Der NKF-Summit zählt zu den angesehensten Veranstaltungen, wenn es um die digitale Revolution und belebende Inspiration dazu geht. Nun fand er zum ersten Mal in Dresden in der Gläsernen Manufaktur statt. Sie bot nicht nur der sächsischen Startup-Szene eine ganz, ganz große Bühne. „Startups meets Corporates“ war das Motto und Internet of Things, New Mobility sowie Industry 4.0 die Themen.

Die Hauptbühne inmitten der Manufaktur war Schauplatz verschiedenster Podiumsdiskussionen. So zum Beispiel machte das Panel zum Thema „Urban Mobility: Die Mikromobilität in den Städten von morgen“ klar, dass sich das Stadtbild in den nächsten Jahren schneller verändern wird, als wir es jemals zuvor erlebt haben. Neue und individuelle Mobilitätsangebote erobern den Markt. Die Automobilwirtschaft erlebt mit der Elektrifizierung gerade eine große Veränderung. Sharing-Modelle etablieren sich in den Bereichen Automobilität, Nahverkehr und Mikromobilität. Mit Letzterem wird oftmals die Frage des letzten Kilometers verbunden.

Mit den Aspekten der Mikromobilität setzt sich auch das weltweit „älteste“ Mobilitäts-Startup Nextbike aus Leipzig auseinander. Das Unternehmen aus Leipzig zählt in diesem Bereich zu den Pionieren. Seit 2004 vermarkten sie von Sachsen aus ihr Fahrradverleihsystem. In über 60 deutschen Städten und in aktuell 27 Ländern sind sie mittlerweile vertreten.

Aber auch mit anderen jungen Unternehmern aus München (UrmO GmbH) und Berlin (TIER Mobility GmbH und Electric Mobility Concepts GmbH/emmy sharing) wurde über Vor- und Nachteile der jeweiligen Konzepte und die Zukunft der Mobilität an sich diskutiert. Mikromobilität und Sharing-Modelle haben das Potential nicht nur unsere Städte von Lärm, Smog und lästigen Stau zu befreien, so der Veranstalter.

Doch auch eine wichtige grundlegende Frage stand im Raum: Wie ist es um Sachsens Innovationskraft und -freundlichkeit gestellt? Auf dem Panel „Startup-Standort Sachsen“ teilten vier Jungunternehmer aus Sachsen ihre Erfahrungen dazu mit dem Publikum. Ob mit Förderprogrammen des Freistaat Sachsens oder mit Eigenmitteln – mit einer guten Idee und dem richtigen Team können auch Sachsen große Erfolgsgeschichten schreiben, wie die bereits verkauften Lovoo GmbH und Bike24 GmbH sowie etablierte Unternehmer wie Nextbike GmbH oder junge Neugründungen wie Packwise GmbH zeigen. Das Ökosystem Sachsen ist für seine große Fachkompetenz, eine hohe Förderquote, seine Nähe zu Berlin und seine hohe Diversität bekannt. Egal, welches Problem es gibt, Sachsen wird forschen, nachdenken und Lösungen entwickeln. Die hohe Dichte an Forschungsinstituten, wie Fraunhofer, Max Planck oder Leibnitz, die starken anwendungsorientierten Hochschulen, wie die Technischen Universitäten in Chemnitz, Dresden oder Freiberg, der starke Mittelstand und nicht zuletzt der stark geförderte Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zeugen vom vorhandenen Potential Sachsens. Wer Rohdiamanten in Startup-Deutschland sucht, wird in Sachsen fündig. Diese Standortvorteile nutzen seit vielen Jahren unter anderem verschiedene deutsche Autobauer. VW, BMW und Porsche haben Sachsen still aber nicht ganz heimlich zum Zentrum der Elektroautomobilität entwickelt. Nicht ohne Grund also fand die fünfte Ausgabe des NKF-Summits in der Gläsernen Manufaktur statt, dem Ort des ersten in Serie gefertigten vollelektrischen Automobils des größten deutschen Autobauers Volkswagen.

Diese Botschaften kamen auch bei den anwesenden Investoren an. Ein Wegbereiter der Veranstaltung, Andreas Winiarski, spricht schon von einer neuen Phase der Digitalisierung und sieht die Zukunft der Investoren in den Kernbereichen der deutschen Wirtschaft. Der Bereich Mobilität ist mit der „New Mobility Revolution“ längst weltweit im Umbruch, auf dem Gebiet der Energie verändern alternative Energiequellen die Produkte unseres Alltags immer schneller und der Bereich des Maschinenbaus wird durch die Digitalisierung immer smarter.

Um jungen Startups mit etablierten Unternehmen des sächsischen Mittelstands und Investoren beziehungsweise Venture Capitalists aus ganz Deutschland zusammenzubringen, bot der Veranstalter NKF-Media ein Speed-Networking und andere Pitchmöglichkeiten an. In sogenannten Masterclasses konnten sich schließlich Interessierte Fachvorträge zu interessanten Themen wie beispielsweise „Blockchain, jenseits des Hypes“ anhören und Fragen stellen. Zudem hat Jan Thomas mit seiner NKF-Media eine Sonderausgabe mit dem Titel „Startup-Szene Sachsen“ der Zeitschrift Berlin Valley herausgebracht, in der die Teilnehmer mehr über Sachsen erfahren können.

Der NKF-Summit war in seiner fünften Ausgabe ein Gewinn; nicht nur für Sachsen. Das sieht auch Andreas Winiarski, einer der Wegbereiter dieser Veranstaltung, so und fasst in seinem Blog gleich noch seine wichtigsten Lehren aus dem NKF-Summit zusammen. 

NKF Summit