Es gibt mehrere Möglichkeiten, um von Dresden nach Hamburg zu reisen: per Bahn, per Flugzeug, per Auto, per Rad. Aber wie wäre es per Floß?

Ein Team junger Leute hat sich in den Kopf gesetzt, mit dem Floß nach Hamburg zu fahren. Sie bauen es einfach, allen Widerständen zum Trotz: Niedrigwasser, fehlender Auftrieb, Regenschauer. Sie bestreiten „ein Abenteuer, um die kleinen Dinge schätzen zu lernen, für die Besinnung auf das Wesentliche, um den Moment zu leben“, sagen sie selbst. Filmemacher Julius Blum war mit der Kamera dabei – in zweifelnden Momenten, in Augenblicken der Glückseligkeit und bei der Abfahrt am 21. August 2018. Sein Kurzfilm „Flosslassen“ ist bei „Heimat bewegt – #DrausseninSachsen“ dabei.

Julius Blum
© Selma Juhran

Warum bist du bei dem Projekt „Heimat bewegt – #DrausseninSachsen“ dabei?

Freunde wollten als Sommerprojekt dieses Floss bauen und damit von Dresden in Richtung Hamburg aufbrechen. Ich wollte das in irgendeiner Weise filmisch dokumentieren. Als mich „So geht sächsisch.“ auf die neue Filmserie ansprach, ergab sich dann die perfekte Synergie. So ergab sich die Möglichkeit von unserer Geschichte zu erzählen, andere Menschen mit unserer Motivation anzustecken und sie vielleicht sogar zu motivieren, eigene Projekte zu starten.

Welchen Schwerpunkt setzt der Film?

Es geht um positiven Aktionismus. Wir wollten uns selber beweisen, dass wir etwas mit den eigenen Händen schaffen können, auch wenn es auf den ersten Blick ungewöhnlich scheint und sich eine Menge Hürden auftun. Als wir das Projekt begonnen hatten, war es wunderschön anzusehen, wie viele Menschen uns begeistert ihre Hilfe anboten.

Wir wollten unseren Sommerurlaub anders gestalten als üblich, ganz nach unseren eigenen Vorstellungen. Der Film begleitet unsere Idee, mit einem Floss auf Abenteuerreise zu gehen vom ersten Schritt, über viele Hürden bis hin zu seiner Verwirklichung. Das Ende des Films ist der Beginn eines Abenteuers.

Deine Heimat in drei Worten…

bunt, in Bewegung, vielfältig

Dieser Film ist Teil der Filmreihe #DraussenInSachsen 13 junge Filmteams haben ihre persönliche Sichtweise zum Thema Heimat in Kurzfilmen festgehalten. Dabei hat „So geht sächsisch.“ jeden Film mit 5000 Euro unterstützt. Entstanden sind 13 Kurzfilme, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die jedoch alle von der Liebe zur Heimat mit ihren vielen Facetten geprägt sind. Diese 13 Geschichten erzählen eindrucksvoll von und über Sachsen und zeichnen Bilder, die den Zuschauer mitnehmen auf die Reise durch ein vielseitiges Bundesland. Es ist ein moderner, junger Blick auf Sachsen.