Es ist so eine Sache mit den Etiketten. Messestadt, Buchstadt, Musikstadt – Leipzig schmückt sich mit vielen Attributen.  Das neueste Etikett weist die sächsische Metropole als  „Stadt des Designs“ aus. Der Weg dahin war gar nicht so leicht, auch wenn die Vision der beiden Gründer der Designers‘ open (DO) von Anfang an klar war: Wenn es etwas nicht gibt, machen wir es eben selbst – und zwar so, wie es zu uns und unserer Stadt passt.

Designers Open 2016 am 22.10.2016 in Leipzig Foto Tom Schulze tel. 0049-172-7997706 mail post@tom-schulze.com web www.tom-schulze.com

Designers Open in Leipzig im ENK der Baumwollspinnerei, Foto: Tom Schulze

2005 war Premiere für das Designfestival, das neben einer Verkaufsmesse zahlreiche  dezentrale Spots in der Innenstadt einband. In leerstehenden Immobilien trafen Newcomer der mitteldeutschen Designszene auf ein internationales Publikum. Es war von Anfang an eine besondere Veranstaltung mit subkulturellem Charme – urban und hip – allerdings kein bisschen „hipster“. Leipzig eben.

Über die Jahre haben sich die Designers‘ open  weiterentwickelt, verändert, professionalisiert. Und doch spürt man sie noch: diese besondere Aufbruchstimmung, den kreativen Spirit, der die Szene eint. Auch wenn die Designers‘ open mittlerweile nicht mehr in leerstehenden Häusern stattfinden, sondern 2016 erstmals in der frisch sanierten Kongresshalle der Leipziger Messe.  14 unterschiedliche Säle auf vier Ebenen gaben den verschiedenen Themenwelten DO/Interior & Furniture, DO/Fashion & Accessories, DO/Research & Industry, DO/Architecture und DO/Graphic hier ausreichend Platz. Erstmals gab es eine Men‘s World für designbegeisterte Herren und eine Kids Corner. Im Sonderausstellungsbereich „Zeitgenössische Kunst“ stellten junge, professionelle Künstlerinnen und Künstler aus, die von einer Jury kuratiert wurden.

Was die  DO so einzigartig macht? Sie sind mehr als eine reine Verkaufsmesse.  An diesen Tagen im Oktober atmet die ganze Stadt Design, sind Galerien, Shops und Manufakturen in ganz Leipzig geöffnet;  parallel dazu findet die GRASSIMESSE statt. Das kreative Potenzial dieser Stadt ist einmalig. Genau diesen Spirit brauchen die Menschen in Leipzig, um sich zu entfalten – in einer Stadt, in der noch vieles unfertig und perfekt unperfekt ist.

Diesen Charme genoss auch die internationale Bloggerszene. So staunte Dänemarks erfolgreichster Interiorblogger Alan Torp von Bungalow5 über die szenigen Cafés und die kreativen Plätze in der Stadt. Seinen Artikel lest ihr hier.

Die Stuttgarterin Sabine Wittig vom Interiorblog azuweiss  sagt: „Mir hat an der DO besonders gut der Mix aus Interior, Mode plus Kunst gefallen, und ich fand die in der ganzen Stadt verteilten Spots sehr inspirierend. Schade nur, dass die Zeit nicht für alle Spots gereicht hat … Ich hab‘ einige richtig gute Labels entdeckt und bin außerdem frisch verliebt in Leipzig – der nächste Trip dorthin ist für nächsten Sommer schon fest eingeplant.“ Sabines Beitrag findet ihr hier.

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Elf Blogger aus Deutschland und Dänemark waren bei den Designers‘ Open zu Gast. Gastgeber für die Blogger war das Team von Kiss&Tell. Foto: Anne Schwerin