Von Mai 2016 bis Januar 2017 ist das Chemnitzer Industriemuseum nicht nur wegen der Reise durch mehr als 200 Jahre sächsischer Industriegeschichte einen Besuch wert (stilecht muss zum Beispiel das Eintrittsticket vor dem Besuch der Ausstellung an einem Fahrkartenautomaten abgestempelt werden). Auch in der aktuellen Sonderausstellung, die ganz unter dem Motto des Fahrrads als Trendverkehrsmittel der Gegenwart steht, gibt es Spannendes zu entdecken.

Renaissance eines Verkehrsmittels

Ob als Sportgerät, Transportmittel, Liebhaberstück oder Statussymbol: Schon längst muss sich das Fahrrad nicht mehr hinter dem Auto verstecken. Als dessen kostengünstige und umweltfreundliche Alternative gewinnt das am meisten benutzte Verkehrsmittel der Welt stetig an Bedeutung. Durch ein zunehmendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Gesundheit sowie immer mehr Mobilitätsprobleme in Großstädten wird aus dem „ungeliebten Drahtesel“ nun ein effizienter Hoffnungsträger der modernen Gesellschaft.

Von der historischen Laufmaschine zum Elektrorad

Von Laufmaschine und Hochrad über Rennrad und Cruiser bis hin zu Mountainbike und Elektrorad: Die rund 200 Jahre alte Geschichte des Fahrrads ist äußerst vielseitig.
Auf rund 600 m² erlebt der Besucher in der Ausstellung so zum Beispiel die Anfänge des Rads als exklusives Sportgerät für den Adel, seinen Einsatz als Alltagsverkehrsmittel oder wie es in der Nachkriegszeit durch das Auto immer mehr an Bedeutung verlor, um später als wichtiger Akteur in sozialen und ökologischen Bewegungen nach und nach wieder aufzublühen.

Über 100 zum Teil außergewöhnliche Fahrräder stellen ihre Technik-, Kultur- und Designgeschichte ausdrucksvoll dar. Das Fahren auf einem Hochrad darf von schwindelfreien Besuchern sogar selbst erprobt werden.

Schwerpunkt Sachsen

Neben der allgemeinen Geschichte des Zweirades ist im Besonderen auch die Bedeutung der industriellen Produktion in Sachsen zu sehen. Historische und moderne Fahrräder regionaler Marken wie Diamant, Wanderer, Mifa oder Presto können bestaunt werden. Anschauliche Informationen zu Themen wie gegenwärtige und zukünftige Mobilitätsaspekte, die Rolle des Radsports und mediale Elemente runden die Ausstellung ab und machen sie zu einem interessanten Erlebnis, das nicht nur „Fahrrad-Freaks“ begeistert.

Alle Infos zum Museum hier.