Einst schmückten die gekreuzten Schwerter nur Preziosen aus Porzellan. Doch die Zeiten ändern sich.Die Via Monte Napoleone zählt zu den feineren Adressen in Mailand. Große Namen zieren hier dezent dekorierte Schaufenster, Preisschilder sucht man in den Auslagen vergebens. Die Botschaft: Hier regieren allein Schönheit, Eleganz und Stil. Im Palazzo Numero 3 residiert seit 2012 die VILLA MEISSEN, neun Autostunden von Meißen entfernt. Diese neue Entwicklung mag vielleicht sogar noch spannender und vielfältiger werden als die bewegte Geschichte des „weißen Goldes“, das seit 1710 Begehrlichkeiten an den Königshöfen Europas weckte und später seinen Weg in die Speisezimmer und Salons des Bürgertums fand.

Tradition, modern interpretiert

Genau dort will MEISSEN in Zukunft wieder sein. Doch die Ideen führen weit über edles Porzellan für die Festtagstafel hinaus. Wie weit, zeigt sich in Mailand: Paravents aus Seide, lederne Kissen, Möbel, Schmuck und Kunstobjekte illustrieren in der Villa die neue Vielfalt der Luxusmarke aus Sachsen. Auf diesem Weg ist die Repräsentanz in Mailand nur konsequent, denn hier sind die internationalen Leitmessen für exklusives Interieur etabliert. Dennoch stellt sich die Frage: Was haben Polstermöbel und Lampenschirme mit dem Signet der gekreuzten Schwerter zu tun? Die Antwort findet sich im Meißner Triebischtal, wo etwa 630 Menschen den Mythos der Traditionsmarke lebendig halten. Bei der Auswahl und Fortentwicklung der Dekore schöpfen die Kunsthandwerker aus einem reichen Fundus von Motiven und Entwürfen, teils hunderte von Jahren alt. Klassische Muster wie das Zwiebelmuster werden neu interpretiert und der bekannte „Ming-Drache“ – entworfen um das Jahr 1740 – ist in ungezählten Variationen noch immer zeitgemäß. Deshalb findet er sich neben anderen alten und neuen Dekoren nun auch auf edlen Lederkissen wieder. Die gekreuzten Schwerter finden sich in immer neuen Interpretationen in exklusiven Stoffen für Polstermöbel und Dekorationsartikel wieder. Wie all die anderen Produkte in der VILLA MEISSEN speisen sie sich aus der 300-jährigen Tradition des Hauses und dem Bekenntnis zu höchster Qualität. Jede Tasse, jede Vase und jedes Collier wird per Hand bemalt oder veredelt, damit ein Unikat entsteht.

Von Hollywood bis Fernost

Wie gut der Ideentransfer über die Jahrhunderte hinweg funktioniert, beweist ein Mops. Kaum größer als ein Daumen, hat sich die Figur aus dem Jahr 1740 zu einem Lieblings-Schmuckaccessoire der Hollywood-Stars entwickelt.

Stilikone Sarah Jessica Parker bekannte: „Den gebe ich nicht mehr her“.

Und auch Sylvester Stallone beschenkte Frau und Töchter damit. Selbst in der Kunstwelt wird MEISSEN als Partner wahrgenommen, seit das Unternehmen mit dem artCAMPUS seit Jahren internationalen Künstlern neue Wege eröffnet. Ziel des neuen, breit gefächerten Portfolios ist die stärkere Wahrnehmung der Marke in der westlichen Welt. Als Vorbild dürfen hier Japan oder Taiwan dienen, wo MEISSEN seit vielen Jahren zu den bekanntesten und begehrtesten europäischen Marken zählt. Seit November 2012 gibt es etwa in Osaka eine MEISSEN Boutique und ein MEISSEN Café – ein Anziehungspunkt für stilbewusste Japaner und Touristen aus vieler Herren Länder.