grünerdüngen von Simon Scheffler

Mit ihrer Idee eines 100% ökologischen Düngers, hat das Gründerteam um Simon Scheffler, eine Innovation geschaffen, die der mittlerweile großen Nachfrage nach gesunden und nachhaltigen Lebensmitteln entgegenkommt. Deshalb hat es das Team auch unter die Besten des diesjährigen futureSAX-Ideenwettbewerbs geschafft. Im Interview erzählt uns der Geschäftsführer von grünerdüngen warum Kommunikation so wichtig ist und welche Rolle Klee für das Unternehmen spielt.

futureSAX: Herr Scheffler, bitte beschreiben Sie Ihre Innovation in einem Satz:

KleePura ist der erste Bio-Dünger der hält was er verspricht, 100 % Bio-Rohstoffe – aus regional angebautem Bio-Klee, KleePura erhielt dafür die weltweit erste Bio-Zertifizierung für einen Dünger.

futureSAX: Wie kamen Sie auf den Gedanken? Was war der Auslöser?

Der Gedanke entstand durch die vermehrte Nachfrage von Verbrauchern und ökologischen Gemüsebauern nach einem systemimmanenten Bio-Dünger, sprich ein Dünger der tatsächlich zu 100 % aus dem ökologischen Landbau stammt. Parallel suchen Bio-Landwirte seit langer Zeit nach alternativen Nutzungskonzepten für Bio-Klee aus Ihren Fruchtfolgen. Klee als „sich selbst“ düngende Pflanze eignet sich wunderbar um daraus ein Düngemittel zu entwickeln. Diese zwei Problemstellungen haben wir zu einer Synergie zusammengebracht.

futureSAX: Warum wird sich Ihre Idee auf dem Markt durchsetzen?

Seit Jahren steigt das Bewusstsein und die Nachfrage nach artgerechter Tierhaltung, nach gesunden Lebensmitteln, nach Bio-Obst und -Gemüse, sowie nach nachhaltigen Düngemitteln, die frei von Schlachtabfällen und konventionellen Reststoffen sind.

grünerdüngen hat mit KleePura genau die Antwort für bewusstes Gärtnern und den nachhaltigen Anbau von Obst und Gemüse in Bio-Qualität.

Nicht zuletzt motivieren uns die, inzwischen vielen, Anwender von KleePura durch Ihr begeistertes Feedback auf unserem Weg.

futureSAX: Hat der Ort der Startup-Gründung eine wichtige Rolle gespielt, oder würden Sie eher sagen, dass sie ortsunabhängig sind?

Unser Standort in Dresden bzw. Dresden/Pillnitz hat uns auf Grund unserer persönlichen Vernetzung mit der HTW-Dresden, den Bio-Landwirten im Umkreis, sowie die Vernetzung mit Partnern aus der Wirtschaft den Start stark erleichtert. Um weiter ökonomisch wachsen zu können und ökologisch noch nachhaltiger zu werden, sehen wir uns nach einem anderen Standort in Sachsen um.

futureSAX: Welche Ihrer Eigenschaften sind Ihnen bisher immer sehr hilfreich gewesen, im Hinblick auf Ihre Selbstständigkeit und welche würden Sie lieber ablegen?

Denke frei, denke quer, denke alternativ, suche nach Lösungen und probiere diese aus.

… Mir fällt gerade keine Eigenschaft ein, die ich ablegen möchte und das nicht aus Arroganz. Schwächen kann ich nicht so einfach ablegen. Ich glaube, es ist wichtig, dass ich mit meinen Schwächen leben will und das hat viel mit Selbstannahme zu tun. Wichtig ist allerdings, dass ich meine Schwächen kenne und mit diesen auch im Team entsprechend umgehe.

…Mir fällt doch noch eine Schwäche ein: Die Angst mit einem Projekt zu scheitern und aus diesem Grund Hemmungen zu haben, eine große Aufgabe zu beginnen.

futureSAX: Was war der beste Rat, den Sie je erhalten haben?

Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig und das Hemd bekleckert ist! J

futureSAX: Beschreiben Sie bitte den Moment, als Sie von Ihrer Nominierung im futureSAX-Ideenwettbewerb erfahren haben!

Wir haben nicht im Traum daran gedacht für den Ideenwettbewerb nominiert zu werden und waren natürlich hocherfreut!

futureSAX: Welche wichtige Empfehlung oder welchen Tipp würden Sie Gründern mit auf den Weg geben?

  1. In Bezug auf die eigenen Stärken und Schwächen empfehle ich im Team zu gründen und innerhalb des Teams eine ganz offene und ehrliche Kommunikation zu pflegen.
  2. Stelle Dich auf einen Triathlon und nicht auf einen Sprint ein, der trotz realistischster Planung länger dauern wird als gedacht. Denn nach dem Schwimmen (nicht untergehen!) kommt da noch das Radfahren und Laufen.
  3. Unternehmensgründungen, Projekte oder Entscheidungen die nicht erfolgreich sind, solltest Du nicht als persönliches Scheitern ansehen. Das Projekt ist vielleicht gescheitert, aber deswegen bist Du noch nicht persönlich gescheitert!

futureSAX: Wie geht es weiter? Wie sieht ihr Unternehmen in fünf Jahren aus?

KleePura soll das Standard Düngemittel im ökologischen und nachhaltigen Fachhandel, das „Tempo“ der Bio-Dünger werden. Dafür werden wir weitere Produkte auf den Markt bringen, den ökologischen Fußabdruck massiv reduzieren und insbesondere im Bereich des professionellen ökologischen Landbaus durch gezielten Wissenstransfer zu einem Paradigmenwechsel im Einsatz von Düngemitteln beitragen.


Interview durchgeführt von www.futuresax.de