zu den meisten Konkurrenzprodukten gestrickt statt gewebt sind, erwies sich in der Praxis als großer Vorteil. „Unsere Kunden loben den Tragekomfort und die besonders gute Ableitung von Schweiß“, erklärt Schwab und zeigt im Katalog die aktuelle Kollektion. Längst sind zu den Laufshirts auch Hosen, Pullover, Windbreaker und Fleecejacken gekommen. Die Produkte der eigenen Marke machen inzwischen rund 50 Prozent der Produktion aus, Tendenz steigend. Rückblickend sagt der Unternehmer, dass es die Firma mit 35 Angestellten „ohne thoni mara wohl heute nicht mehr geben würde.“ Denn parallel zum Start der Marke habe sich die Geschäftssituation bei der Lohnfertigung deutlich verschlechtert.