Leipzig ist einer der ältesten und traditionsreichsten Messeplätze der Welt und kann inzwischen auf eine 850-jährige Historie zurückschauen.

Diese Erfolgsgeschichte beruht nicht nur auf der hervorragenden geografischen Lage der Stadt, sondern vor allem auf der Fähigkeit der Leipziger Messen, sich veränderten Marktbedingungen immer wieder anzupassen. „Wenn ich auf unsere Geschichte zurückblicke, scheint das Thema Innovation schon in unserer DNA verwurzelt zu sein“, so Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Unser Unternehmen ist fest in der Region verankert, eine Plattform für Branchen und Communities. Die nationalen und internationalen Aktivitäten haben positive Effekte für ganz Sachsen“, ergänzte Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Als Leipzig – an der Kreuzung der großen Handelsstraßen Via Regia und Via Imperii gelegen – 1165 das Stadt- und das Marktrecht erhielt, war eine entscheidende Grundlage für die Entwicklung des Messeplatzes geschaffen. Die Privilegien König Maximilians I förderten später die Entwicklung zum bedeutendsten Umschlagplatz für den Warenhandel in Europa.

Von der Waren- zur Mustermesse

Es folgten Blütezeiten, aber auch Kriege, Krisen und sich verändernde wirtschaftliche Bedingungen. Immer wieder fand der Handelsplatz darauf eine Antwort. Als 1895 in Leipzig die weltweit erste Mustermesse eröffnete, revolutionierten die Leipziger damit das Messewesen. Auch das Stadtbild wandelte sich: Buden auf dem Markt, die prächtigen Durchhöfe der Renaissance und des Barocks stießen an ihre Grenzen. Gehandelt wurde fortan in „Messpalästen“ mit effektvollen Präsentationsmöglichkeiten. Viele dieser historischen Gebäude sind noch heute in Leipzig zu besichtigen und prägen das Stadtbild. Auch das 1917 von Erich Gruner entworfene Doppel-M der Leipziger Messe, das zu den ältesten und bekanntesten Symbolen der deutschen Messewirtschaft zählt, symbolisiert die Mustermesse.

Hohe Ansprüche – auch für die Zukunft

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Wegfall der großen Universalschauen im Frühjahr und Herbst wurden neue Fach- und Publikumsmessen erfolgreich etabliert. Der Neubau eines hochmodernen Messegeländes, das 1996 eröffnet wurde, war ein weiterer Meilenstein. Fünf moderne Messehallen und das Congress Center Leipzig CCL gruppieren sich um eine imposante Glashalle.

„Heute gehört die Leipziger Messe Unternehmensgruppe zu den zehn führenden Messe-gesellschaften in Deutschland und zu den Top 50 weltweit“, erklärt Markus Geisenberger. Jährlich werden etwa 40 Fach- und Publikums¬messen veranstaltet, ungefähr 100 Kongresse sowie hochkarätige Events. Über 10.000 Aussteller und rund 1,2 Millionen Besucher aus aller Welt nehmen jährlich an den Veranstaltungen auf dem Messegelände teil. Darüber hinaus führt die Leipziger Messe Unternehmensgruppe Veranstaltungen an verschiedenen Standorten im In- und Ausland durch. Als erste deutsche Messegesellschaft wurde Leipzig nach Green Globe Standards zertifiziert. Ein Leitmotiv des unternehmerischen Handelns ist die Nachhaltigkeit. Dank des starken Netzwerkes der Leipziger Messe mit dem Congress Center Leipzig (CCL), der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig und den fünf Tochtergesellschaften FAIRNET, fairgourmet, Leipziger Messe Gastveranstaltungen, Leipziger Messe International sowie MaxicoM wird das gesamte Leistungsspektrum der Veranstaltungsbranche abgedeckt. Eine Stärke, die Martin Buhl-Wagner als essentiell einschätzt: „Mit dieser integrierten Veranstaltungskompetenz ist die Leipziger Messe internationaler Vorreiter und für seine Kunden ein kompetenter Veranstaltungspartner und wichtiger Handelsplatz.“