An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden bereitet der faranto e. V. Studierenden aus aller Welt einen leichten Start.

Ein Studium am anderen Ende der Welt? Das verspricht viele tolle Erfahrungen: neue Menschen, eine fremde Sprache – und jede Menge Formulare. Damit zwischen Studentenbüro, Meldestelle, Krankenkasse und Bank kein Student verloren geht, kümmert sich der faranto e.V. seit 2001 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden um die Studierenden aus vieler Herren Länder. „Ich wurde direkt am Flughafen abgeholt“, sagt Shin Youjin. Die Südkoreanerin studiert in Seoul Elektrotechnik und ist für ihr Austauschsemester zum ersten Mal nach Europa gereist. Inzwischen war sie bei der Meldestelle und hat sich im Studentenbüro immatrikuliert – „allein wäre es viel komplizierter gewesen“, meint sie auf Englisch.

Bis zu 100 internationale Studierende

„Im Sommersemester sind es meist nur etwa 35 Gaststudenten“, erklärt Markus Dietze vom faranto e. V., „doch im Winter können es auch schon mal 100 sein – dann haben unsere Mitglieder alle Hände voll zu tun.“ Der angehende Wirtschaftsingenieur engagiert sich seit zwei Jahren ehrenamtlich im Verein, insgesamt sind 25 Studierende mit von der Partie. Der Name des Vereins stammt aus der Weltkunstsprache Esperanto und bedeutet „der Machende“. Und gemacht wird tatsächlich einiges, in enger Kooperation mit dem Akademischen Auslandsamt der HTW Dresden, das Partnerschaften mit vielen Universitäten und Hochschulen rund um den Globus pflegt. „Im Laufe der Einführungswoche kommt noch ein Vertreter der AOK zu uns, der sich um die Krankenversicherung der nichteuropäischen Studenten kümmert“, sagt Markus Dietze. Nötigenfalls können die Studenten auch ein Girokonto für ihren Gastaufenthalt eröffnen – „der Bankberater kommt direkt zu uns und die Studenten können alle Formalitäten hier in der Hochschule erledigen.“

Im Erasmus-Netzwerk

Das ehrenamtliche Engagement kommt an bei den Austauschstudenten. Jonas Korhonen aus Finnland wird in Dresden den Studiengang International Business belegen „und dabei auch ein bisschen Deutsch lernen“, so hofft der 23-Jährige. Der Empfang sei wirklich super gewesen und habe ihm einen leichten Start in Dresden verschafft. Lara Rubio Pérez aus Valencia (Spanien) pflichtet ihm bei: „Manche Formulare sind schon sehr kompliziert, aber mit den Leuten von faranto war das alles kein Problem.“ Die Designstudentin will in Dresden Deutsch lernen und kam – wie die meisten Austauschstudenten – im Rahmen des Erasmus-Programms der EU nach Deutschland. Der faranto e. V. ist im Erasmus Student Network gut vernetzt, um den Studenten beste Bedingungen zu verschaffen. Markus Dietze selbst hat noch kein Auslandssemester absolviert, „aber im Masterstudiengang könnte es klappen – am liebsten in Krakau“. Bleibt zu hoffen, dass er dort genauso gut empfangen wird wie die Gäste in Dresden.