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Leben & Arbeiten

Gewinner des Sächsischen Verlagspreises 2022 wurden geehrt

Sächsischer Verlagspreis Gruppenbild
In Zusammenarbeit mit

20 Verlage erhalten jeweils 10.000 Euro und werben fortan als „So geht sächsisch.“-Botschafter

Große Freude bei den Preisträgerinnen und Preisträgern des diesjährigen Sächsischen Verlagspreises: Wirtschaftsminister Martin Dulig und Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch überreichten den 20 Gewinnern am 7. November 2022 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Leipziger Museum für Druckkunst ihre Auszeichnung und ehrten damit herausragendes verlegerisches Wirken. In einem starken Wettbewerbsumfeld hatten sich die Verlage zuvor gegen die Mitbewerber durchgesetzt und die Jury von ihrem verlegerischen Können und Verlagsprogramm, ihrem Innovationsgeist, kreativen Ideen und Visionen überzeugt.

Im Leipziger Museum für Druckkunst wurde am 07.11. der sächsische Verlagspreis verliehen. Foto: © Nikolai Schmidt

Zwei Drittel aller sächsischen Verlage haben sich beteiligt

Insgesamt haben sich 84 unabhängige sächsische Verlage von den insgesamt 131 Verlagen, die im Freistaat ansässig sind, beworben. Dabei nahmen Leipzig als Zentrum des Buchmarktes mit 38 und Dresden mit 21 Bewerbungen die Spitzenpositionen ein. Ein gutes Viertel der teilnehmenden Verlage hat seinen Sitz im ländlichen Raum.

Die Vielfalt der Preisträger spiegelt das breite Leistungsspektrum der sächsischen Verlagsbranche wider: Romane, Lyrik, Kinder- und Jugendbücher, Sachtexte, sorbische Literatur, theologische Werke, afrikanische Literatur, jüdische Themen, sächsische Geschichte, Kunst und Kultur und andere Themen werden in Sachsen erfolgreich verlegt.

Die Gewinner im Überblick:

  • Akono Verlag Leipzig, Leipzig
    Der Akono Verlag verlegt zeitgenössische Prosa und Lyrik aus afrikanischen Ländern und der Diaspora. Außerdem ist er Herausgeber eines Onlinemagazins für die Werke junger afrikanischer Nachwuchstalente.
  • Buchkinder Leipzig e.V., Leipzig
    Der Verlag Buchkinder e.V. aus Leipzig hat seit 2001 mehr als 4.000 Kinder auf ihrem schöpferischen Weg zu ihren eigenen Geschichten und Büchern begleitet. Aktuell arbeiten 190 Kinder in 11 verschiedenen Kursen an ihren Buchprojekten.
  • Domowina-Verlag GmbH, Bautzen
    Der Domowina-Verlag aus Bautzen gibt sorbische Bücher und Zeitschriften sowie deutschsprachige Werke über sorbische Themen heraus.
  • E. A. Seemann Henschel GmbH & Co. KG, Leipzig
    Der Leipziger Verlag ist auf Kunst und Kunstgeschichte spezialisiert. Zum Programm gehören Sachbücher zur bildenden Kunst, insbesondere die Kunst bis zur Moderne und das Bauhaus.
  • Edition Hamouda Leipzig, Leipzig
    Die Edition Hamouda verfolgt mit den verlegerischen Schwerpunkten Belletristik, Gesellschaftswissenschaften und Kulturgeschichte das Ziel, den kulturellen Dialog zu fördern. Der Verlag, 2006 gegründet, sieht sich als Brückenbauer zwischen den Kulturen.
  • edition überland, Leipzig
    Die edition überland ist ein unabhängiger und noch junger Leipziger Verlag mit einem feinen belletristischen Programm und Sachbüchern zu ausgewählten regionalen Themen: von der Erzählung über den Roman, von Autofiktion und Feuilleton bis zum klassischen Sachbuch.
  • Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig
    Die Evangelischen Verlagsanstalt ist einer der größten konfessionellen Verlage im deutschsprachigen Raum. In seiner mehr als 75-jährigen Geschichte hat er sich mit der Veröffentlichung religiöser und theologischer Literatur, von Noten und Kunstbänden, aber auch von Kleinschriftentum und Gebrauchsliteratur großes Renommee erarbeitet.
  • Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig, Leipzig
    Der traditionsreiche Verlag bringt Jahr für Jahr neue Bücher zu jüdischem Leben in Deutschland und zu anderen spannenden Themen heraus, die (nicht nur) jüdische Menschen beschäftigen. Dazu zählen Romane ebenso wie Biografien, politische Sachbücher, Werke zur Zeitgeschichte, Kinderbücher und Kochbücher.
  • hochroth Leipzig, Leipzig
    Das hochroth-Kollektiv besteht aus sechs eigenständigen Standorten, darunter das Leipziger Autorenkollektiv. Das Besondere an hochroth-Büchern:  Sie sind allesamt in Manufaktur hergestellte, nummerierte Unikate, hauptsächlich kurze Prosa und fremdsprachige Lyrik.
  • Klett Kinderbuch Verlag GmbH, Leipzig
    Der Verlag überzeugt mit einem frischen Verlagsprogramm für kleine Leserinnen und Leser zwischen zwei und zwölf Jahren, vom Bilderbuch bis zum Sachbuch.
  • Lagato Verlag e. K.
    Der Lagato Verlag ist ein unabhängiger Hörbuchverlag mit den Themenschwerpunkten populärwissenschaftliche Sachbücher und Ratgeber.
  • Lehmstedt Verlag, Leipzig
    Der Lehmstedt Verlag wurde 2003 in Leipzig gegründet und hat sich auf die Kulturgeschichte Mitteldeutschlands, Fotografie und Reiseführer spezialisiert.
  • Lubok Verlag
    Der Lubok Verlag entstand 2007 in Leipzig und hat sich ganz dem Künstlerbuch verschrieben. So werden in der Lubok-Reihe originalgrafische Bücher in größeren Auflagen mit Linolschnitten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler veröffentlicht.
  • Mirabilis Verlag, Klipphausen/Miltitz
    Beim Mirabilis Verlag liegt der Schwerpunkt auf Erzählungen und Romanen, teilweise in Verbindung mit Grafiken, Zeichnungen und Fotografien.
  • Poetenladen Verlag, Leipzig
    Aus einem ehemaligen Online-Portal für junge Literatur hat sich mit dem Poetenladen-Verlag ein erfolgreicher Verlag entwickelt, der eine umfangreiche verlegerische Bandbreite - von Erzählungen über Romane bis zu Lyrik – anbietet.
  • Sandstein Verlag, Dresden
    Der Sandstein Verlag mit Sitz in Dresden führt ein kunst- und kulturgeschichtliches Programm. Die Schwerpunkte des Verlages sind Kunstbücher, Museums- und Ausstellungskataloge zu den Themen Kunst, Kunstgeschichte, Geschichte, Architektur und Denkmalpflege.
  • Sax-Verlag, Markkleeberg
    Der Sax-Verlag steht seit seiner Gründung 1992 für ein vielfältiges Sachbuchprogramm mit dem Schwerpunkt auf mitteldeutscher Landesgeschichte.
  • Spector Books oHG, Leipzig
    Spector Books verlegt Bücher am Schnittpunkt von Kunst, Film, Architektur, Theorie und Design. Der Verlag ist auch international tätig und veröffentlicht oft zweisprachig.
  • Palomaa Publishing, Leipzig
    Der Independent Verlag will Frauen eine Bühne bieten und verlegt Sachbücher, eBooks und Art Prints ausschließlich von Frauen.
  • Trottoir Noir Verlag Marcel Raabe, Leipzig
    Notizen, Stenogramme, Reportagen, Comics – der Trottoir Noir Verlag interessiert sich für Aufzeichnungen aller Art.

