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Kunst und Handwerk im Duett

Individuelle 3D-Schwibbögen, beleuchtete Tannenbäume, Pyramiden, Räuchermännchen – das Unternehmen RATAGS ist einer der größten Hersteller erzgebirgischer Volkskunst. In filigraner Handarbeit fertigen die Kunsthandwerker jedes Einzelstück mit Liebe, Geduld und viel Geschick. Besonders die Schwibbögen sind deutschlandweit begehrt.

Kunsthandwerkerhaus

Langenwolmsdorf, etwa 25 Kilometer von Dresden entfernt. Hier befindet sich das RATAGS-Kunsthandwerkerhaus. Eingebettet in sanfte Hügel und grüne Felder. Auf über 20.000 Quadratmetern Fläche bieten die beiden Dreiseithöfe im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge den Besuchern – normalerweise - Kunst und Handwerk, vereint mit Schauwerkstatt, Handel, Gastronomie, Pension, einem Tiergehege und einem eigenen Märchenwald.

Die RATAGS-Erlebniswelt befindet sich auf zwei 3-Seitenhöfen. Foto: RATAGS Kunsthandwerk

Als einer der größten Hersteller erzgebirgischer Holzkunst fertigt RATAGS all seine Produkte in filigraner Handarbeit am Stammsitz in Langenwolmsdorf. Die individuelle Entwicklung von Modellen erfolgt nicht nur für die eigene Produktion, sondern auch für namhafte Firmen wie Käthe Wohlfahrt oder die Hummel Manufaktur Rödental. RATAGS steht für Erfindergeist und erzgebirgisches Kunsthandwerkund ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Unter anderem in den USA, in Brasilien, Mexico, Russland, Kanada, Singapur, Japan, Guatemala und auf den Philippinen werden die Produkte verkauft. RATAGS beschäftigt heute circa 100 Mitarbeiter, im März 2017 feierte das Unternehmen sein 30-jähriges Jubiläum.

Die ausgesägten Schwibbogen-Platinen kommen aus der Werkstatt und werden in der Schauwerkstatt in Handarbeit weiter verarbeitet. Foto: Tommy Halfter

1987 als 2-Mann-Unternehmen gegründet, wurde RATAGS-Holzdesign nach dem Mauerfall zum führenden Hersteller für innovative Schwibbögen. Mit der Erfindung des Doppelschwibbogens durch die Firmengründerin Gitta Heider begann damals eine neue Ära.

Charakteristisch für einen Doppelschwibbogen oder 3D-Schwibbogen sind zwei parallele, in Laubsägearbeit hergestellte Bogenringe, zwischen denen eine LED-Beleuchtung platziert ist, die für eine indirekte Beleuchtung sorgt. Die Lichter sind hinter Tannen, Fenstern und Figuren versteckt und sorgen so nicht nur für wundervolle Lichteffekte, sondern bringen die vielen kleinen und liebevollen Details zum Leuchten.

Nach dem Einbau der Beleuchtung beklebt eine Mitarbeiterin die Schwibbögen mit verschieden ausgesägten Sperrholzelementen oder bestückt sie mit gedrechselten oder geschnitzten Figuren. Die Endkontrolle erfolgt mit „Adleraugen“. Foto: Tommy Halfter

Unternehmerin des Jahres

2005 erhielt Heider dafür den großen Preis des Mittelstandes: Sie wurde als Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet. Ihre Vision: “Ein Stück heile Welt – Kunst und Handwerk ideal vereint”, ist heute Wirklichkeit geworden.

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