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Es ist nicht gerade so, als hätte die Welt auf eine weitere Werbeform gewartet. Aber die Idee der vier Gründer von Green City Solutions aus Dresden hat ein enormes Potenzial. Jenseits plakativer Ströer-Werbeflächen oder Mega-Banner, wie man sie allerorten in Städten und am Straßenrand findet, bietet ihre patentierte Innovation „CityTree“ die Chance, originell zu werben und zugleich noch etwas für die Umwelt zu tun. Was sich dahinter verbirgt, erklärt Denes Honus, einer der vier Firmengründer, die allesamt an der TU Dresden und der HTWK studiert haben: „Der CityTree schont nicht nur Umwelt und Klima, sondern verbessert sie sogar noch. Es handelt sich um eine Werbewand beispielsweise aus hochwertigem Holz, an der besonders klimafreundliche und zumeist grünblättrige Pflanzen gestapelt befestigt werden.“ Bis zu 1682 Pflanzen finden so auf nur zwei Quadratmetern Fläche Platz und arrangieren sich etwa zu QR-Codes oder Firmenlogos. Denes weiter: „Der CityTree bindet jährlich etwa 30 Kilogramm Kohlendioxid – etwa so viel wie 20 gewöhnliche Straßenbäume – und 37 Gramm Feinstaub.“ Und: Der CityTree vermag die Temperatur in der näheren Umgebung um bis zu 15 °C zu senken und ist ein sich selbst versorgendes System. So funktioniere auch die Bewässerung automatisch: „Im Inneren befindet sich ein Tank für Wasser und Nährstoffe, und über eigene Solarzellen wird das Pumpsystem betrieben, das die Pflanzen versorgt“, zeigt sich Honus begeistert.

Dass der Prototyp, der bisher nur auf Messen vorgestellt wurde, bald in aller Munde sein werde, davon ist Denes Honus überzeugt. Weitere Varianten des Multitalents seien in Planung, darunter die Ausstattung mit einem WLAN-Hotspot und einer Biomasse-Verwertung. Sogar Bushaltestellen könnten durch eine integrierte Sitzgelegenheit künftig eine originelle Aufwertung erfahren.

Das Start-up Green City Solutions hat sich im März 2014 in Dresden gegründet. Hier finden Jungunternehmer ein fruchtbares Umfeld, meint Denes Honus:  „Wir haben von vielen Seiten große Unterstützung erhalten. So können wir Büroräume der TU und sogar die Werkhalle, in der wir unseren Prototypen weiterentwickeln, mietfrei nutzen. Und von den Netzwerken der Lehrstühle an der TU und der HTW konnten wir ebenfalls stark profitieren.“ Und wie blickt Green City Solutions in die Zukunft? „Erst einmal konzentrieren wir uns auf den CityTree. Es gibt am Markt bis jetzt kein vergleichbares Produkt. Und nebenbei entwickeln wir fleißig weiter“, schmunzelt Honus.