Ein hellwacher Morgen in Leipzig, mitten im Trubel der Großstadt. Zwischen Bachs berühmter Thomaskirche und dem Gewandhaus ziehen sich Straßen und Gassen voller Leben, Boutiquen und Cafés. Unscheinbare Portale weiten sich zu hell erleuchteten Passagen und glitzernden Arkaden voller Verführungen. Der geübte Flaneur lässt sich hier einfach treiben vom Puls der Stadt. Er beobachtet, genießt, ist mittendrin. Und wenn am Abend die Beine müde werden, öffnen sich die Ohren für die Stimmen der Thomaner und die Augen für moderne Kunst in der Plagwitzer Baumwollspinnerei. C’est la vie in Leipzig.

Nur – das Leben hört nicht auf, wo der Stadtrand beginnt. Manche meinen gar, es fange erst richtig an, wo sich der Süden zum „Neuseenland“ öffnet. Denn wo einst gigantische Bagger Braunkohle aus dem Boden frästen, zischen heute Kite-Surfer und Kanuten über weite Wasser. Elegante Segelboote liegen an der Marina vertäut, und im Strandcafé folgt auf den Latte macchiato noch ein Prosecco. Oder zwei. Mit Blick auf den Cospudener See arbeiten die Golfer an ihrem Handicap und gleich nebenan wachsen Kleckerburgen im Sand.

Rund 70 Quadratkilometer Wasserfläche werden die alten Tagebaue einmal bilden, doch bis dahin dauert es noch ein wenig. Derweil lässt sich auch dort, wo noch kein Wasser ist, jede Menge erleben: Statt Radladern manövrieren nun Quadpiloten über abenteuerliche Pisten. Wanderer genießen die flache Landschaft für ausgedehnte Touren – und die Radfahrer sowieso.

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