Seit ihrem 4. Lebensjahr steht Mariella auf Kufen und trainiert mehrmals die Woche auf dem Eis. Im neuen Winterfilm ist sie die jüngste Darstellerin und hat ein klares Ziel vor Augen. 

 

Mariella ist erst 11 Jahre alt und steht fast jeden Tag auf dem Eis. Hartes Training und viel Selbstdisziplin gehören zum Alltag der Schülerin aus Belgershain. Um die bestmögliche Ausbildung zu genießen, lebt sie unter der Woche mit ihrer Mutter in Chemnitz: „Ich besuche seit dieser Saison die Sportoberschule in Chemnitz. So habe ich noch bessere Trainingsbedingungen.“ Hier fällt es ihr leichter, Schule und Training miteinander zu vereinbaren. „Seit zwei Jahren trainiere ich beim CEC. Meine Trainerin ist Katharina Helwert und sie hat mir schon ganz viel beigebracht.“ Chemnitz ist seit je her eng mit dem Eiskunstlauf verbunden. Mit fünf Medaillen in Olympia, 11 Weltmeister- und neun Europameistertiteln war der SC Karl-Marx-Stadt bereits zu DDR-Zeiten der erfolgreichste Verein des Ostens. Größen wie Gabriele Seyfert, Jan Hoffmann und Katarina Witt haben hier ihren Ursprung. Seit 1990 haben sich vor allem Paare wie Mandy Wötzel und Ingo Steuer einen Namen im Eiskunstlauf gemacht.

Vorbereitung in (fast) völliger Dunkelheit. Eine kleine Herausforderung für die Visagistin am Set.

Mit vier Jahren ging sie das erste Mal aufs Eis und hat es seitdem nur ungern verlassen. Unermüdlich trainiert sie für die nächsten Wettkämpfe. Im Winterfilm von „So geht sächsisch.“ zeigt sie eindrucksvoll, dass sie sich hinter den Großen nicht verstecken muss. Hinfallen und wieder aufstehen, heißt es dort und das ist in diesem Fall für den Film inszeniert. Doch hartes Training und der ein oder andere Patzer gehören natürlich zum Erfolg dazu, denn sie verfolgt ein klares Ziel.

Mein Ziel ist es, Bundeskader zu werden und bei großen Wettkämpfen vordere Plätze zu belegen.

Für den Winterfilm fiel die Wahl ziemlich schnell auf Mariella. Chemnitz – nicht zuletzt schon durch Katharina Witt als Eissportmetropole bekannt – war erster Anlaufpunkt der Regisseure von Centre Films. „Mariella ist einfach professionell, hat keine Angst vor der Kamera und ist für ihr Alter so sicher auf Schlittschuhen wie sonst nur die alten Hasen. Man merkt sofort, dass der Tanz auf dem Eis ihre Leidenschaft ist“, so Martin Förster von Centre Films.

Was im Film wirkt, als wäre Mariella allein auf dem Eis, so versteckt sich in Wahrheit ein ganzes Team hinter den Kulissen.