Die aktuelle Kollektion von howitzweissbach ist eine Hommage an das Erzgebirge, seine Formen, seine Traditionen, seine Werte. Die jungen Designer Eva Howitz (30) und Frieder Weissbach (37) schöpfen kreative Kraft aus ihrer sächsischen Heimat. Die Kreationen der Marke mit den zwei verschlungenen Vögeln sind preisgekrönt. 2011 gewannen sie den „baltic Fashion Award“ für die beste Prêt-à-porter-Damenkollektion. Ihr Kundenkreis ist international. Modeliebhaber in Australien und Kuweit, der Schweiz oder England schätzen das Leipziger Label.

Ihren Traum mit eigener Kraft umgesetzt

Howitzweissbach ist „Made in Saxony“. Eva ist in Dresden aufgewachsen, Frieder kommt aus Stollberg. Nach ihrem Modedesign-Studium an der Burg Giebichenstein in Halle/Saale haben sich die beiden selbstbewusst für ihren eigenen Weg entschieden und gehen ihn von Leipzig aus. „Wir wollten unsere Ideen umsetzen und nicht die Ideen anderer“, erzählt Frieder Weissbach. Geschafft haben sie es aus eigener Kraft. Die beiden sehen das als wichtige und prägende Erfahrung. Frieder: „Bei uns ist nicht alles Hochglanz und fertig gekauft. Wir mögen es, zu improvisieren. Für uns ist das kein Makel, sondern die Idee.“ Und so haben sie beispielsweise eine Kollektion als Videoinstallation in Paris vorgestellt. Mit Guerilla-Aktionen – Shows vor den Shows – nämlich denen von Givenchy, Jean Paul Gaultier und Lanvin. Denn ein millionenschweres Marketingbudget haben sie nicht. Deshalb setzten die Jungunternehmer auf intelligent gemachte PR, die die Modemaschinerie der Branchenriesen (be)nutzt.

Gelebte Nachhaltigkeit: produzieren in der Region

Gewachsen ist in den fünf Jahren seit der Gründung ein junges Unternehmen, das Mode kreiert mit eigener Sprache, eigner Philosophie und einem eigenen Stil. Produziert wird in der Region. Eva: „Nachhaltigkeit und Tradition heißt für uns, da zu produzieren, wo die Textilindustrie seit Jahrhunderten zu Hause ist.“ Deshalb fertigt howitzweissbach alle Kleidungsstu¨cke und Accessoires in Jahnsdorf, einer kleinen erzgebirgischen Gemeinde. 25 Kilometer weiter östlich, in Krumhermersdorf bei Zschopau, stricken die uralten englischen Maschinen der Firma Blume Socken und Overknee-Strümpfe. Die Zusammenarbeit mit ihren Produzenten ist für die Designer ein echtes Miteinander. Kommuniziert wird auf Augenhöhe. „Das ginge nicht, säßen unsere Produktionsfirmen in Fernost.“ Außerdem decken sich die hochwertigen Fertigungsmöglichkeiten mit dem Qualitätsanspruch der Jungunternehmer. „Wir lieben unsere Produkte und möchten sie hochwertig und mit Liebe produziert wissen“, sagen Eva und Frieder.

Geprägt von der Ästhetik eines Landes, das es nicht mehr gibt

Ihre Kollektionen nehmen häufig Bezug auf eigene Erlebnisse. Bei „Familienalbum“ flossen Urlaubserinnerungen an unbeschwerte Ostsee-Urlaube in die Kleidungsstücke ein. „Tatra“ verwendet Bilder und Materialien, die an die Bergwelt des „kleinsten Hochgebirges der Welt“ in der heutigen Slowakei erinnern. „Wir sind in einem Land aufgewachsenen, das nicht mehr existiert. Ein Land mit einer ganz eigenen Ästhetik. Daraus schöpfen wir.“

www.howitzweissbach.com