Steffen Dittmar trägt gern eine Mönchskutte. Bei ihm ist das aber nicht das mittelalterliche Büßergewand, der Chef der Bergquell-Brauerei Löbau ist vielmehr ein ganz und gar sinnenfreudiger Mensch. „Die Mönche haben das Bier gebraut und hierher gebracht. Wir sind gewissermaßen die Erben“, so Stefen Dittmar, Brauer mit Leib und Seele und auch Chef des sächsischen Brauerverbandes. Nachhaltigkeit und Regionalität sind ihm wichtig. In einer Halle auf dem Brauereigelände führt er stolz vor, was das bedeutet.

„Hier werden Männerträume wahr“, schmunzelt er und zeigt seine einzigartige „Trabi-Ausschankflotte“, die bei Festen und Umzügen aller Art für Furore sorgen. Dazu kommen klassische Kutschen und diverse Spezialfahrzeuge, bis hin zum römischen Streitwagen mit Bergquell-Logo, den der Chef bei einschlägigen Rennen auch selbst lenkt. „Wir brauen nicht einfach nur Bier“, so Steffen Dittmar, „wir wollen auch das Leben genießen“.

Steffen Dittmar am Braukessel. Bierbrauen ist für ihn nicht nur Beruf, sondern Leidenschaft.

Seit über 160 Jahren wird in Löbau bereits Bergquell-Bier gebraut. Nach einigen gescheiterten Privatisierungsversuchen nach der Wende war Dittmar der Retter von Löbau. Er stammt aus einer Brauerfamilie, „Mir liegt Bier gewissermaßen im Blut“, resümiert er.

Heute ist der Brauereibetrieb zu einem der modernsten in Europa angewachsen und vertreibt seine Biere sogar bundesweit. Insbesondere das „Lausitzer Porter“ ist der Verkaufshit aus Löbau. Die Rohstoffe kommen aus der Region. Es werden moderne, energie- und ressourcenschonende Verfahren genutzt, dafür gab es auch schon diverse Preise. Steffen Dittmar ist aber niemand, der seinen Erfolg an die große Glocke hängt, er ist ein Macher und ersinnt immer wieder neue Ideen. Es sind viele Gründe, weshalb die Brauerei in der Oberlausitz sich von einer kleinen Regionalbrauerei zu einem solchen Erfolgsunternehmen entwickelt hat. An erste Stelle steht jedoch mit Sicherheit die Liebe zum Bier, die hier kompromisslos gelebt wird.

www.bergquell-porter.de