Der Fluss macht den Unterschied. Er durchquert die Stadt, ohne sie zu trennen, und seine Auen bilden eine grüne Oase im urbanen Getriebe. Wer sich hier niederlässt, sieht selbst das alte Dresden immer wieder neu. Die Postkartensilhouette der Frauenkirche wirkt beim Blick durch die Grashalme wie verwunschen. Hundertjährige Raddampfer verlassen gut gefüllt die Anleger – flussab gen Meißen oder gegen den Strom entlang der Elbschlösser nach Pillnitz und in die Sächsische Schweiz. Und alle Kinder warten gespannt, dass sich der Schornstein zur Brückendurchfahrt niederlegt.

An solch‘ einem Sommertag in Dresden braucht es kaum mehr als ein schönes Plätzchen am Fluss. Mit Picknickdecke auf dem Rasen, mit Radlermaß im Biergarten oder ganz gemütlich bei einem Glas Meißner Grauburgunder im Schatten des Blauen Wunders. Unterdessen warten die Brillanten im Grünen Gewölbe und die 500-jährige „Sixtinische Madonna“ in der Gemäldegalerie Alte Meister, bis die Sonne zu heiß wird oder erste Wölkchen aufziehen. Denn dann geht das Leben in den Museen weiter, in den Kirchen der Altstadt und in den Restaurants.

Wenn es dunkel wird in Dresden, teilt sich die Stadt. Links der Elbe geben klassische Klänge den Takt der Eleganz vor. Sie entführen die Nachtschwärmer in barockes Ambiente in schimmerndem Licht. Auf der anderen Seite des Flusses werden die Beats härter, je weiter man in Richtung Norden kommt. In der Neustadt lassen die Rhythmen der Saison das Eis in den Cocktailgläsern klirren und im Industriegelände vibriert die Tanzfläche unter den Füßen der Partygänger bis in den Morgen. So geht Barock 2.0 – und manchmal auch ganz anders …

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