Preisträger werben als „So geht sächsisch.“-Botschafter für den Freistaat

Erstmals und einmalig wurde der Branchenpreis 2022 unter dem Dach der Kampagne „So geht sächsisch.“ und im Schulterschluss von Sächsischer Staatskanzlei, Sächsischem Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) und Sächsischem Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) verliehen. In den Vorjahren – seit 2018 – war immer nur ein sächsischer Verlag für seine verlegerischen Leistungen prämiert worden; 2022 hat eine unabhängige Fachjury die 20 besten Verlage gekürt.

Die Jury bestand aus Katharina Bendixen (Sächsischer Literaturrat e. V.), Julia Blume (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Matthias Jügler (Autor), Angela Malz (Universitätsbibliothek Chemnitz), Dr. Katrin Schumacher (MDR Kultur), Helmut Stadeler (Börsenverein des Deutschen Buchhandels) sowie Marlies Uhde (Buchhandlung Grimma). Auch Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Ministerien sowie der Staatskanzlei wirkten in der Jury mit. Das Gremium zog bei seiner Entscheidung, wer zu den besten sächsischen Verlagen zählt, Kriterien wie das verlegerische Profil und die Wertschöpfungsbeziehungen der Verlage heran und berücksichtigte ebenso, inwieweit die Verlage mit ihrem verlegerischen Wirken den Verlags- und Buchstandort Sachsen stärken.

Es wurde auf innovative Ideen und Projekte der Verlage geachtet

Ziel des Branchenpreises ist es, das Wirken sächsischer Verlage sichtbar zu machen und besondere verlegerische Leistungen auszuzeichnen. Gesucht wurden unabhängige Verlage mit kreativen Geschäftsideen und einem herausragenden Verlagsprogramm, die Visionen für die Zukunft des Verlags- und Messe-Standorts Sachsen entwickeln und sich mit innovativen Ideen und Projekten am Dialog über die Zukunft der Branche am Standort Sachsen beteiligen. Die prämierten Verlage erhalten mit dem Preisgeld die Gelegenheit, als Kampagnenbotschafter von der großen Reichweite von „So geht sächsisch.“ zu profitieren und werden sich auf der Leipziger Buchmesse 2023 präsentieren.

Alle Bilder im Beitrag © Nicolai Schmidt