Der Regent war glücklich: Sein Alchimist hatte ihm – statt Gold – Porzellan gemacht. Seine Manufaktur würde das erste „weiße Gold“ Europas herstellen, und das auf seiner Albrechtsburg, hoch über Meißen. Vielleicht hatte der sonst so starke August I. Tränen der Freude in den Augen und schaute vom Burgberg hinab ins Tal. Doch ganz gleich, was im Jahre 1710 tatsächlich in Meißen geschah: Fest steht, dass es der Beginn einer Erfolgsgeschichte war, die bis heute Bestand hat. Noch immer ragt die Albrechtsburg stolz über der Stadt empor, wo schon 929 eine erste Wehranlage stand.

Noch immer steht der Name MEISSEN für weltweit begehrte Preziosen aus edlem Porzellan, das heute in der Manufaktur im Triebischtal in vollendete Form gebracht wird. Und immer noch steht Meißen der Glanz einer Residenzstadt sagenhaft gut zu Gesicht. Nur einen Fahrradausflug von der Albrechtsburg entfernt, wartet ein weiteres Kleinod: Das barocke Schloss Moritzburg. Hier feierte einst der Dresdner Hof den Sommer, die Jagd oder ganz einfach: das Leben.

Mit vollem Glas schöpften die Genießer damals wie heute aus der Weinbautradition in den steilen Lagen des Elbtals: Goldriesling, Weißburgunder, Scheurebe oder roter Regent. Die Wanderer erkunden die Hügel rundum, genießen den Plausch mit dem Winzer, schauen auf den Zug der Radler im Tal, die mit sirrenden Speichen dem Lauf der Elbe folgen. Alle genießen dabei jene Leichtigkeit, die sonst nur im Süden wohnt. Und doch ganz und gar sächsisch ist.

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