(Das Rezept wurde in Zusammenarbeit mit Astrid vom Blog Arthurs Tochter kocht erstellt.)

Zu den größten Süßschnäbeln auf Gottes Erdboden gehöre ich nicht. Nicht mehr, um genau zu sein – es ist erstaunlich, wie Geschmacksvorlieben sich im Laufe eines Lebens verändern können. Seit ein paar Jahren verstärkt sich mein Bedarf auf Salziges – im Restaurant würde ich mir anstelle eines Desserts oft am liebsten ein Mettbrot bestellen. Es gibt Studien, die behaupten, der Geschmack eines Menschen ändere sich alle 7 Jahre – vielleicht bin ich also nur in einer Phase, die sich in ca. 2 Jahren wieder auf Süß zurückdreht.

Was ich aber immer essen kann – und zwar das ganze Jahr über, ohne 7-Jahres-Unterbrechung und völlig unabhängig von Außentemperaturen ist Eiscreme. Und im Winter – um die Weihnachtszeit herum: Stollen. Ich liebe Stollen! Vielleicht so sehr, weil er immer noch etwas Besonderes ist. Seine jahreszeitliche Beschränkung lässt ihn in jedem Winter erneut als begehrenswert erscheinen – ähnlich schafft das wahrscheinlich nur der Spargel in seiner Saison. Woran man mal wieder erkennen kann, wie gut es tut, manchen Dingen durch Beschränkung ihre Besonderheit zu belassen. Frei nach Nur Rares ist Wahres.

Warum also nicht die zwei süßen Dinge, die ich am liebsten mag, miteinander vereinen? Zu einem Eis mit Dresdner Stollen – himmlisch! Dieses Eis schmeckt so köstlich, dass ich mir vielleicht doch mal etwas Stollen für den Sommer bunkern werde, ein Dresdner Stolleneis könnte ich wohl auch im August bei 35°C essen.

 

Hier kommt das Rezept:

400 ml Milch

300 ml kalte Sahne

4 Eigelb

100 g Zucker

1 Vanilleschote

1 Prise Salz

1 TL Stollengewürz

250 g Dresdner Stollen, grob zerbröselt

  1. Zuerst wird das Vanilleeis hergestellt. Dazu einfach das Eigelb mit dem Zucker aufschlagen, bis die Masse hell und cremig wird.
  2. Dann die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit einem Teelöffel oder Messer auskratzen und zusammen mit der Milch, dem Stollengewürz und der Prise Salz in einem Topf erhitzen.
  3. Kurz bevor die Vanillemilch beginnt zu kochen, geben Sie sie sehr langsam und unter ständigem Rühren zu der Eigelb-Zucker-Masse.
  4. Jetzt die Vanillemilch zurück in den Topf füllen und dort kurz aufkochen lassen. Das Rühren dabei nicht vergessen!
  5. In einer sauberen Schüssel wird die heiße Vanillemilch jetzt mit der kalten Sahne verrührt, um sie langsam abzukühlen. Falls das Eigelb in der Milch anfängt zu flocken, geben Sie die Vanillemilch einfach durch ein feines Sieb.
  6. Um eine unschöne Haut auf der Vanillemilch zu vermeiden, decken Sie die Milch mit Frischhaltefolie ab, sodass die Folie die Milch wirklich berührt, und lassen Sie sie dann etwa im Kühlschrank durchkühlen, am besten über Nacht, bzw. mindestens 8 Stunden. Der Geschmack wird so noch viel intensiver, als wenn die Masse direkt verarbeitet wird.
  7. Die Masse anschließend in der Eismaschine cremig gefrieren lassen und kurz vor Ende ⅔ des Stollens fein zerbröselt hinzufügen. Dann die Masse zu ⅔ aus der Maschine in eine Back- oder passende Servierform geben, ausstreichen und das letzte Drittel des Stollens etwas grober zerteilt auf die Eiscreme geben. Mit der restlichen Eismasse bestreichen und die Form zum erneuten Durchfrieren in den Tiefkühler stellen.
  8. Vor dem Servieren ca. 10 – 15 Minuten aus dem Tiefkühler nehmen, damit sich das Eis cremiger portionieren lässt.

Wenn Sie dieses Eis probieren, werden Sie das Gefühl haben, Weihnachten schmilzt in Ihrem Mund – himmlisch!

Frohe Weihnachten und ganz viel Freude beim Nach_eisen!

Das Rezept wurde in Zusammenarbeit mit Astrid vom Blog Arthurs Tochter kocht erstellt.