Gastbeitrag von René Eckert, Blickinsfreie

Der Kunst- und Sagenwald im Erzgebirge

„Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.“ – am Ende begegnet man im Wald aber doch immer sich selbst.

Annett Beier führt in Zeiten von FridaysForFuture auch Jugendliche an eben jene Natur heran, die sie zu bewahren versuchen. Sie schafft gemeinsam mit Engagierten einen Ort der Begegnung, mitten im westlichen Erzgebirge: ob Wanderer, Künstler oder Naturbegeisterter. Auf einem Rundweg soll man mit Hilfe von Naturmaterialien selbst Werke erschaffen und den Gegebenheiten des Ortes nachspüren. Einbringen ist erwünscht.

In Wildbach mitten im Erzgebirge soll auf dem Grundstück der Wismut GmbH zwischen Buchen, Erlen und Kiefern Kunst entstehen, die im Kreislauf der Natur vergänglich ist und so immer wieder Raum für Neues schafft. Ein Ort des Bewusstseins für die regionale Geschichte und uralte Sagen, die lehren, mahnen und warnen aber auch verzaubern. Ort der Waldgeister, Feen, Hexen, Riesen und Zwerge, in jedem Fall Ort der Fantasie. Der tiefe Wald, im Mittelalter noch als undurchdringlicher-mystischer Ort gesehen, steht er heute für Ruhe und Rückzug. Es geht um Einklang.

Wildbacher Kunst-und Sagenwald – kurz: WIKUSAWA.

Annett Beier regt mit dem von ihr initiierten Projekt WIKUSAWA Begegnung, Gemeinschaft und Naturverbundenheit an. Sie initiiert Kooperationen mit Schulen und Künstlern, der Kunsthochschule Schneeberg, veranstaltet Kurse und Projekttage, Waldkonzerte, Theaterstücke und Waldführungen. Wissensvermittlung und kreatives Schaffen auf spielerische Art und Weise.

„Who’s gonna stand up and save the earth?“ singt Neil Young. Annett steht auf.

Mehr über das Projekt findet ihr unter www.wikusawa.de