Im Norden von Görlitz liegt eine der bedeutendsten Schlossanlagen des Freistaates: der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, mit einer Fläche von über 800 Hektar der größte Landschaftspark Zentraleuropas.

Weitläufige Wiesen und erhabene Bäume, einladende Parkwege entlang von Seen und Flüssen, die zu Fuß, per Kutsche, Fahrrad oder Boot erkundet werden können: Die Dimensionen dieser Parkanlage im englischen Stil sind in jeder Hinsicht gigantisch.

Wo man hinschaut: die Handschrift ihres Architekten: Hermann Fürst von Pückler-Muskau, seines Zeichens Schriftsteller, Landschaftsarchitekt, Lebemann, Abenteurer und Politiker. Eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts und ein Freidenker, der sich mit dem Muskauer Park ein Denkmal schuf.

Was wie natürlich gewachsen scheint, ist von strenger Hand geschaffene Landschaft – die zu erkunden ein Sonntagsspaziergang nicht ausreicht. Dass dieses Landschaftsidyll seit 2004 sogar zum UNESCO-Welterbe zählt, wissen leider noch viel zu wenige.

Ebenso um die grenzüberschreitende Lage – zu einem Drittel liegt der Park in der sächsischen Stadt Bad Muskau; der weitaus größere Teil befindet sich indes auf polnischer Seite und ist durch die Neiße getrennt. Mehrere Brücken verbinden die beiden Teile der Parkanlage miteinander.

Als zentrales Gestaltungselement des Parks gilt das Neue Schloss Muskau, eine Dreiflügelanlage im Neorenaissancestil. Es wurde von 1995 bis 2011 aufwändig durch den Freistaat Sachsen restauriert; viele der Räume erstrahlen nun wieder in altem oder in ganz neuem Glanz. Viel zu entdecken – also auf nach Bad Muskau. Der Eintritt zum Park ist kostenfrei.

www.muskauer-park.de

Alle Bilder von Sven Lehmann