Zwei Dresdner Gründer bringen seit über 15 Jahren Schulklassen in die weite Welt. Ihr Erfolgskonzept: Spaß plus Bildung für unvergessliche interkulturelle Erlebnisse.

Angefangen hat alles mit Sommerferienlagern für Kinder. Franz Olender und Carsten Herold müssen schmunzeln, wenn sie an diese Zeiten zurückdenken. Denn längst hat sich das Unternehmen der beiden Dresdner in der Oberliga der größten Veranstalter für Klassenfahrten etabliert. So erfolgreich, dass Herolé Klassenfahrten 2015 zu einem der Top-5-Unternehmen Sachsens gekürt wurde und inzwischen rund 120.000 Schüler im Jahr sicher durch Deutschland und ganz Europa schickt, manchmal auch noch weiter. Ein einfaches Geschäft ist das nicht. Die Erwartungen wie die finanziellen Möglichkeiten der Kunden unterscheiden sich oft erheblich und für jede Klasse soll etwas passendes dabei sein. Außerdem stellt man bei Herolé ziemlich hohe Ansprüche an die eigene Arbeit.

Party kann nicht alles sein

„Wir wollen den Schulklassen schon mehr bieten, als eine Busfahrt ans Mittelmeer um dort eine Woche lang Party zu machen“, sagt Carsten Herold. Als studierter Lehrer kennt er die Erwartungen ambitionierter Kollegen an eine gute Klassenfahrt und gemeinsam mit rund 100 Mitarbeitern kann der diese Ansprüche auch erfüllen. „Wer eine Reise nach Kroatien bucht, möchte natürlich auch mal am Strand liegen“, weiß Herold. „Aber dazu bieten wir eben auch ein passendes Programm an – vielleicht eine Schnorcheltour in Begleitung eines Meeresbiologen oder eine Stadtrallye durchs mittelalterliche Küstenstädtchen.“

Die Qualität der Angebote sei dabei oft wichtiger als das Reiseziel, fügt Franz Olender hinzu: „Viele Kunden ziehen ein gutes Programm in Deutschland einer Billigtour nach irgendwo vor.“ Doch der pädagogische Anspruch macht nur einen Teil des Erfolgs von Herolé aus. „Mit unseren Serviceangeboten haben wir die Branche ganz schön durcheinandergewirbelt“, sagt Olender nicht ohne Stolz.

Dankeschön einer Reisegruppe an Herole.

Neue Ideen für besseren Service

Damit die Klassenlehrer nicht tausende Euro Reisekosten über ihr Privatkonto einsammeln müssen, bietet der Klassenfahrtveranstalter eine direkte Abrechnung mit allen Reiseteilnehmern an – auch wenn das über 60 Zahlungsvorgänge pro Buchung bedeuten kann. Daneben unterhält Herolé eine eigene Flotte von 18 Reisebussen. „Das ist wirtschaftlich nicht immer perfekt für uns“, so Carsten Herold, „aber wir wissen, dass schlechtgelaunte Busfahrer oder mehrere fremde Klassen in einem Bus die Reisequalität deutlich schmälern können. Und das möchten wir nicht.“

Ganz nebenbei sind die beiden Dresdner Unternehmer auch Botschafter für Sachsen: Zwischen 2011und 2016 haben sie 14.780 Reisegäste in den Freistaat gebracht. Die Top-Ziele waren dabei Dresden, die Sächsische Schweiz und Leipzig. Inzwischen schätzen Kunden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum den Service der Reiseexperten aus Dresden. Gelegentlich kommen die Kunden sogar aus exotischen Ländern, weiß Franz Olender: „Wir haben auch schon für  eine deutsche Schule in Bolivien eine Europareise organisiert – natürlich inklusive Sachsen.“

Alle Fotos im Beitrag ©Herolé