In Israel leben noch 200 Holocaust-Überlebende – ein Drittel davon unterhalb der Armutsgrenze. Seit 2007 steigen Handwerker der Sächsischen Israelfreunde e. V. mehrmals im Jahr in den Flieger und verbringen ihren Urlaub damit, Versöhnungsarbeit der besonderen Art zu leisten: Sie renovieren unentgeltlich die Wohnungen von Holocaust-Überlebenden, sie decken Dächer und reparieren Gas- und Wasserleitungen.

Regisseurin Ilona Rothin hat die Handwerker begleitet und im März 2014 ihren Film „Was heißt Dachpappe auf Hebräisch?“ im Beisein von Holocaust-Überlebenden und Handwerkern aus Sachsen im Goethe-Institut in Jerusalem vorgestellt. Die Reportage zeigt Einsätze der Handwerker nicht nur im Norden an der libanesische und syrischen Grenze, sondern auch auf palästinensischem Gebiet, wo arabischen Kindern in einer Behinderten-Werkstatt in Bethlehem geholfen wird. Für die Sachsen ist das nur eine Selbstverständlichkeit: „Wenn es den Menschen in diesem Land gutgeht, dann geht es Israel gut. Wir sehen das als Ganzes. Wir möchten, dass es den Palästinensern möglichst gutgeht.“

Der ganze Film als DVD: www.zum-leben.de