„Spemafa VEB Spezialmaschinenfabrik Chemnitz“ oder „Nadel- und Platinenfabrik des VEB Kombinat Textima“ – das klingt nicht gerade nach dem Namen eines Dornröschenschlosses und doch sind die Gelände die sich die ibug-Organisatoren auswählen nicht weniger als das.

Prachtvolle Industriearchitektur schlummerte seit vielen Jahren vergessen im Herzen von Chemnitz und wird jetzt durch Künstler aus aller Welt wachgeküsst.

Der Prinz heißt „IBUG“- das steht für Industriebrachenumgestaltung und ist Sachsens größtes Street-Art-Festival. Die über 120 Kreativen aus Sachsen, Deutschland und der Welt sägen, schrauben, malen, sprayen, putzen bis zur letzten Minute.

Zwei Wochen lang wurden, Hecken, Bäume, Büsche, marode Mauern und Schutt beseitigt und aus der Fabrikruine ein begehbares Gesamtkunstwerk geschaffen. „Das ist manchmal ein bisschen wie Abenteuerspielplatz für Große“, so Thomas Dietze, Hauptorganisator des Großevents der Szene. „Ohne jede Menge freiwillige Helfer, Enthusiasten und Engagement würde das nie funktionieren“, resümiert der agile Chef, der die besondere Stimmung und die vielen Freundschaften schätzt, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben. Die IBUG findet bereits im dreizehnten Jahr statt und zum zweiten Mal in einer richtigen Großstadt.

Plötzlich ist es soweit, Freitag 15 Uhr: Das Tor öffnet sich und die Gäste strömen herein, Neugierige und Kunstenthusiasten, Street-Art-Fans und ehemalige Arbeiter der ehemaligen Fabriken, gemeinsam feiern sie ein besonders Festival und machen das Dornröschenschloss für eine Woche lang zum lebendigen Chemnitzer Zentrum.

Ein detailliertes Interview mit Thomas Dietze hört ihr übrigens bei Subkultan.

Mehr Fotos findet ihr auf unserem „So geht sächsisch.“-Instagram-Kanal. Macht euch selbst ein Bild von der IBUg. Ihr ward schon da? Na dann postet eure Fotos auf Instagram mit dem Hashtag #ibug und #simplysaxony.

Alle Fotos im Beitrag ©IBUg/ Luise Blumstengel