Das Kabinett für Schönes und Alltagskultur

Besondere Materialien und klassische Ästhetik, traditionelle Handwerkstechniken und eine Portion Charme – all das findet man in dem kleinen Ladengeschäft HAAMIT in Chemnitz, dessen Name Heimat auf Erzgebirgisch bedeutet.

Seit 2014 bietet der Inhaber Götz Weigel in seinem Laden mitten auf dem Chemnitzer Kaßberg Klassiker der Schreibkultur und besondere Produkte kleiner Manufakturen aus aller Welt an. Innerhalb von zwei Jahren hat er mit einem gelungenen Sortiment, das zum Stöbern und Entdecken einlädt, eines der schönsten und vor allem individuellsten Geschäfte in ganz Chemnitz aus dem Boden gestampft. Im Interview erzählt der Chemnitzer, was seinen Laden so besonders macht.

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Götz Weigel aus Chemnitz und führe hier seit anderthalb Jahren das Papeterie-Geschäft HAAMIT. Ursprünglich erlernt habe ich den Beruf des Krankenpflegers, habe aber relativ schnell in die kreative Branche gewechselt und erst getöpfert und später die Arbeit als Grafikdesigner aufgenommen. Das mache ich bis heute noch. Im Oktober 2014 habe ich dann meine Papeterie am Kaßberg in Chemnitz eröffnet.

Wie ist die Idee zu dem Laden entstanden und wie genau beschreibst du dessen Konzept?

Nachdem ich mir für meine Arbeit als Grafiker eine Druckmaschine gekauft hatte, kam in mir die Überlegung auf, was ich damit noch alles anstellen könnte. So ist quasi die Ladenidee entstanden, denn hier kann man auch eigene Entwürfe drucken. Ich habe dann angefangen zu recherchieren und mir andere Läden in Leipzig, Dresden, Berlin, Hamburg und München angeschaut und nach und nach mein Sortiment zusammengestellt.

Ich wollte nicht nur auf Papier setzen, sondern verschiedene Bereiche aufnehmen, mit dem Leitgedanken, dass man bei mir immer ein schönes Geschenk findet – und das hat sich bewährt! Ich habe Stammkunden, die immer wieder neue Sachen im Laden entdecken, auch wenn diese schon von Anfang an zu meinem Bestand gehörten.

Welches Produkt ist der „Dauerbrenner“ im HAAMIT?


Schwer zu sagen – es werden generell viele Stifte sowie Füller und Fineliner verkauft. Ansonsten gibt es Tage, an denen die Keramik besser läuft und Tage, an denen die Nachfrage nach Papeterie größer ist. Viele Kunden suchen einfach ein schönes Geschenk, manchmal für jemand anderes und manchmal für sich selbst.

Wie kann man bei dir im Laden selbst aktiv werden?

Ich bekomme immer wieder Anfragen nach individuellen Karten für Geburtstage oder Hochzeiten, wofür ich dann die Gestaltung und das Drucken übernehme. Ansonsten können Kunden auch eigene Entwürfe drucken. Das ist zwar noch kein großer Bereich, aber ich würde ihn gern ausbauen. Außerdem kann man sich auch Bücher oder Stifte mit einer persönlichen Gravur versehen lassen.

Warum hast du dich für Chemnitz als Standort entschieden?

Ich bin Chemnitzer und meinen Laden in einer anderen Stadt zu eröffnen stand außer Frage. Kaßberg ist das Viertel, welches hier am interessantesten für mich ist, denn die Innenstadt bietet wenige kleine Nischen für individuelle Konzepte. Auf dem Kaßberg wohnen rund 20.000 Menschen, die den Großteil meiner Kundschaft ausmachen. In Chemnitz habe ich außerdem eine absolute Alleinstellung. In Dresden oder Leipzig würde man mit einem Laden wie dem HAAMIT vermutlich nicht mehr so auffallen.

www.haamit.com