Seit gestern Abend verbreitet sich ein spektakuläres Zeitraffervideo rasant im Internet, in dem Graffiti-Weltstar „MadC“ gut 8.000 qm einer alten Halle am Flughafen Dresden in ein Gesamtkunstwerk verwandelt. Innerhalb weniger Stunden wurde der Clip bei Facebook und YouTube über 100.000 mal angeschaut und tausendfach geteilt.

Der Flughafen Dresden bot Ende vergangenen Jahres das dem Abriss geweihte Abflugterminal zur künstlerischen Gestaltung an. Kurzfristig holte die Standortkampagne „So geht sächsisch.“ dafür den Filmemacher und Kurator René Kästner aus Chemnitz ins Boot. Ihm gelang es, die aus Bautzen stammende, international renommierte Künstlerin Claudia Walde alias „MadC“ für dieses außergewöhnliches Filmprojekt zu begeistern.

Claudia hat schon auf der ganzen Welt, gemalt, gesprüht und ausgestellt. Ihr Stil wurzelt in der Graffiti Kunst, welche in farbig lebendigen und dynamischen Kaligraphien sowie transparenten Farbflächen an der Wand explodieren. Die vorher geplant komponierten Farbzusammenspiele treffen auf spontan schnell gemalten Linien, die der ganzen Szenerie eine Tiefe verleihen. So war ihre Kunst schon in Magazinen wie National Geographic, GQ, The Guardian, der Spiegel, GraffitiArt Magazine und vielen mehr zu sehen.

Aktuell wird noch eine Kurzdoku produziert, die demnächst im Rahmen der arte Creative Dokuserie „Street Atelier“ ausgestrahlt wird. Eine öffentliche Begehung ist leider nicht möglich, die Abrissarbeiten am Flughafen Dresden sind bereits in vollem Gange.

Alles über die Arbeit von MadC auch hier.