Auf Facebook wird die Meldung verbreitet, dass der Inhaber des Elbeparks in Dresden nach einem Verbrechen in der Tiefgarage alle Beweisvideos durch die Überwachungskameras vernichten soll. Die Polizei bezieht schnellstmöglich Stellung und enttarnt den Post als Lüge. Dennoch: Es fängt mit einer einfach dahin geschriebenen Lüge an und kann sich in den sozialen Netzwerken zu einer rasenden Welle entwickeln, die nur sehr schwer wieder zu bremsen ist. Fake-News haben sich bis zu höchsten politischen Ebenen zu einem wachsenden Problem entwickelt. Das Projekt „Fakt oder Fake?!“ der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle, kurz SAEK, zeigt Teilnehmenden von jung bis alt, wie sie sich gegen die Falschnachrichten rüsten können.

Ob in der Großstadt Leipzig oder im vogtländischen Plauen – Jugendliche wie Erwachsene müssen in der Lage sein, die Glaubwürdigkeit von medialen Inhalten einzuschätzen und sollten für deren Manipulierbarkeit sensibilisiert werden. Wichtig ist dabei vor allem, verschiedene Möglichkeiten zum Enttarnen einer Falschnachricht zu kennen und zu erfahren, wie einfach es ist, Bild- oder Audiomaterial mit einer falschen Aussage zu versehen.

Die SAEK sind eine Initiative der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, kurz SLM. Ziel ist die Vermittlung von Medienkompetenz, also die Befähigung zu einem kritischen, selbstbestimmten aber auch kreativen Umgang mit Medien. „Das Projekt wurde von Volontärinnen und Volontären der SAEK entwickelt, um das Thema Glaubwürdigkeit von Medien mit handlungsorientierten Methoden umzusetzen. Das Projektkonzept wird insbesondere von Schulen stark nachgefragt und wurde bereits in mehreren SAEK durchgeführt.“ sagt Robert Helbig, Geschäftsführer des Bildungsunternehmens edmedien, das drei der acht stationären SAEK-Projekte sowie den SAEK mobil betreibt.

Das modular aufgebaute Projekt dient der Medienbildung, genauso wie der Demokratiebildung, da es Lehrinhalte der journalistischen Theorie mit praktischer Medienproduktion wie Bild- und Audiobearbeitung verknüpft und vorwiegend in kleinen Gruppen gearbeitet wird. Je nach Altersgruppe, zwischen 13 und 80 Jahren, können die einzelnen Bestandteile Zielgruppengerecht angepasst werden.

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