Hybrid-Sonnenbrillen mit Philosophie

Gute Ideen haben viele, aber man muss auch den Mut haben sie umzusetzen. Den hatten die beiden Wahl-Sachsen Hannes und Matze definitiv, als sie Anfang 2012 spontan beschlossen ein Unternehmen zu gründen. Was mit einer kleinen Sonnenbrillen-Kollektion für Sportler begann (der Berg und die Welle im Logo verkörpern das Surfen und Snowboardfahren), hat sich in wenigen Jahren zu einem beliebten urbanen Street-Style-Label entwickelt. Mittlerweile verkaufen die beiden Jungs ihre Brillen in über 40 Läden in ganz Deutschland und sogar in Frankreich, Spanien und Südkorea findet man ihre Produkte. Doch was bedeutet „Take a Shot“ und was haben ihre Sonnenbrillen anderen voraus? Die beiden Gründer verraten es im Interview.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Hannes und Matze, 26 und 28 Jahre alt, und wir studieren an der TU Dresden und der Uni Leipzig Marketing und BWL. Vor vier Jahren haben wir aus einer Schnapsidee heraus das Sonnenbrillenlabel Take a Shot gegründet. Während eines Auslandssemesters kam uns die Idee, selbst ein Unternehmen zu gründen. Theorie ist zwar immer schön und gut, aber die Praxis fehlt im Studium leider oft. Durch Zufall sind wir dann auf das Thema Sonnenbrillen gekommen.

Was ist das Besondere an euren Brillen?

Das Besondere an unseren Modellen ist der Materialmix. Holz ist zwar sehr schön, aber viele Holzbrillen sind noch immer sehr klobig und das hat uns nicht gefallen. Statt Komplettholz-Brillen machen wir also sogenannte Hybrid-Sonnenbrillen. Wir verwenden zum einen Acetat oder Polycarbonat, also einen Kunststoff, und zum anderen ein Baumwollfasergemisch. Durch diesen speziellen Materialmix haben wir in der Gestaltung sehr viele Möglichkeiten. Wir können zum Beispiel mit Mustern arbeiten oder filigrane Formen designen, bei denen Holzbrillen an ihre Grenzen stoßen.

Was bedeutet Take a Shot?

Take a Shot heißt so viel wie „Mach es einfach“ oder „Trau dich“. Das war unsere Motivation am Anfang, als wir uns nicht sicher waren, das Wagnis mit einem eigenen Unternehmen wirklich einzugehen. Aber wir haben es einfach riskiert und daraus unseren Markennamen abgeleitet, woraus dann unsere gesamte Philosophie entstanden ist, die wir auch privat leben. Wir lieben es, unterwegs zu sein, zu reisen und neue Leute kennenzulernen. So versuchen wir zum Beispiel unsere Business-Trips auch immer mit schönen Dingen zu verbinden.

Was hat euch nach Sachsen verschlagen und was gefällt euch hier?

Wir kommen ursprünglich aus Niedersachsen und Hessen. Wegen der Qualität der Lehre hat uns das Studium nach Sachsen verschlagen, wo wir gemerkt haben, dass sowohl Dresden als auch Leipzig sehr lebenswerte und entspannte Städte sind. Wir fühlen uns beide sehr wohl und werden definitiv erst mal bleiben und unser Unternehmen hier voranbringen.

Welche Pläne gibt es für die Zukunft?

Der Plan ist, unsere Master-Arbeiten fertig zu schreiben und danach mit dem ganzen Team nach Leipzig zu kommen. In der Südvorstadt haben wir schon ein kleines Büro in einer Bürogemeinschaft. Ab Mai möchten wir dann auf die Eisenbahnstraße in einen kleinen Eckladen ziehen, der in Zukunft als Büro, Lager und Showroom dienen soll.

Wer mehr über Matze und Hannes erfahren oder sich durch ihre Brillenmodelle stöbern möchte, kann dies auf ihrer Homepage tun: https://www.takeashot.de.

 

Alle Fotos im Beitrag ©Kai Bergmann