Sobald es draußen wärmer wird und die Sonne lacht, füllen sich nicht nur die Eiscafés und Freisitze, sondern auch die beliebtesten Skatestrecken mit allen, die den Sommer am liebsten sportlich auf acht Rollen verbringen. Die Leipziger Tieflandsbucht mit ihrer Neuseenlandschaft ist ein Traum für jeden Inline-Skater! Vorwiegend gerade und gut asphaltierte Strecken und Rundwege, die entlang von Wasser, Wiesen und Wäldern mitten durch die Natur führen, laden zum Rollen ein.

Während der Cospudener See und der Markkleeberger See im Süden Leipzigs schon beliebte Spots für Skater, Radfahrer und Jogger sind, ist der Störmthaler See bisher noch der Underdog im Neuseenland. Am bekanntesten ist er bisher für das Highfield-Festival, das einen Abschnitt des Sees seit 2010 in ein Konzertgelände verwandelt und jeden Sommer tausende Musikfans anlockt. Aber auch wenn nicht gerade internationale Bands am ehemaligen Tagebau die Bühne rocken, ist der Störmthaler See einen Besuch wert. Geübte Skater, denen der Weg rund um den Cospudener See zu überfüllt ist oder die längere und anspruchsvollere Strecken zurücklegen wollen, können sich auf den ca. 25 Kilometern rund um den See auspowern.

Starten kann man von verschiedenen Parkplätzen rund um den See, die man aus allen Richtungen gut über die A 38 erreicht. Der Rundweg ist komplett asphaltiert, auf der Westseite ist der Weg etwas neuer und besser beschaffen, aber auch auf den anderen Seiten kann man ohne Probleme fahren. Bis auf ca. 3 Kilometer, die einen durch den Wald führen, fährt man stets mit bestem Seeblick, längere Abschnitte führen auch unmittelbar am Wasser entlang. Vorsicht bzw. gute Kondition ist geboten an der Ostseite des Sees, wo es eine kurze, aber starke Steigung gibt. Eine längere Steigung kommt außerdem am Kanupark Markkleeberg – für fortgeschrittene Fahrer eine prima Trainingseinheit! Aber keine Sorge: Entlang der Strecke gibt es immer wieder Bänke und Aussichtspunkte, an denen es sich wunderbar verschnaufen und verweilen lässt.

Wer sich zwischendurch stärken möchte, hat ebenfalls so einige Möglichkeiten, einen Stopp einzulegen. Das Restaurant Casa Marina Lagovida direkt am Hafen, der Gasthof Störmthal, das Vineta-Bistro oder der Speisewagen 51 sind nur einige der zahlreichen gastronomischen Einrichtungen rund um den See. Neben Wasser und Wald gibt es hier übrigens auch ein paar spannende Sehenswürdigkeiten zu entdecken: unter anderem die Vineta, eine schwimmende Insel mitten im See, die an die Kirche des Ortes Magdeborn, der für den Tagebau überbaggert wurde, erinnern soll. Im Bergbau-Technik-Park am Nordwestufer kann man sich über den Braunkohlebergbau im Leipziger Süden erkundigen und an der Schleuse zum Markkleeberger See kann beobachtet werden, wie Boote die sechs Meter Höhenunterschied überwinden.

Alle, die nicht so fit auf den Skates unterwegs sind, können den Störmthaler See natürlich auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Wer besonders abenteuerlustig ist, kann sogar eine Tour mit einem Amphibienfahrzeug unternehmen. Und nicht zu vergessen: Seit 2014 darf im Störmthaler See auch gebadet werden. Eine bessere Erfrischung nach der anspruchsvollen Runde gibt es nicht!