Sky du Mont ist auf Besuch im Palais im Großen Garten in Dresden. Gemeinsam mit dem Armida Quartett liest er beim musikalisch-literarischen Abend der Musikfestspiele Dresden die Rolle des Lebemanns und Verführers Casanova. Wir haben ihn getroffen und mit ihm über Sachsen, Dialekte und Theater gesprochen.

Frage: Herr du Mont, wie kam es zu Ihrem Engagement im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele?
Antwort: Hört man den Namen Casanova, ist eine Assoziation schnell gefunden: die des Liebhabers unzähliger Frauen. Über den Menschen Giacomo Girolamo Casanova weiß ich leider sehr wenig. Dabei hatte er viele Facetten, war Verführer, Glücksspieler, aber auch Autor und Chronist seiner Zeit. Und nur die Wenigsten wissen um die enge familiäre Verwurzelung Casanovas in Dresden – seine Mutter war Schauspielerin an der italienischen Komödie, seine Schwester Tänzerin im Ballett und der Bruder gar Direktor der hiesigen Kunstakademie. Diese Geschichte zu erzählen hat mich gereizt – aber natürlich auch die Aussicht, Sachsen wieder einmal einen Besuch abzustatten. Hier werde ich immer mit offenen Armen und Herzen empfangen.


Frage: Wie gut kennen Sie Sachsen?
Antwort: Ich habe Sachsen unzählige Male besucht, oft im Rahmen meiner Engagements, und ich habe mich immer sehr wohl hier gefühlt. Hauptsächlich war ich in Dresden und Leipzig zu Gast, habe beispielsweise mit der „Rocky Horror Show“ in Leipzig gastiert, kenne die Leipziger Buchmesse gut. Als Hamburger fühle ich mich aber Dresden grundsätzlich sehr verbunden – beide Städte verbindet nicht nur die Elbe, sondern auch meine Leidenschaft.

Sky du Mont im Gespräch mit Linda Brandt, Sächsische Staatskanzlei.

Frage: Was schätzen Sie an Sachsen besonders?
Antwort: Ich finde, das Land hat sich unfassbar verändert – speziell Dresden, das auf dem besten Weg zur Weltstadt ist. Es gibt hier ein extrem reichhaltiges kulturelles Angebot. Und es ist enorm viel in Bewegung hier, das fasziniert mich sehr.

Frage: Welches Image hat Sachsen Ihrer Meinung nach?
Antwort: Auf jeden Fall kein negatives. Im Gegenteil: Die Sachsen sind freundlich und entgegenkommend, offen und gastfreundlich – das habe ich in vielen Begegnungen mit Sachsen immer wieder gespürt. Allein der sächsische Dialekt hat vielleicht ein Schmunzelimage, aber das sei ihm vergönnt – auch das Schwäbische oder das Fränkische sind Geschmackssache – da sollte man tolerant sein, schließlich haben Dialekte immer auch etwas mit einer gemeinsamen Identität zu tun.

Alle Fotos im Beitrag ©Anke Wolten-Thom