Dass Großes keine großen Worte braucht, bewies die Aktion des Leipziger Gewandhausorchesters auf einprägsame Weise: Am Tag, an dem sich der Mauerfall hierzulande zum 25. Mal jährte, begeisterten die Musiker mit einem Überraschungskonzert unter freiem Himmel das New Yorker Publikum. Sie bescherten der Stadt, die wie kaum eine andere für die Tugenden der Freiheit und Unabhängigkeit steht, einen ganz besonderen, sächsischen Moment. Unter spontanem Beifall vieler Menschen vor Ort ließ der weltberühmte Klangkörper eine exklusive Uraufführung von Michael Nyman mit dem treffenden Titel „manhata“ auf den Straßen Manhattans erklingen. Nicht nur aufgrund der namentlichen Nähe zur Stadt dürfte das Stück bei den New Yorkern einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Dafür sprach in jedem Fall die Begeisterung der vielen Zuhörer vor Ort.

Die gemeinsame Sprache der Musik findet überall Anklang

„Als Botschafter für den Freistaat Sachsen ist es uns eine Herzensangelegenheit, die gemeinsame Sprache der Musik gerade an diesem historischen Datum und Ort wirken zu lassen. Das Gefühl von Freiheit und Befreiung, welches uns als Leipziger heute wie vor 25 Jahren in besonderem Maße begleitet, trifft in dieser Weltstadt mit all ihren Kulturen, Gegensätzen, aber auch Gemeinsamkeiten auf fruchtbaren Boden“, stellte Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz im Anschluss treffend heraus.

Das Orchester unter der Leitung von Riccardo Chailly trägt als Botschafter der Kampagne „So geht sächsisch.“ den Ruf sächsischer Kunst und Hochkultur über die Grenzen von Deutschland und Europa hinaus und gilt mit seinen 185 Musikern als weltweit größtes Berufsorchester.